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SC Potsdam Mit doppeltem Libero zum Erfolg
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18:48 13.02.2018
Wechsel auf der Libero-Position: Sophie Dreblow geht vom Feld, Ljubica Kecman kommt. Quelle: Foto: Julius Frick
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Potsdam

Bei den Volleyballerinnen des SC Potsdam ist die Spielfreude zurückgekehrt. Bange machen gilt nicht, heißt daher auch das Motto vor dem nächsten Bundesliga-Duell am Sonntag (14.30 Uhr) beim derzeitigen Spitzenreiter MTV Stuttgart. Bliebe es bei dem derzeitigen Tabellenstand am Ende der Hauptrunde, dann wäre das auch der Viertelfinalgegner für den Liga-Achten aus Brandenburg.

Doch noch stehen vier Spieltage aus und der SC Potsdam will weiter um Platz sieben kämpfen. „Daher rechnen wir uns auch in Stuttgart etwas aus, wenn wir ein gutes Spiel machen“, sagt Trainer Davide Carli, der den jüngsten Aufschwung mit den Siegen gegen Wiesbaden und Suhl unter anderem an der Veränderung auf der Libero-Position ausmacht. „Die Idee war, Sophie Dreblow zu entlasten. Da ist Ljubica Kecman in der Annahme eine Alternative, weil sie ihre Stärken beim Baggern hat. Das hat zuletzt ganz gut funktioniert. Ob das so bleibt, kann ich jetzt noch nicht sagen“, wollte der Italiener keine Garantien für die nächsten Spiele aussprechen.

Den Start nicht so schwer vorgestellt

Für die erst 19 Jahre alte Sophie Dreblow war die Entscheidung auf jeden Fall ein Gewinn. „Ich hätte vorher nicht gedacht, dass die Belastung so groß wird. Die Gegner hatten sich zu Beginn der Saison auf mich eingeschossen, ich wurde geradezu bombardiert. Ich kann ihnen das nicht verübeln. Wir machen das ja genauso und schauen nach den Schwachstellen. Ich war halt die schwächste Person auf dem Feld“, schätzt sie selbstkritisch ein. In der Vorsaison war sie noch die Nummer zwei auf der Libero-Position hinter Kapitän Lisa Rühl, die im Sommer ihre Karriere beendete. Plötzlich stand Sophie Dreblow in der Startformation. „Ich war auf diesen Schritt doch nicht so gut vorbereitet, wie ich dachte. Aber inzwischen konnten wir mit viel Techniktraining gegensteuern. Außerdem habe ich mich in die Aufgabe reingefuchst.“

Ljubica Kecman nimmt die neue Rolle an

Die einstige Nachwuchsauswahlspielerin, die derzeit ein Praktikum bei der Landespolizei absolviert und dort auf eine Aufnahme in die Sportfördergruppe hofft, gibt zu: „Anfangs war ich viel zu aufgeregt. Ich wollte zu viel. Jetzt habe ich besser gelernt, dass es vor allem erst einmal darum geht, den Ball im Spiel zu halten.“ Entscheidend habe sich auch die Kommunikation im Team verbessert. Mit Ljubica Kecman verstehe sie sich gut. Da helfe nicht nur die gegenseitige Aufmunterung beim ständigen Wechsel. Wenn der Gegner aufschlägt, kommt die Serbin für die Annahme auf das Feld. Wenn die Potsdamerinnen das Aufschlagsrecht haben, übernimmt Sophie Dreblow die Abwehraufgabe. „Ljubica Kecman entlastet mich dadurch. Andererseits habe ich nicht so viele Ballkontakte und es ist schwieriger, immer wieder reinzukommen.“

Hoffnung auf ein gutes Spiel in Stuttgart

Coach Carli weiß, dass dies nicht der Volleyball-Weisheit letzter Schluss ist. „Aber im Moment ist das die beste Lösung für uns“, sagt der 34-Jährige. „Ich bin froh, dass es so klappt. Ljubica Kecman hat sich mit dieser Rolle identifiziert, obwohl sie mir nun im Außenangriff fehlt. Aber sie hilft damit Sophie Dreblow. Wir wollen ja versuchen, dass sie sich weiter entwickelt. Der ständige Wechsel birgt auch Risiken.“

Sophie Dreblow bleibt zuversichtlich: „Am Ende entscheidet der Trainer, wie wir spielen. Ich gebe mein Bestes. Es kommt aber darauf an, wie wir als Mannschaft funktionieren.“ Und auf das bevorstehende Duell beim Liga-Ersten Stuttgart angesprochen, antwortet die Spielerin mit der Nummer 11, die als Libero bei Heimspielen in der Regel wie Ljubica Kecman mit dem blauen Sondertrikot im Gegensatz zum roten Dress der anderen Mitspielerinnen aufläuft, kess: „Es gibt immer eine Chance, wenn wir einen guten Tag erwischen.“

Von Peter Stein

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