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OSC Potsdam Hannes Schulz will mehr nach EM-Debüt
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17:56 27.07.2018
Der Familienfanclub: Mutter Simone Schulz, Schwester Henriette Schulz, Tochter Line Schulz, Partnerin Lisa Rühl und Bruder Felix Schulz (v.l.). Quelle: Foto: Imago
Potsdam

Bundestrainer Hagen Stamm war zufrieden. Mit Platz neun bei der Europameisterschaft im Wasserball in Barcelona erreichte die deutsche Auswahl das zuvor ausgegebene Ziel. Das sind immerhin zwei Plätze besser als bei der EM vor zwei Jahren. Mit Reiko Zech und Hannes Schulz waren zwei Spieler des Bundesligisten OSC Potsdam dabei.

Letzterer bestätigte: „Insgesamt können wir zufrieden sein, immerhin hatten wir fünf EM-Neulinge im Team.“ Schulz inklusive. Der 28-Jährige meinte selbstkritisch: „Leider hatte ich durch meinen Infekt kurz vor der EM anfangs noch Probleme, in der zweiten Woche lief es besser. Jetzt bin ich wieder bei 100 Prozent.“

Gegen Ungarn war eine Überraschung möglich

Der Mann mit der Kappennummer 8 hätte gern mehr als drei Tore im Turnier geschossen. „Da waren ein paar Situationen, da hätte ich mehr daraus machen können“, sagte er am Freitag.

Zum Beispiel im Vorrundenspiel gegen Ungarn. Gegen den Rekord-Olympiasieger standen die Deutschen vor einer Sensation, führten schon 4:3, konnten jedoch ihre Überzahlsituationen nicht erfolgreich abschließen. Am Ende stand es 4:4 und die Ungarn schnappten sich den zweiten Gruppenplatz. „Da hat man eben gespürt, was uns noch fehlt: Erfahrung und Cleverness“, erzählte Schulz.

Unterschiede zwischen Bundesliga und EM

Die größten Unterschiede zwischen der Bundesliga und der Europameisterschaft seien das viel höhere Tempo und die körperliche Robustheit gewesen. „Was in der Bundesliga eher als Foul gewertet wird, lassen hier die Schiris durchgehen. Aber unterm Strich wird keineswegs unfairer gespielt. Das war alles okay.“

Besonders gefreut hat sich Schulz über den familiären Fan-Block auf der Tribüne. Neben Partnerin Lisa Rühl, ehemalige Bundesliga-Volleyballerin, und der sieben Monate alten Tochter Line, waren auch Eltern sowie Bruder und Schwester dabei. „Das ist super, wenn man nach dem Spiel die kleine Tochter auf den Arm nehmen kann“, meinte der Lehramtsstudent für Sport und Geografie. Nun wird er sich mit seinen Teamkollegen noch die finalen Spiele anschauen. „Ich tippe auf Serbien“, sagte er den Europameister voraus. Endspielgegner sind die spanischen Gastgeber.

Nächstes Ziel Heim-Weltcup in Berlin

Nach der Heimkehr am Sonntag bleiben Schulz und Co. nur zehn Tage Pause. Dann beginnt bereits wieder die Vorbereitung auf den Weltcup Mitte September in Berlin. „Da geht es für uns um die Olympia-Qualifikation“, blickte er voraus. Schulz hat Geschmack gefunden an der Auswahl. „Das macht schon Spaß mit den Jungs, die Stimmung ist gut. Wenn wir die letzten positiven Erlebnisse von der EM mitnehmen, gibt uns das vielleicht noch mal einen Schub“, erklärte der Potsdamer. Olympia 2020 in Tokio wäre ein lohnendes Ziel.

Von Peter Stein

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