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19:11 16.12.2018
Die Ex-Potsdamerin Nikola Radosova (r., Dresdner SC) bereitete dem Potsdamer Block Probleme. Quelle: Foto: DSC/Dirk Michen
Dresden

Der Akku war ganz schnell leer. Drei Tage nach dem kräftezehrenden Fünfsatz-Krimi im Pokal-Halbfinale gegen den Schweriner SC (2:3) mussten sich die Volleyballerinnen des SC Potsdam am Samstagabend beim Bundesliga-Zweiten Dresdner SC glatt mit 0:3 (19:25, 13:25, 17:25) geschlagen geben.

„Knackpunkt war bereits der erste Satz“, sagte Potsdams Sportdirektor Toni Rieger. „Bis zum 11:12 waren wir dran, dann holte Dresden drei Punkte in Folge, gab es auch wieder merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen gegen uns. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Die drei Tage waren zu wenig, um sich vor allem mental von dem Schwerin-Spiel zu erholen. Vom Kopf her waren wir einfach noch nicht wieder bereit, einen großen Kampf zu liefern. Dresden ist nicht irgendwer in der Liga, sondern ein Spitzenteam. Sie hatten diesmal unter der Woche kein Spiel, wirkten frischer und haben das gut gemacht. Sie haben jeden Ball noch vor dem Aufschlag auf dem Boden weggekratzt.“

Knackpunkt schon im ersten Satz

Potsdams neuer Trainer Guillermo Naranjo Hernandez begann wie gewohnt mit Marta Drpa, Lexi Dannemiller, Anne Hölzig, Silvana Chausheva, Nia Grant, Sandra Szaboova und Libera Aleksandra Jegdic. Vom 12:11 war Dresden über 15:11 auf 20:14 enteilt, da halfen auch die Auszeiten nicht mehr. „Wir waren immer einen Schritt zu spät“, monierte Rieger. Die Gastgeberinnen hingegen nutzten vor 2650 Zuschauern in der Margon-Arena ihren Lauf. Ein Aufschlag ins Netz von Antonia Stautz beendete den ersten Satz.

Ex-Potsdamerin Radosova stark für Dresden

Auch in Durchgang zwei und drei dominierte der DSC von Anbeginn. Daran änderte die Einwechslung von Eva Hodanova, die vorige Saison noch in Dresden gespielt hatte, für Silvana Chausheva nichts mehr. Die Gäste waren kein ebenbürtiger Gegner und bekamen vor allem die Spanierin Maria Segura Palleres und die Slowakin Nikola Radosova nie in den Griff. Letztere hatte von 2013 bis 2015 in Potsdam gespielt. Nun ist die slowakische Nationalspielerin in die Bundesliga zurückgekehrt. Sie war auch in Potsdam im Gespräch, hatte sich dann aber für Dresden entschieden. Zwölf Punkte – der letzte war der Matchball nach 70 Minuten – steuerte sie zum Sieg gegen ihren Ex-Verein bei. Zur besten Spielerin wurde aber von Naranja Hernandez dessen spanische Landsfrau Maria Segura Palleres gewählt, die auf 14 Punkte kam. Punktbeste Potsdamerin war einmal mehr Marta Drpa mit 15 Zählern.

Dresden in den Grundelementen überragend

„Wir haben von Anfang an keine Zweifel daran aufkommen lassen, dass wir hier heute gewinnen wollen. Am Ende haben wir es konzentriert zu Ende gespielt und uns in allen Elementen sehr stabil gezeigt. In den Grundelementen waren wir überragend“, resümierte ein sehr zufriedener DSC-Coach Alexander Waibl.

Für die Potsdamerinnen, die weiter Tabellenvierter bleiben, geht es nun darum, möglichst schnell aus dem „mentalen Loch“ (O-Ton Rieger) zu kommen. Denn am Samstag gastiert Spitzenreiter Schwerin erneut in die MBS-Arena.

Von Peter Stein

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