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SC Potsdam Gegen Suhl soll der nächste Dreier her
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17:41 09.02.2018
Anne Hölzig (M.) ist im Angriff eine wichtige Alternative für Zuspielerin Denise Imoudu vom SC Potsdam. Quelle: Foto: Gerhard Pohl
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Potsdam

Gewichte stemmen, Sprünge und Rumpfbeugen, sogenannte Sit-ups, standen am Freitag Vormittag für Anne Hölzig und die Volleyballerinnen vom SC Potsdam auf dem Trainingsprogramm im Kraftraum der MBS-Arena. Das Team ließ schon mal die Muskeln spielen. Das Selbstvertrauen ist nach dem 3:1-Überraschungscoup am Mittwoch in Wiesbaden wieder da. Nun soll am Samstag (19 Uhr, MBS-Arena) gegen den VfB Suhl nachgelegt werden. Denn das Duell des Tabellenachten gegen den -neunten gilt als „Sechs-Punkte-Spiel“.

„Das ist für Suhl die letzte Chance, vielleicht doch noch den achten Platz und damit die Playoffs zu erreichen“, erwartet SC-Trainer Davide Carli einen äußerst kämpferisch eingestellten Gegner. Im Video-Studium haben sich die Brandenburgerinnen die Thüringerinnen angeschaut. „Unter dem neuen Trainer spielt Suhl viel schneller, das kann gefährlich werden“, sagt Anne Hölzig, die in Wiesbaden mit 18 Punkten ihr bestes Saisonspiel machte – wie das gesamte Team.

Selbstvertrauen aus dem Auftritt in Wiesbaden

„Dieses Spiel hat definitiv Selbstvertrauen gebracht“, betont die Außen-Annahme-Akteurin mit der Trikotnummer 10, die sowohl im Angriff als auch in der Annahme mit Top-Quoten überzeugen konnte. „Das war wirklich ein gutes Spiel, wo beide Seiten funktionierten“, erzählt die 20-Jährige. Immerhin musste sie 37 Bälle annehmen. Im Angriff holte sie aus 21 Versuchen immerhin 13 Punkte. Auch im Aufschlag gelangen ihr drei Direktpunkte. „Ja, in Wiesbaden haben wir von Anfang an mit dem Aufschlag viel Druck gemacht. So muss das sein. Das hatten wir uns zwar immer vorgenommen, aber an der Umsetzung scheiterte es meist“, gibt Anne Hölzig zu.

Kampf um Konstanz

Trainer Carli meint: „Wir wissen, dass Anne ein großes Talent ist. Aber sie ist erst 20 Jahre alt. Da passieren auch Fehler, fehlt die Konstanz. Wenn sie mal einen guten Tag erwischt, dann klappt das schon ganz gut.“ Den guten Tag habe es in Wiesbaden für alle gegeben, schiebt der Italiener nach. „Wir konnten dort frei aufspielen und haben diese Chance genutzt. Keiner hat nachgelassen. Das hat mir gefallen. Mir war klar, dass es einen Aufwärtstrend geben wird. Aber nun kommt Suhl. Jetzt muss der nächste Dreier her. Den müssen wir uns aber erst verdienen.“

Klausurstress als gute Ablenkung

Anne Hölzig spürt ob der besonderen Tabellenkonstellation keinen Extra-Druck. „Ich gehe ja immer in die Spiele mit dem Willen zu gewinnen. Natürlich wollen wir auch gegen Suhl siegen.“ Dabei hofft sie vielmehr, mit dem nächsten Erfolg noch dichter an Vilsbiburg heranrücken zu können. „Wir kämpfen noch um den siebten Platz“, sagt die Lehramtsstudentin an der Uni Potsdam, die in dieser und der nächsten Woche noch Prüfungsstress hat. In Mathe und Grundschulpädagogik hat sie ihre Klausuren bereits geschrieben. Das Studium sorgt für Abwechslung und hilft vielleicht dabei, sich auf dem Volleyballfeld nicht zu viele Gedanken zu machen. „Da sollte ich mir tatsächlich nicht immer so einen Kopf zerbrechen“, bestätigt Anne Hölzig, die mit dem Team gerade vor heimischem Publikum an die Wiesbaden-Leistung anknüpfen möchte.

SC Potsdam kämpft noch um Platz sieben

Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde steht der SC Potsdam mit 16 Punkten auf Platz acht.

Der heutige Gegner VfB Suhl liegt mit zwölf Zählern vier Punkte zurück auf Rang neun. Platz eins bis acht berechtigt zur Teilnahme am Playoff-Viertelfinale.

Das Hinspiel hat der SC Potsdam 3:1 in Suhl gewonnen.

Trainer Davide Carli hat aber auch Platz sieben noch längst nicht abgeschrieben. Dort rangiert derzeit Vilsbiburg mit 20 Punkten, hat also vier Punkte Vorsprung.

Potsdam empfängt am letzten Hauptrundenspieltag (10. März) Vilsbiburg. „Natürlich muss es unser Ziel sein, so viele Punkte wie möglich zu holen“, so Carli.

Von Peter Stein

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