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Potsdam Potsdamer Volleyballerinnen unter Zeitdruck
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21:01 23.11.2018
Das Volleyball-Spielfeld besteht aus 26 Kunststoffbahnen, der Aufbau dauert etwa zwei Stunden. Quelle: Gerhard Pohl
Potsdam

Am Sonntag fiebert Thomas Dörfler gleich doppelt mit. Der Spieltagskoordinator des Frauenvolleyball-Bundesligisten SC Potsdam hofft, dass sich sein Team gegen den Ligarivalen Straubing für das Pokalhalbfinale qualifiziert. Spielbeginn ist um 13 Uhr in der MBS-Arena. Dörfler wünscht sich aber auch, dass der SC Potsdam kurzen Prozess macht. Denn bereits um 17 Uhr tritt Handball-Drittligist VfL Potsdam gegen die HSG Burgwedel an. Bis dahin muss in der Halle wieder alles picobello, die Volleyball-Anlage samt Bodenbelag verschwunden sein. „Das ist eine ziemliche Herausforderung“, sagt Thomas Dörfler.

Bläserklassenkonzert sorgt für Terminkollisionen

Der SC Potsdam ist in die Bredouille gekommen, weil die MBS-Arena am Samstagabend durch ein Bläserklassenkonzert belegt ist, dessen Vorbereitung bereits am Freitagabend begann. „Hätten wir das Spiel nicht an diesem Wochenende durchführen können, wäre das Heimrecht getauscht worden“, sagt SCP-Teammanager Eugen Benzel.

Also blieb nur noch der Sonntag. Die Volleyballerinnen dürfen mit einer Sondergenehmigung bereits 13 Uhr starten, eigentlich ist vom Verband eine Spanne von 14 bis 18 Uhr vorgegeben. Ähnlich ist es bei den Handballern, die normalerweise um 16 Uhr antreten. Für die Verlegung um eine Stunde kassierte der Verband eine Gebühr in Höhe von 200 Euro, die freilich der SC Potsdam übernimmt. „Es ist ein großer bürokratischer Aufwand“, sagt Eugen Benzel.

Angebot für Volleyball-Besucher

Doch die Vereine und der Hallenbetreiber haben zusammen alles versucht, den Doppelspieltag ordentlich über die Bühne zu bringen. Für die Besucher des Volleyball-Matches gibt es sogar das Angebot, zum ermäßigten Preis von 5 Euro auch noch das Handballspiel zu sehen. Zunächst müssen aber alle Zuschauer die Halle verlassen.

Was die Organisatoren der Doppelveranstaltung nicht beeinflussen können, ist die Dauer des Volleyball-Matches. Das Punktspiel in Straubing gewann Potsdam in glatt zwei Stunden 3:1. Am Mittwoch verlor die Mannschaft von Trainer Davide Carli gegen Münster nach fünf Sätzen. Spielzeit: 2 Stunden, 17 Minuten. Wenn es am Sonntag auch so lange dauert, „kommen wir an unsere Grenzen“, sagt Benzel. Denn bereits 16 Uhr soll die Platte für die Handballer geräumt sein.

Der Aufbau dauert rund zwei Stunden

Der Aufbau des Volleyball-Spielfeldes erfolgt bereits am späten Samstagabend. Um Volleyball fernsehtauglich zu präsentieren, ist eine spezielle Grundlage Pflicht. Sie besteht aus 26 Kunststoffrollen, die bis zu 110 Kilogramm wiegen. Jede Rolle hat eine Nummer, die die genaue Position definiert. Die Spielfläche ist lachsfarben, der Umlauf Türkis. Die einzelnen Bahnen werden wie ein Puzzle zusammengeschoben und miteinander verklebt. „Der Aufbau dauert rund zwei Stunden“, sagt Thomas Dörfler, dessen Töchter Josephine und Patricia einst für den SCP schmetterten.

Zwei Teams bauen alles ab

Für den Abbau am Sonntag wurden die Helferteams aufgestockt. Ein Team aus sieben Helfern fährt die untere Tribüne ein und kümmert sich um das Drumherum mit Netz, Bänken, Banden und Schiedsrichterstuhl. Ein weiteres Team aus acht bis zehn Ehrenamtlichen räumt den Boden weg. Der Abbau dauert normalerweise insgesamt rund eineinhalb Stunden. Am Sonntag muss es schneller gehen. „Wir haben es noch nie unter so einem Zeitdruck gemacht“, erzählt Dörfler. Anfang Oktober hatte es eine ähnliche Konstellation gegeben. Nach dem Volleyball-Masters musste das Feld für die Handballer geräumt werden, allerdings war der zeitliche Puffer etwas größer. „Wir werden so schnell wie möglich arbeiten. Bisher hat immer alles funktioniert“, sagt Dörfler, der sich „im Idealfall ein 3:0“ wünscht. Aber Hauptsache, der SCP ist um 18 Uhr bei der Auslosung des Halbfinales noch dabei.

Von Ronny Müller

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