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Potsdam Havelqueenachter gewinnt erstmals die Bundesliga
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20:30 09.09.2018
Jubel beim Havelqueen-Achter in Bad Waldsee.
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Potsdam

Ein Bus der fröhlichen Leute machte sich am Sonntag wieder auf den knapp 700 Kilometer langen Heimweg aus Bad Waldsee/Baden-Württemberg in Richtung Potsdam. Am Samstag erlebte der Havelqueen-Achter seine Krönung. Die Potsdam-Berlin-Kombination schaffte erstmals den Gesamtsieg in der Ruder-Bundesliga.

Vor dem fünften und letzten Renntag in Bad Waldsee auf der höchstgelegenen Regattastrecke Deutschlands (583 Meter ü NN.) lagen die Havelstädterinnen noch einen Punkt hinter Titelverteidiger Melitta-Achter Minden. Doch die Damen aus Nordrheinwestfalen schwächelten wie schon am vorletzten Renntag in Leipzig und wurden zum Abschluss nur Fünfte. Der Havelqueen-Achter aber schaffte erneut den Finaleinzug und hatte damit den Titel schon sicher. Im Endlauf um den Tagessieg setzte sich der Ruhr-Achter aus Essen gegen die Königinnen von der Havel knapp durch.

Spannendes Finale

„Wir waren im fünften Rennen des Tages doch schon ganz schön kaputt, zumal, einige aus unserem Team gesundheitlich angeschlagen waren“, meinte Kapitän Mandy Reppner. Die frühere Leistungssportlerin jubelte mit ihren Teamkolleginnen Gudrun Lennert, Wiebke Kaufhold, Sophie Röger, Allegra Lorenz, Jessica Fuhr, Johanna Heile, Louisa Neuland, Eileen Wallenhauer, Ella Cosack, Anna Härtl und Steuerfrau Lisa Hellmers. Zwölf Sportlerinnen konnten pro Renntag in den verschiedenen Achter-Rennen eingesetzt werden. Die 350 Meter lange Strecke auf dem Stadtsee des Kurortes erlebte ein spannendes Finale. Nach insgesamt vier zweiten und einem dritten Rang setzte sich der Havelqueen-Achter mit 39 Punkten vor Minden und Essen (je 37) durch. Bei den Männern holten die Hauptstadtsprinter aus Berlin den Renntag- und Gesamtsieg, quasi die Trainingspartner der Havelqueens, die sich meist in Spandau für die Trainingsfahrten trafen. Trainer beider Teams ist Thomas Schiefke.

Das konstanteste Team über die gesamte Saison

„Wir sind alle berufstätig oder studieren, rudern in der Freizeit. Damit haben sich die Fahrten zum Training mittwochs, freitags sowie am Wochenende nach Spandau gelohnt“, meint Mandy Reppner, die in Potsdam als Sozialpädagogin arbeitet. Seit fünf Jahren rudert der Havelqueen-Achter in der Bundesliga. „Wir haben zwar in dieser Saison keinen Einzelsieg geschafft, waren aber das konstanteste Team. Minden hatte zuletzt geschwächelt“, schätzt Mandy Reppner ein. Besonders schön sei in dieser Saison der Heimrenntag in Werder/Havel gewesen. „Dadurch hatten wir keine lange Anreise und viele Freunde sowie Sponsoren konnten uns an der Regattastrecke unterstützen.“ Zur abschließenden Siegerparty in Bad Waldsee wurde noch ein wenig das Tanzbein geschwungen und nach einer kurzen Nacht, ging es wieder heimwärts – mit dem Bundesliga-Pokal im Gepäck.

Von Peter Stein

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