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Rücken-Ass Christian Diener will die nächste Medaille

Schwimmen, Potsdamer SV Rücken-Ass Christian Diener will die nächste Medaille

16 deutsche Schwimmer starten bei den am Mittwoch beginnenden Kurzbahn-Europameisterschaften in Kopenhagen/Dänemark. Mit dabei ist Christian Diener vom 1. Potsdamer SV, der seine Medaillensammlung weiter aufstocken will.

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Aufgetaucht: Christian Diener absolviert drei Einzelstarts bei der Kurzbahn-EM in Kopenhagen, die am Mittwoch beginnt.

Quelle: Foto: dpa

Potsdam. Daheim bei den Eltern in Cottbus hat Schwimmer Christian Diener noch ein Zimmer. Da hängt unter der Decke ein kleiner Baum, nicht irgendeiner, sondern einer „der mit meinen wichtigsten Medaillen geschmückt ist“. Damit vor dem (Weihnachts-) Fest der Baum aufgehübscht wird, soll bei den am Mittwoch in Kopenhagen beginnenden Kurzbahn-Europameisterschaften neues Edelmetall hinzukommen. Denn das Rücken-Ass vom Potsdamer SV hat im 25-Meter-Becken in der Vergangenheit schon mehr als einen Medaillensatz gewonnen. Weiterer bronzener, silberner oder am besten gar goldener Schmuck ist also willkommen.

Zum Auftakt auf der Lieblingsstrecke 200 Meter Rücken

Der 24-Jährige hat sich viel vorgenommen: „Die 200 Meter Rücken, meine Lieblingsstrecke, steht gleich am Mittwoch auf dem Programm. Da muss schon alles passen. Meine Form ist gut.“ Denn Diener hatte zuletzt beim Kurzbahn-Weltcup reichlich Wettkämpfe zu bestreiten und ist viel gereist. Peking, Tokio und Singapur waren die Stationen, auf denen er dank guter Platzierungen seine Reisekasse ein wenig auffüllen konnte. Dieners deutscher Kurzbahn-Rekord über 200 Meter Rücken steht seit 2014 bei 1:49,14 Minuten. Dem ist er in diesem Jahr bis auf ein paar Hundertstelsekunden nahe gekommen. „Es wäre schön, wenn ich da in Kopenhagen noch mal zuschlagen kann.“

Die Beinrasur ist fällig

Wenn alles perfekt funktioniert, benötigt er nach der Tauchphase am Start nur fünf bis sieben Armzüge bis zur ersten Wende. „Ich muss versuchen, lang zu greifen, nicht durchzudrehen. Wenn ich die Kraft richtig einsetze, klappt es auch. Damit ich das richtig flutschige Gefühl im Wasser bekomme, steht vor dem Wettkampf auch noch die Beinrasur an. Darauf habe ich zuvor bei den Weltcups verzichtet. Da macht man schon noch das eine oder andere Hundertstel gut“, berichtet der Unteroffizier der Sportförderkompanie bei der Bundeswehr, der im Luftschiffhafen bei Jörg Hoffmann trainiert. Auch der Coach hofft, dass sein Schützling in Kopenhagen bei den Medaillen ein Wörtchen mitredet. „Die größte Chancen hat Christian sicher über 100 und 200 Meter Rücken“, sagt Hoffmann, der argumentiert, die vielen Wettkämpfe hätten den Schwimmer gut vorbereitet, „damit er nicht überpact“. Denn Diener ist einer, der geht schon mal mit dem Kopf durch die (Becken-) Wand und ist bekannt für extraschnelle Angangszeiten.

Zum Urlaub noch einmal nach Dänemark

„Die Balance zu halten, ist eben eine Kunst. Ich hoffe, bei der EM gelingt mir das“, meint der Potsdamer, der außerdem über 50 Meter Rücken als dritter Einzelstrecke antritt. Auch Bundestrainer Henning Lambertz traut Diener eine Medaille zum Jahresabschluss zu.

Saisonhöhepunkt 2018 werden die Europameisterschaften im Sommer in Glasgow sein. Auch da will der Olympia-Siebte eine Medaille. Sein bisher größter Erfolg war Platz zwei bei der Langbahn-EM 2014 in Berlin über 200 Meter Rücken. Die Silberplakette hängt am heimatlichen Medaillenbaum, dem neuer Schmuck gut stehen würde.

Übrigens kehrt Diener über Weihnachten noch mal zurück nach Dänemark – zum Urlaub mit Schwester Eileen (22), ebenfalls Schwimmerin, und den Eltern an der Nordseeküste.

Von Peter Stein

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