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SC Potsdam Zweite Überraschung bleibt aus
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20:36 25.03.2018
Diagonalangreiferin Marta Drpa (M.) ragte mit 27 Punkten beim SC Potsdam erneut heraus. Quelle: foto: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die zweite Überraschung blieb aus. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam konnten nach dem 3:2-Sieg in Spiel eins am Sonntag im zweiten Viertelfinalmatch der Bundesliga gegen den Dresdener SC lange mithalten, unterlagen aber letztlich 1:3 (19:25, 24:26, 25:20, 15:25). Damit kommt es nun am Mittwoch (19 Uhr) in Dresden zum alles entscheidenden Duell um den Halbfinaleinzug.

1978 Zuschauer sorgten für den zweitbesten Besuch in der Vereinsgeschichte in der MBS-Arena, darunter auch ein lautstarker Fan-Block der Gäste. Deshalb galt der erste Dank nach dem möglicherweise letzten Heimspiel der Saison von Trainer Davide Carli dem Publikum. „Die Stimmung war großartig“, lobte der Italiener. „Wir haben lange mitgehalten. Aber in jedem Satz hatten wir Phasen, wo wir einfach zu leichtfertig Punkte abgegeben und ein paar Fehler zu viel gemacht haben. Da kannst du gegen so ein Spitzenteam nicht gewinnen. Dresden hat das clever runtergespielt und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

Marta Drpa ragt mit 27 Punkten wieder heraus

Dresdens Coach Alexander Waibl war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Er bemerkte aber auch: „Potsdam hat wie immer kämpferisch alles gegeben. Das war ein spannendes Spiel. Jetzt freuen wir uns auf Mittwoch.“

Die Enttäuschung bei den Gastgeberinnen war kurz nach Spielschluss natürlich groß. Aber es gab für den klaren Außenseiter keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Das Normale war eingetreten. Der Pokalsieger und Hauptrundenzweite hatte sich gegen den -siebten dank seines ausgeglichenen Kaders durchgesetzt. Bei den Potsdamerinnen waren ein SC Drpa und der Kampfgeist allein letztlich zu wenig. Diagonalangreiferin Marta Drpa ragte einmal mehr mit 27 Punkten heraus und hielt auch dank ihrer Spielintelligenz das Duell lange offen. Speziell von den Außenangreiferinnen Antonia Stautz und Anne Hölzig kam diesmal zu wenig Durchschlagskraft.

Von Anbeginn gegengehalten

ie Potsdamerinnen zeigten von Anbeginn, dass sie gewillt waren, dem Favoriten Paroli zu bieten. Bis zum 17:16 im ersten Satz lief fast alles nach Plan. Dann folgte eine erste jener Schwächephasen, in denen zu leichte Fehler unterliefen. Eine Klasse-Mannschaft wie Dresden nutzt das eben resolut und drehte den Satz zum 22:17 mit sechs Punkten in Folge. Im zweiten Satz enteilte Potsdam auch dank starker Aufschläge von Lisa Gründing und Antonia Stautz schnell auf 8:3. Beim 14:14 war der Vorsprung erneut zu schnell dahin. Als Carli beim 19:22 seine zweite Auszeit nahm, war das noch mal eine Initialzündung. Sein Team glich zum 22:22 aus, konnte auch den ersten Satzball abwehren, um sich dann doch nach einem Annahmefehler 24:26 geschlagen zu geben.

SC Potsdam kommt noch mal zurück

Aber die Damen um Kapitän Ivona Svobodnikova gaben nicht auf. Wieder enteilten sie auf 5:0 und gaben den Vorsprung bis zum 13:12 erneut zu leichtfertig aus der Hand. Aber sie behielten die Führung und Marta Drpa – wer sonst – machte den Punkt zum 25:20. Im vierten Satz blieben die Gastgeberinnen bis zum 11:12 dran, dann verpuffte die Angriffskraft. Mittelblockerin Ivona Svobodnikova machte aus ihrem Frust kein Hehl: „Wir haben nicht gut gespielt. Dresden war besser. Aber wir werden am Mittwoch noch mal alles geben.“

Trainer Carli sagte mit Blick auf das Alles-oder-Nichts-Match: „Das wird ungleich schwerer für uns.“

Von Peter Stein

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