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SC Potsdam Sandra Szaboova nimmt Bundesliga als Herausforderung
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18:13 05.02.2019
Die 22 Jahre alte Slowakin Sandra Szaboova (l.) spielt beim SC Potsdam im Mittelblock. Quelle: foto: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Sandra Szaboova ist wieder gesund, die Erkältung auskuriert. Sie trainiert wie gewohnt mit dem SC Potsdam und bereitet sich auf das Bundesliga-Spiel am Sonnabend (19 Uhr, MBS-Arena) gegen Schwarz-Weiß Erfurt vor. Obwohl die Thüringerinnen mit lediglich sieben Punkten als Elfte auf dem einzigen Abstiegsplatz stehen, sagt Sandra Szaboova: „In der Bundesliga gibt es keine leichten Gegner. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Manchmal ist es sogar schwieriger, gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte zu gewinnen.“

Auch Trainer Guillermo Naranjo Hernandez weiß: „Wir dürfen keinen Rivalen unterschätzen. Jedes Spiel müssen wir ernst nehmen. Wir wollen gewinnen, ob 3:0 oder 3:1 ist mir egal, aber drei Punkte sollten es sein.“ Sportdirektor Toni Rieger sieht das ähnlich und meint: „Wir müssen an die Leistung von Münster anknüpfen. Wenn wir unseren vierten Platz verteidigen wollen, brauchen wir einen Sieg. Wir sehen ja, wie eng alles in der Tabelle liegt. Da zählt am Ende jeder Punkt. Wir wollen daheim zeigen, wer Herr im Hause ist und unbedingt drei Punkte holen.“

Eine von drei Mittelblockerinnen

Sandra Szaboova gehört zum neuformierten Mittelblock beim SC Potsdam. Auch Nia Grant und Natalie Wilczek spielen auf dieser Position. Während die US-Amerikanerin Grant meist gesetzt ist, wechseln sich die Slowakin Szaboova und die junge Deutsche Wilczek häufiger ab.

Für Sandra Szaboova ist Potsdam die erste Station im Ausland. Im Vorjahr hat sie sich über ein Probetraining anbieten können. Der damalige SC-Coach Davide Carli hatte die slowakische Nationalspielerin schon länger beobachtet. Aber der Sprung vom slowakischen Meister Slavia Bratislava zum SC in die Bundesliga war für Sandra Szaboova doch recht groß, wie sie einräumt. „Das Niveau in der Bundesliga ist viel höher, außerdem kommen hier viel mehr Zuschauer. Vor einer solch großen Kulisse war ich nicht gewohnt zu spielen. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und finde es super, wenn wir von den Fans in der MBS-Arena so unterstützt werden. Das macht großen Spaß.“

Aus einer sportlichen Familie

Überhaupt fühle sie sich sehr wohl in Potsdam. Mit der Bulgarin Silvana Chausheva bildet sie eine Volleyball-Wohngemeinschaft. „Wir haben eine gute Mannschaft“, schätzt Sandra Szaboova ein. „Wir sind absolut in der Lage, unter den Top-Vier zu bleiben.“

Die 22-Jährige stammt aus einer sportlichen Familie. Mutter Andrea war ebenso Volleyball-Nationalspielerin in der damaligen Tschechoslowakei. Vater Attila Szabo war Kanute, nahm dreimal an Olympischen Spielen teil und wurde 1989 sogar Weltmeister im Kajak-Einer über 10 000 Meter. Sandra Szaboovas jüngere Schwester Emma (13) spielt ebenfalls Volleyball in ihrer Heimatstadt Komarno, einer 30 000-Einwohner-Stadt ganz im Süden ihres Heimatlandes an der Grenze zu Ungarn.

Mit 16 Jahren erstmals in der ersten Liga gespielt

Mit zehn Jahren startete Sandra Szaboova zur Freude ihrer Mutter, die heute als Kapitänin auf Touristenschiffen in Deutschland arbeitet, ihre Volleyball-Karriere, nachdem sie sich zuvor im Tennis versucht hatte. Mit 15 Jahren wechselte sie auf das Sportgymnasium in die slowakische Hauptstadt nach Bratislava, mit 16 gab sie bereits ihr Debüt in der dortigen ersten Liga. Mit Slavia spielte die Mittelblockerin, die ein Studium für Ökonomie und Tourismus betreibt, auch international.

Die Spielerin mit der Trikotnummer 14, die ein Faible für Musik hat und gern auch als DJ arbeiten würde, läge ihre Priorität nicht auf dem Volleyball, hofft auf eine erfolgreiche Saison mit dem SC Potsdam. Erst einmal gelte alle Konzentration dem Spiel gegen Erfurt. Wie sagt sie doch: „In der Bundesliga gibt es keine leichten Gegner.“

Von Peter Stein

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