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SC Potsdam SC Potsdam siegt gegen Hamburg
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21:36 18.01.2015
Nikola Radasova, links im Bild, steuerte 14 Punkte zum Sieg bei. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Freude überstrahlte die Erschöpfung. Beim Auslaufen und Dehnen wich die Anspannung aus dem Gesicht von Nikola Radosova. Immer mehr machte sich ein Lächeln breit. Die Slowakin vom Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam hat am Sonntagnachmittag beim 3:1 (25:19, 25:13, 20:25, 25:18)-Erfolg gegen Aurubis Hamburg ihren Aufwärtstrend bestätigt.

Inklusive Matchball gingen 14 Punkte auf das Konto der 22-Jährigen. Und sie riss den Großteil der 835 Zuschauer in der MBS-Arena mit, als sie einen Ball „vom Parkplatz“ spielte. Nach einer verpatzten Abwehr rettete Radosova den Ball weit hinter der Grundlinie und rutschte dabei beinahe in eine Werbebande. Potsdam gewann diesen spektakulären Ballwechsel. „Das hat natürlich Spaß gemacht“, freute sich Radosova, die nach Michala Kvapilova (21) die meisten Punkte sammelte. Zuletzt war die Außenangreiferin noch ihrer Normalform hinterhergelaufen, nachdem sie in der vergangenen Saison einen Kreuzband riss erlitten hatte. „Man darf nicht vergessen, dass sie aus einer langen Verletzung kommt“, bat Trainer Alberto Salomoni um Nachsicht. Umso mehr freute sich der Italiener über die steigende Form bei seinem Schützling: „Niki hat in den letzten beiden Spielen bewiesen, was sie kann.“

Nikola Radosova Quelle: MAZ

Das muss sie auch, denn durch den verletzungsbedingten Ausfall von Jessica Rivero lastet auf Radosovas Schultern mehr Verantwortung. „Manche Bewegungen waren noch ein bisschen unkoordiniert. Aber es wird immer besser“, erzählte die 1,86 Meter große Spielerin, die mit dem SCP am Sonntag zunächst zwei souveräne Sätze aufs Parkett legte. Den zweiten Durchgang gewann der Gastgeber sogar mit 25:13 – deutlicher hat Potsdam in dieser Saison noch nicht triumphiert. So hatte Salomoni keinen Grund zum Wechseln und konnte Bernarda Cutuk, die nach einer Muskelverletzung ins Team zurückkehrte, noch schonen. Im dritten Satz schlichen sich aber wieder Nachlässigkeiten ins Spiel der Potsdamerinnen. „Plötzlich haben wir zu viele Fehler gemacht. Das passiert uns oft“, ärgerte sich Radosova. Und Salomoni erklärte: „Weil die ersten beiden Sätze so souverän waren, hat die Konzentration nachgelassen. Im vierten Satz hat die Mannschaft dann aber wieder einen Gang zugelegt.“ Lohn war der 3:1-Sieg nach 104 Minuten. „Die drei Siege in Folge sind eine gute Motivation für die kommenden Spiele“, sagte Nikola Radosova.

3:1-Sieg nach 104 Minuten: Die Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam haben am Sonntagnachmittag mit 25:19, 25:13, 20:25 und 25:18 gegen Aurubis Hamburg überzeugt.

Auch Coach Salomoni freute sich über „neun Punkte nach drei Pflichtsiegen“. Nach sechs Partien in 20 Tagen werde diese Woche dem Team guttun. Erst am Samstag reist Potsdam nach Schwerin. „Jetzt kommen schwere Gegner auf uns zu, aber wir müssen weiter punkten“, sagte Salomoni. Seine Hochrechnung für den Tabellenfünften: „Man braucht ungefähr 35 Punkte, um die direkte Playoff-Teilnahme zu erreichen.“ Das bedeutet mindestens acht Zähler aus den sechs ausstehenden Partien der Vorrunde. „Aber wir haben unseren Rhythmus wiedergefunden“, meinte Salomoni. Nikola Radosova hat daran ihren Anteil.

Von Ronny Müller

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