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SC Potsdam Staffel will auf das Podest sprinten
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23:12 26.02.2018
Dominik Wache, Jean Paul Bredau, Max Löschke und Julius Hack (v.l.) treten über viermal 200 Meter für den SC Potsdam an. Quelle: Foto: Peter Stein
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Potsdam

„Wir gehen auf Nummer sicher. Die Wechsel müssen klappen“, sagt Trainer Frank Möller. Er hat als einstiger 400-Meter-Läufer selbst genug Staffel-Dramen mit Stabverlusten miterlebt, aber auch Erfolge gefeiert. Wenn an diesem Wochenende in Halle/Saale die Deutschen Hallen-Meisterschaften der U20-Leichtathleten ausgetragen werden, dann schickt er über viermal 200 Meter ein aussichtsreiches Team vom SC Potsdam ins Rennen. „Die Jungs können um eine Medaille mitlaufen“, ist der Coach überzeugt.

Hiobsbotschaft zu Wochenbeginn

Allerdings gab es zu Wochenbeginn eine Hiobsbotschaft. Ausgerechnet Top-Läufer Justus Ringel meldete sich mit einem grippalen Infekt krank. „Da müssen wir abwarten, ob er bis zum Wochenende wieder einsatzfähig wird“, sagt Möller, der aber Ersatz dabei hat. Doch Ringels Ausfall wäre ein großer Verlust. Der 19-Jährige hatte sich im Vorjahr überraschend für die deutsche 400-Meter-Staffel bei der U20-EM qualifiziert. Aktuell liegt er mit 48,86 Sekunden auf Rang zwei der deutschen Jahresbestenliste in der U20 über 400 Meter, dahinter folgt sein Vereins- und Trainingspartner Jean Paul Bredau mit 48,97 Sekunden. Der Schwarzschopf sagt: „Die Zeit bin ich vor mehr als einem Monat bei den Landesmeisterschaften gelaufen. Eine 47er Zeit sollte jetzt drin sein.“ Der 18-Jährige wird in Halle auch im Einzel über 400 Meter antreten und will dort auf jeden Fall um einen Finalplatz kämpfen.

Bredau kam erst vor gut einem Jahr zur Leichtathletik

Bredau kam erst vor gut einem Jahr zur Leichtathletik. Der Spätstarter sieht noch großes Potenzial. Gemeinsam mit Ringel besucht er die 12. Klasse der Sportschule und hat nun ausreichend Zeit für das Training. In den letzten Wochen wurden natürlich immer wieder die Wechsel geübt. „Die Staffel ist schon etwas Besonderes“, erzählt er. „Wir trainieren ja täglich zusammen. Wenn wir jetzt gemeinsam bei einer Meisterschaft antreten können, dann spornt das zusätzlich an. Man kämpft ja für die anderen mit.“

Dominik Wache ergänzt: „Aber dann müssen die Wechsel auch klappen, wenn es darauf ankommt.“ Der 17-Jährige, der aus Jüterbog stammt, kommt von der 100-Meter-Distanz und wird daher die Startposition in der Staffel übernehmen. Denn er geht als einziger aus dem Tiefstart ins Rennen über die 200 Meter lange Hallen-Runde. 2016 war er in seiner Altersklasse schon einmal deutscher Meister über 100 Meter. „Ich kann noch in der Bahn laufen. Darüber bin ich froh. Denn für die anderen wird es dann ein ganz schönes Gerangel auf der engen Hallen-Bahn geben. Da müssen sie höllisch aufpassen“, weiß der Sportschüler der 11. Klasse, der außerdem noch im Einzel über 200 Meter antreten wird.

Wechsel mit Sichtkontakt

Max Löschke ist erst 16 Jahre alt. Er stammt aus Delitzsch in Sachsen, kam in der 7. Klasse auf die Sportschule nach Potsdam, „weil ich hier die bessere Perspektive sah“. Im Vorjahr wurde er Dritter bei den Deutschen U16-Meisterschaften über 300 Meter. „Wir haben eine starke Trainingsgruppe“, meint Löschke. „Wir können uns gegenseitig pushen. Und das Training in der Gruppe macht auch Spaß.“

Sollte Ringel nicht rechtzeitig fit werden, wird Julius Hack für ihn einspringen. Der erst 15-jährige Hack fühlt sich bereit: „Ich habe ja immer mit den anderen trainiert. Bin also vorbereitet. Wenn die Wechsel funktionieren, werden wir läuferisch unser Bestes geben.“

Möller macht seinen Schützlingen klar: „Die Wechselzone beträgt nur 20 Meter. Beim Wechsel soll sich der Läufer, der den Stab annimmt, umdrehen, damit er Sichtkontakt hat. Denn es werde bei den Wechseln ein ziemliches Gerangel geben. Da muss man konzentriert sein.“

Von Peter Stein

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