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SC Potsdam Petershofen will noch höher hinaus
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02:24 22.02.2018
Friedelinde Petershofen will ihren Hausrekord von 4,51 Meter am Wochenende noch einmal steigern. Quelle: Foto: Gerhard Pohl
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Potsdam

Nach dem dritten Platz bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund ist die Saison unter dem Dach für Stabhochspringerin Friedelinde Petershofen vom SC Potsdam noch nicht beendet. Am Freitag startet sie beim Stabhochsprung-Meeting in Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen) und am Sonntag beim Leichtathletik-Meeting im schottischen Glasgow.

Denn nach ihrem 4,41-Meter-Sprung auf das Bronze-Podest hat sie erkannt: „Da ist noch mehr drin.“ Mit dem Auftritt bei den Hallen-Meisterschaften war die 22-Jährige nur bedingt zufrieden. „Der Wettkampf lief nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Beim Wechsel vom weicheren auf den härteren Stab hatte ich Probleme. Das hat nicht so gut funktioniert. Das Problem ist ja, dass man im Training die härteren Stäbe kaum in die Hand nimmt. Erst im Wettkampf kommt man in die größeren Höhen.“

Die Krux mit den härteren Stäben

Leider litt der geplante Höhenflug an zu vielen Fehlversuchen. „Ich hatte 4,31 Meter und 4,41 Meter erst im dritten Versuch geschafft. Da war irgendwie meine Nervenstärke weg, als es an die 4,51 Meter ging“, berichtet die Lehramtsstudentin für Sport und Biologie an der Uni Potsdam. „Ich bin gut in Form und daher sicher, dass ich auch Höhen von 4,60 Meter springen kann.“

Trainer Stefan Ritter spricht ihr Mut zu: „Ihre physischen Werte lassen diese Höhen zu. Jetzt muss sie das nur umsetzen. Sie muss aber auch locker bleiben, darf nichts erzwingen. In Dortmund gab es zuviel Kampf und Krampf. Das funktioniert dann nicht, weil sich technische Fehler einschleichen.“

In Bad Oeynhausen und Glasgow am Start

Von Vorteil ist es auf jeden Fall, dass Friedelinde Petershofen am Freitag auf ihrer Heimanlage springt. Denn die Veranstaltung in Bad Oeynhausen wird vom SC Potsdam ausgerichtet, der dort ebenfalls in einem Einkaufszentrum dieselbe Anlage wie im Stern-Center aufbaut. In Potsdam war Friedelinde Petershofen im Januar mit 4,51 Meter persönlichen Rekord gesprungen. „Die Anlage liegt ihr“, bestätigt Ritter. Auch ihre Eltern aus Oldenburg werden wieder unter den Zuschauern sein und die ehemalige Turnerin anfeuern. Und ihre Lieblingsmusik lässt sie für die 15 Schritte Anlauf sowieso wieder auflegen. „Da komme ich mit viel Power in die richtige Wettkampfstimmung“, hat Friedelinde Petershofen keine Sorge, noch einmal wie in Dortmund ein wenig neben der Spur zu liegen. Außerdem sei DM-Bronze doch auch nicht schlecht und eine Bestätigung für den dritten Platz bei den Freiluft-Meisterschaften 2017 in Erfurt.

Den Start in Glasgow am Sonntag vermittelte übrigens ihr britischer Manager Dave Scott, mit dem die Potsdamerin seit diesem Jahr zusammenarbeitet. Die Hallen-Saison soll ohnehin nur eine Durchgangsstation für den Sommer sein. Das große Ziel sind die Leichtathletik-Europameisterschaften im August in Berlin.

Von Peter Stein

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