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21:56 31.01.2018
Ljubica Kecman (l.) ging erstmals für den SC Potsdam als Libera auf die Platte. Quelle: Gerhard Pohl
Potsdam

Davide Carli sorgte für eine Überraschung. Der Trainer des Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam beorderte am Mittwochabend gegen den SSC Palmberg Schwerin Ljubica Kecman als Libera auf die Platte in der MBS-Arena. Die Serbin, die normalerweise auf Annahme/Außen spielt, bot einen guten Auftritt. „Wir haben sie die ganze Woche darauf vorbereitet, sie hat es ordentlich gemacht“, sagte Carli. Dennoch unterlag Potsdam den klar favorisierten Schwerinerinnen mit 0:3 (17:25, 16:25, 22:25).

Natalie Wilczek in der Startformation

Die Stamm-Libera Sophie Dreblow hatte eine Pause bekommen, soll ihre Position aber womöglich schon im nächsten Spiel wieder einnehmen. Außerdem stand die 17-jährige Mittelblockerin Natalie Wilczek statt Lisa Gründing erst zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startformation.

1248 Zuschauer verfolgten das Spiel des Tabellenachten gegen den Dritten. Wegen des Zusammenstoßes einer Straßenbahn mit einem Bus war es in Potsdam zu Ausfällen im Tramverkehr gekommen, so dass einige Fans erst im Laufe des ersten Satzes eintrafen.

Starke Schwerinerinnen

Sie sahen eine Gast-Mannschaft, die voll fokussiert wirkte und keine Ermüdungserscheinungen zeigte. Für das Team von Trainer Felix Koslowski, das auch im CEV-Pokal antritt, war es immerhin bereits das dritte Match innerhalb von sieben Tagen. Doch Koslowski hat einen breiten Kader und konnte ohne Qualitätsverlust wechseln.

Klare Leistungssteigerung

So konnte bei den Potsdamerinnen gar keine Hoffnung auf eine Überraschung aufkeimen. „Schwerin war äußerst stark“, bilanzierte SCP-Coach Davide Carli. Die einstige Potsdamerin Kathy Radzuweit analysierte für den übertragenden TV-Sender Sport 1: „Die ersten beiden Sätze waren deutlich, da hat Potsdam die Konsequenz gefehlt.“ Erst im dritten Durchgang bestand Hoffnung auf einen Teilerfolg. Potsdam ging zunächst in Führung, hielt lange gut mit und konnte den ersten Matchball noch abwehren. Doch mit einem Angabefehler von Marta Drpa war das Match nach 78 Minuten Spielzeit entschieden. „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht“, haderte Carli. Dennoch machte der Italiener keinen betrübten Eindruck: „Ich bin zwar traurig, dass wir keinen Satz gewonnen haben. Aber ich bin mit der Leistung ganz zufrieden.“ Seine Truppe zeigte unübersehbar eine Steigerung gegenüber den ersten Partien in diesem Jahr.

Dieser Trend soll sich auch in der kommenden Woche fortsetzen, wenn Potsdam am Mittwoch in Wiesbaden antritt, um Playoff-Platz acht zu verteidigen. Vorentscheidenden Charakter hat die Heimpartei am 10. Februar gegen den Verfolger Suhl. Schwerin schloss mit 36 Zählern zu den beiden Spitzenteams Dresden (38) und Stuttgart (37) auf.

Von Ronny Müller und Gerhard Pohl

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