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SC Potsdam Manager Rieger: „Dresden liegt uns einfach“
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18:20 13.03.2018
Anne Hölzig (r.) hat sich zur Stammspielerin beim SC Potsdam gemausert. Quelle: foto: Gerhard Pohl
Potsdam

Zum sechsten Mal in Folge stehen die Volleyballerinnen des SC Potsdam im Playoff-Viertelfinale. Die Serie „Best of Three“ startet am Samstag (17.30 Uhr) beim Dresdner SC. Potsdams Manager Toni Rieger zieht im Interview ein erstes Fazit, spricht über Trainer Davide Carli und die Chancen gegen Dresden.

Toni Rieger, Manager SC Potsdam Quelle: Peter Stein

Der Dresdner SC war vorab immer der Wunschgegner. Doch die Sächsinnen sind Tabellenzweiter und Pokalsieger. Hat Potsdam überhaupt eine Chance?

Toni Rieger: Auf jeden Fall. Wenn wir unser System spielen, jede Spielerin fokussiert ist und vor allem den Glauben daran hat, dass wir gewinnen können. Dresden liegt uns einfach. Da gibt es mit Diagonalangreiferin Piia Korhonen und Zuspielerin Mareen Apitz zwei Schlüsselpositionen, die das Spiel maßgeblich beeinflussen. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Außerdem wird es einen Fan-Bus nach Dresden geben.

Zum Saisonauftakt hatte Potsdam die Dresdnerinnen 3:2 geschlagen. Danach lief es lange Zeit nicht mehr so gut. Hat der frühe Erfolg geblendet?

Ich habe damals gleich gesagt: Vorsicht, das war erst das erste Spiel. Als wir dann im dritten Spiel zu Hause 1:3 gegen Münster verloren hatten, bin ich in die Kabine gegangen und habe der Mannschaft eine Ansage gemacht: So geht es nicht! Leider hat sich der negative Trend fortgesetzt. Deshalb haben wir Anfang Dezember reagiert, uns von der Athletiktrainerin getrennt. Wenn es von der Athletik nicht stimmt, ist man auch im Kopf nicht stark genug. Dazu kam, dass unser Spielsystem nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Die Abgänge von Libero Lisa Rühl und Außenangreiferin Rosi Acosta konnten mit den sehr jungen Spielerinnen Sophie Dreblow und Natasa Cikiriz nicht kompensiert werden.

Das war uns schon vorher klar. Aber wir wollten auf die jungen Spielerinnen setzen. Sie müssen ihre Erfahrungen machen. Das geht nicht von heut auf morgen.

Fehlte Lisa Rühl auch als Kapitän?

Ich denke, Ivona Svobodnikova macht ihre Sache gut. Sie nimmt die Mädels schon mal zusammen und sagt, was Sache ist. Sie hat eben eine andere Art. Stefan Effenberg war beim FC Bayern auch ein anderer Kapitän als Philipp Lahm.

Seit dem 31. Januar wird Ljubica Kecman ebenso als Libero eingesetzt. Warum?

Ich denke, der Trainer hat da für den Moment eine gute Lösung gefunden. Beide wechseln sich jetzt ab. Wir hätten auch zwei neue Spielerinnen holen können. Das hätte aber viel Geld gekostet.

Obwohl der Erfolg nicht so da war wie im letzten Jahr wurde der Vertrag mit Trainer Davide Carli bis 2020 verlängert. Warum?

Es zeichnet den Trainer aus, dass er sich ständig Gedanken macht, wie er das Spiel verbessern kann. Die Spielerinnen, die da sind, will er weiterbringen. Mit „Charly“ kann man immer offen diskutieren, auch kontrovers. Wir sind täglich im Austausch. Wir bewerten seine Arbeit nicht nur an den Spielergebnissen. Er ist noch ein junger Cheftrainer, hat sich aber weiterentwickelt. Deshalb wollen wir weiter mit ihm arbeiten.

Wie wichtig war der Sprung auf Platz sieben am letzten Spieltag der Hauptrunde?

Sehr wichtig für das Selbstvertrauen. Außerdem sparen wir 3500 Euro dadurch, dass wir nicht bis nach Stuttgart und einen Tag eher anreisen müssen. Aber wir müssen auch klar sagen, der fünfte oder sechste Platz wäre auch drin gewesen. Da haben wir einfach im Verlaufe der Saison zu viele schlechte Spiele gezeigt. Die Konstanz hat gefehlt. Mit dem Sieg in Wiesbaden kam die Hoffnung jedoch noch rechtzeitig zurück, die Saison positiv zu Ende bringen zu können. Daran arbeiten wir jetzt. Wir haben immer gesagt: In den Playoffs wollen wir die beste Form haben. Nach dem Sieg gegen Vilsbiburg gehe ich davon aus, jede Spielerin ist nun bereit, ihr Bestes zu geben.

Bei welchen Spielerinnen sehen Sie die größte Entwicklung?

Da nenne ich Anne Hölzig zuerst. Sie hat es gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Auch Sophie Dreblow ist gegenüber dem Saisonstart sicherer, die Abstimmung besser geworden. Ich bin überzeugt davon, dass sie die Fußstapfen, die Lisa Rühl hinterlassen hat, einmal ausfüllen kann. Ich freue mich auch für Natalie Wilczek. Sie ist gerade erst 18 geworden. Dass sie gegen Vilsbiburg mal den Matchball macht, hätte sie sich doch vor der Saison nie träumen lassen. Ich weiß noch, wie Trainer Carli im August, September mit ihr ständig die Aufschläge geübt hat. Aber der Sprung von der 3. in die 1. Liga ist riesengroß, das wäre im Fußball ein Sprung von der Landesklasse in die Bundesliga.

Von Peter Stein

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