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SC Potsdam Ljubica Kecman hat das Gefühl für den Ball
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17:50 02.12.2016
Ljubica Kecman (r.) schlägt die Bälle mit viel Gefühl. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Ljubica Kecman fühlt sich in Potsdam sehr wohl. Das Veilchen, so lässt sich ihr Vorname übersetzen, blüht regelrecht auf, wurde in den letzten beiden Spielen zur wertvollsten Akteurin beim SC gewählt, der am Samstag (19 Uhr, MBS-Arena) in der Volleyball-Bundesliga den Aufsteiger Schwarz-Weiß Erfurt empfängt. Die Außenangreiferin sagt: „Das liegt nicht nur an mir. Das Team ist in den letzten Wochen immer besser geworden, wir spielen besser zusammen.“Aber sie habe von Anfang an ein gutes Gefühl gehabt, als sie sich im Probetraining vorstellte. „Die Mannschaft passt von den Charakteren sehr gut zusammen. Da ist eine für die andere da. Diesen Zusammenhalt habe ich bisher nicht so kennengelernt“, erzählt die Serbin, die nächste Woche ihren 24. Geburtstag feiert.

Duelle mit Marta Drpa

Zum guten Mannschaftsklima trägt Ljubica Kecman wesentlich bei. Denn keine jubelt so emotional über eine gelungene Aktion wie sie. „Ich bin eine Frohnatur, das steckt bei mir so drin. Ich muss die Freude rauslassen“, gibt sie zu. Ljubica Kecman geht die Dinge möglichst positiv an, da ist das Glas eher halbvoll als halbleer. Deshalb findet sie es auch toll, dass sie endlich mit ihrer serbischen Landsfrau Marta Drpa (27) in einem Team und nicht mehr gegeneinander antreten kann. Denn beide entstammen der Volleyballschule von Roter Stern Belgrad – ein Klub, der vor allem durch seine Fußballer und Basketballer international von sich reden machte.

Karrierestart mit acht Jahren

Ljubica Kecman kam mit acht Jahren durch ihre ältere Schwester Milica zum Volleyball, nachdem sie sich zuvor im Eiskunstlaufen versucht hatte. „Aber das war meinen Eltern zu gefährlich, so bin ich beim Volleyball geblieben.“ Mit 18 Jahren stieg sie in die erste Mannschaft von Roter Stern auf und gewann die Meisterschaft, auch in der Nationalmannschaft Serbiens wurde sie eingesetzt. Letzte Saison spielte sie bei Tirgu Mures in Rumänien und duellierte sich dort wieder mit Marta Drpa (Targoviste) wie zuvor bei den Partien Belgrad gegen Subotica (Drpa). Beide Spielerinnen kamen über denselben Manager nach Potsdam.

Mit ihren 1,80 Meter ist Ljubica Kecmann zwar kein Riese, aber sie macht dieses Defizit durch eine gute Annahme und eine tolle Schlagtechnik wieder wett. „Das habe ich seit der Kindheit gelernt, ich habe ein gutes Ballgefühl in der Hand“, beschreibt sie die besondere Gabe. Oft schlenzt sie die Bälle mit Effet um den gegnerischen Block, hat außerdem ein gutes Auge für die Lücke.

Die große Kulisse als Motivation

Der größte Unterschied zu Serbien und Rumänien sei in der Bundesliga die Zuschauer-Kulisse. „Vor so vielen Fans wie in Potsdam habe ich noch in keinem Verein gespielt. Das ist toll für mich, weil mich das noch mehr pusht“, sagt die Spielerin mit der Nummer 15. Auch ihre Eltern Milanko und Milina haben sie schon in Potsdam besucht. „Ich fühle mich sehr wohl in der Stadt, in den Cafés ist es sehr angenehm und ruhig, ideal zum Entspannen“, findet Ljubica Kecman, die einzig ihren Husky Noah vermisst. Immerhin hat WG-Mitbewohnerin und Mitspielern Ivona Svobodnikova einen kleinen Hund, den sie dann auch mal streicheln könne.

Von Peter Stein

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