Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
SC Potsdam Hauptsache drei Punkte
Sportbuzzer Lokalsport Potsdam SC Potsdam Hauptsache drei Punkte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:11 10.02.2019
Die Potsdamerin Antonia Stautz zeigte gegen ihren Ex-Verein Erfurt ein gutes Spiel. Quelle: Foto: Julius Frick
Potsdam

Statt im Eiltempo die nächsten drei Punkte einzufahren, mühten sich die Volleyballerinnen des SC Potsdam am Sonnabend in der Bundesliga zu einem 3:1 (27:25, 25:15, 20:25, 25:17)-Erfolg gegen den Abstiegskandidaten Schwarz-Weiß Erfurt. Die 100 Spielminuten wurden vor 846 Zuschauern in der MBS-Arena zu einem zähen Ringen um die erwarteten drei Punkte, weil die Gäste aus Thüringen harte Gegenwehr leisteten. Oder hatten die Potsdamerinnen den Gegner etwa unterschätzt?

„Nein, das auf keinen Fall“, meinte Antonia Stautz, nachdem sie jeden einzelnen der etwa zwei Dutzend angereisten Erfurter Fans geherzt hatte. Die Potsdamer Außenangreiferin hatte vor ihrem Wechsel 2017 in den Luftschiffhafen sechs Jahre für die Thüringerinnen gespielt. „Daher bleibt immer eine Verbundenheit und Spiele gegen Erfurt sind immer etwas Besonderes für mich. Da gibt es bei mir immer noch eine Extra-Motivation“, erzählte die 25-Jährige. Natürlich sei sie happy gewesen, dass sie ab Mitte des zweiten Satzes durchspielen konnte.

Holpriger Start

Es wurde allerdings auch ein hartes Stück Arbeit. Die Potsdamerinnen verschliefen zunächst den Start, lagen schnell 0:3, 4:8 und gar 6:11 zurück. Beim 13:13 waren sie aber wieder auf Augenhöhe. Am Ende konnte aber erst der dritte Satzball genutzt werden, als die Erfurterinnen das Spielgerät ins Aus beförderten. Im zweiten Abschnitt bauten die Gastgeberinnen den Vorsprung kontinuierlich aus (8:4, 16:9) und gewannen sicher 25:15. Trainer Guillermo Naranjo Hernandez wechselte auf Außen-Annahme. Antonia Stautz und Anne Hölzig kamen für Eva Hodanova und Silvana Chausheva. Erstere blieben bis zum Schluss, ohne nachhaltig zu überzeugen.

Denn als im dritten Satz ein schnelles Ende erwartet wurde, wendete sich das Blatt. Angetrieben von Kapitän Sindy Lenz führten die Thüringerinnen schon 16:12, ehe die Potsdamerinnen beim 18:18 noch mal ausgleichen konnten. Aber der Satz ging 20:25 verloren. „Da haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht“, räumte Antonia Stautz ein.

Drpa ragt wieder heraus

Und als die Gastgeberinnen im vierten Satz die ersten beiden Punkte wieder abgaben, drohte gar das ganze Spiel zu kippen. Trainer Naranjo Hernandez kam aus dem Kopfschütteln und Haareraufen nicht mehr heraus. Aber seine Mannschaft berappelte sich wieder und beseitigte über 13:7 letztlich alle Zweifel am 3:1-Sieg, der mit 25:17 und einem guten Block vollendet wurde.

Großen Anteil daran hatte einmal mehr Marta Drpa. Die Diagonalangreiferin war erneut der Fels in der Brandung, behielt in hektischen Phasen die Ruhe und die Übersicht, machte die wichtigen Punkte und hielt so die Potsdamerinnen im Spiel gegen aufopferungsvoll kämpfende Erfurterinnen. Die Topscorerin der Liga ragte mit 31 Punkten nicht nur in der Statistik heraus.

Freude bei Wilczek

Da jubelte auch Mittelblockerin Natalie Wilczek, die hinterher mit Sindy Lenz noch ein besonderes Erinnerungsfoto knipsen ließ. Denn beide stammen aus Schwedt. „Sindy war immer mein Vorbild, weil sie in den Jugend-Nationalmannschaften gespielt hat“, sagte Natalie Wilczek. „Erfurt hat das gut gemacht. Sie haben uns mit starken Aufschlägen unter Druck gesetzt. Aber am Ende hat sich die bessere Mannschaft durchgesetzt“, meinte die 20-Jährige, die wieder von Beginn an neben Nia Grant im Block agierte. „Natalie hat das absolut verdient“, lobte der Trainer, der ansonsten pragmatisch blieb: „Drei Punkte sind drei Punkte. Im ersten Satz hatten wir eine enge Situation, die wir aber für uns gelöst haben.“

Antonia Stautz ergänzte: „Im dritten Satz hat die letzte Konsequenz im Angriff gefehlt. Das war ärgerlich, dass wir den noch aus der Hand gegeben haben“, übte die Spielerin mit der Trikotnummer 6 Selbstkritik. „Aber im vierten Satz haben wir das wieder besser gemacht.“ Der SC Potsdam bleibt so nach dem neunten Saisonsieg Tabellenvierter.

Von Peter Stein

Sportbuzzer Internationales Kugelstoß-Meeting in der Potsdamer MBS-Arena - Auf die richtige Technik kommt es an

Wenn am 13. Februar die starken Männer in den Kugelstoß-Ring der Potsdamer MBS-Arena treten, dann sieht nicht ein Versuch wie der andere aus. Die Aktiven bevorzugen unterschiedliche Techniken. Ein Vergleich.

08.02.2019

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam empfangen am Sonnabend in der Bundesliga Schwarz-Weiß Erfurt. Mittelblockerin Sandra Szaboova weiß, dass mein keinen Gegner in der Liga unterschätzen darf.

05.02.2019

Wieder macht ein Stabhochsprung-Talent vom SC Potsdam von sich reden: Moana-Lou Kleiner wird norddeutsche Meisterin und versucht sich mit 16 Jahren am Landesrekord ihrer Altersklasse.

05.02.2019