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Potsdam Potsdamer Wasserballer wollen Tabelle begradigen
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17:18 01.02.2018
Potsdams Nationalspieler Hannes Schulz bereitet sich im neuen Kraftraum der Wasserballer auf das Spiel gegen die White Sharks vor. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Tabelle ist freilich nicht wirklich schief. Es handelt sich nur um ein geflügeltes Wort aus der Welt des Sports. Das aktuelle Tableau der Wasserball-Bundesliga ist daher einwandfrei, und doch gibt es aus Sicht des OSC Potsdam jede Menge gerade zu rücken.

Die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir hatte im vergangenen Jahr den vierten Platz in der Bundesliga Gruppe A hinter den Wasserfreunden Spandau, Waspo Hannover und dem ASC Duisburg belegt. Das war das Optimum. Weil die Duisburger in der laufenden Spielzeit personell abgerüstet haben, nahmen die Potsdamer aber sogar den dritten Rang ins Visier. Im Dezember unterstrich Tchigir die Ambitionen, in 2018 eine Medaille zu holen. Dieses Ziel schließt auch den Pokal ein, in dem Potsdam das Final-Four-Turnier erreicht hat. Doch der Fokus liegt auf der Bundesliga. Und dort sorgt der derzeitige sechste Tabellenplatz für etwas Unbehagen.

Zwei böse Unfälle

Doch legt man die Tabelle unter die Lupe, relativiert sich Platz sechs ein wenig. Denn Potsdam hat bereits jeweils zweimal gegen die Bundesliga-Überflieger Spandau und Waspo Hannover gespielt – und verloren. Diese Niederlagen gegen die Topteams sind eingepreist, Spandau und Waspo werden den Titel unter sich ausmachen. Damit sind vier der sechs Saisonpleiten erklärt. „Allerdings kommen zwei böse Unfälle dazu“, sagt der sportliche Leiter André Laube.

Schwankend präsentiert

Denn Potsdam verlor auch das Heimspiel gegen die SG Neukölln Berlin (11:16) und das Auswärtsmatch bei den White Sharks Hannover (7:8). „Das waren zwei Spiele, die man nicht verlieren sollte“, sagt Laube. Doch Ende des Jahres 2017 habe sich das Team schwankend präsentiert. „Wenn es so weitergeht, müssen wir aufpassen, dass wir nicht absteigen“, warnt Laube. Aber er traut dem Team den Umschwung durchaus zu. Mut macht der Auftritt im Pokal-Viertelfinale vergangene Woche: Potsdam setzte sich gegen Neukölln mit 10:7 durch. Laube: „Hoffentlich war das nicht nur ein positiver Ausrutscher. Die Mannschaft hat sich jetzt hoffentlich besser eingespielt, in dieser Form wäre der dritte Platz noch erreichbar.“ In den Playoffs spielen der Dritte und der Vierte gegeneinander, der Dritte genießt jedoch einen Heimvorteil.

Ziel bleibt eine Medaille

Die Aufholjagd soll am Samstag (19 Uhr, blu) gegen die White Sharks Hannover beginnen. „Dieses Spiel ist eine ganz wichtige Gabelung“, sagt Laube. Mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten könnte der OSC die Tabelle schon ein bisschen begradigen. „Wir haben in der Hauptrunde noch fünf Spiele – alle mit theoretischer Siegmöglichkeit“, sagt Laube. Bei einer Niederlage würde die Chance auf Rang drei allerdings auf ein Minimum sinken. Doch davon geht Laube nicht aus. An der Erwartungshaltung habe sich nichts geändert, eine Medaille bleibe das Ziel. „Wir wollen best of the rest sein.“ Soll heißen: Hinter den beiden Topteams herrsche ein ausgeglichener Wettbewerb. „Von Platz drei bis acht kann jeder jeden schlagen.“

Langer im Tor

Allerdings muss Potsdam weiterhin auf Torhüter Dragan Kolesko verzichten. Der Montenegriner war im Sommer an die Havel gekommen und hatte bis Weihnachten alle Spiele bestritten. Dann warf ihn jedoch eine Schulterverletzung aus der Bahn, die er in der Heimat auskuriert. „Wir hoffen, dass er bald zurückkommt“, sagt Laube. Solange hütet Marc Langer das Tor.

Der Kampf um Platz drei könnte sich möglicherweise erst am letzten Hauptrundenspieltag entscheiden. Am 18. März erwartet Potsdam den härtesten Rivalen und aktuellen Tabellendritten ASC Duisburg. Das Hinspiel im Schwimmstadion Wedau entschied die Tchigir-Truppe etwas überraschend mit 14:13 für sich. Die Mannschaft hat also bewiesen, dass sie das Potenzial für Rang drei hat.

Von Ronny Müller

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