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SC Potsdam Zwei Punkte aus Aachen entführt
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19:17 17.02.2019
Die Mannschaft von Trainer Guillermo Naranjo Hernandez (2.v.l.) jubelt nach dem Sieg in Aachen. Quelle: Foto: verein
Aachen

Nach knapp zwei Stunden durften die Volleyballerinnen des SC Potsdam endlich jubeln. Mit 3:2 (25:21, 25:22, 19:25, 24:26, 15:6) setzte sich die Mannschaft von Trainer Guillermo Naranjo Hernandez am Samstagabend vor 1139 Zuschauern bei den Ladies in Black Aachen durch. Nach vier Tiebreak-Niederlagen war das in dieser Bundesligasaison der erste Erfolg im fünften Satz.

„Wir sind alle mega happy“, sagte Natalie Wilczek. Die erst 18 Jahre alte Mittelblockerin machte nicht nur wegen ihrer elf Punkte – davon sechs Asse im Aufschlag – ein starkes Spiel. „Wir sind gut reingekommen, konnten Aachen mit unseren Aufschlägen sehr unter Druck setzen“, schilderte sie die ersten beiden Gewinnsätze. Dann folgte jedoch eine zehnminütige Pause und die Gäste hatten ihre spielerische Linie offenbar in der Kabine verloren. „Das war ein Problem“, meinte Teammanager Eugen Benzel, der sich darüber beschwerte, dass Aachen diese Pause nahm, obwohl es in der Unterbrechung kein Zuschauerprogramm gab.

Marta Drpa ragt mit 26 Punkten heraus

So konnten die Ladies in Black, die die Vertragsverlängerung mit Cheftrainerin Saskia van Hintum für die nächste Saison bekannt gaben, wieder aufschließen. Die Ex-Potsdamerin Lisa Gründing ragte mit 17 Punkten als Mittelblockerin heraus und wurde von Naranjo Hernandez zur besten Spielerin bei den Aachenerinnen gekürt. Bei den Potsdamerinnen wurde diese Ehre Libera Aleksandra Jegdic zu teil. Herausragend war jedoch wieder Marta Drpa. Die Diagonalangreiferin steuerte 26 Punkte zum Erfolg bei und jubelte: „Das war sehr wichtig für unsere Moral, dass wir uns endlich mal im Tiebreak belohnt haben.“

Natalie Wilczek ergänzte: „Das hatten wir uns ganz fest vorgenommen. Wir haben über jeden Punktgewinn gejubelt, uns damit richtig aufgebaut und Aachen im fünften Satz wohl ein wenig beeindruckt. Der Tiebreak ist auch eine Frage des Willens – und wir wollten an diesem Abend den Sieg unbedingt. Wir haben uns noch mal richtig zusammengerissen. Das zeigt auch, dass unser Teamgeist auf dem Feld funktioniert.“

Jubel mit Familienanhang

Besonders froh war Natalie Wilczek, dass sie anschließend mit ihrem kleinen familiären Fan-Block den Erfolg feiern konnte. Denn ihre in Bonn lebende Cousine Juliane war mit deren Tochter Maja (5) in die Sporthalle gekommen. „Wir sehen uns ja nicht so oft. Da war ich sehr froh, dass dies so mal geklappt hat“, erzählte die Havelstädterin.

Dank des fünften Sieges in Folge kletterte der SC in der Tabelle gar auf Platz drei, schob sich hinter den Topteams aus Stuttgart und Schwerin vor Dresden, dem nächsten Gegner am 27. Februar.

„Wir freuen uns natürlich über den Erfolg, aber es besteht kein Grund für Höhenflüge. Wir müssen weiter gut an uns arbeiten“, versicherte Natalie Wilczek, dass die Mannschaft den Auswärtssieg gegen einen unmittelbaren Verfolger richtig einordnen könne.

Baulärm im Hotel

Dabei verlief die unmittelbare Spielvorbereitung alles andere als ideal, wie Teammanager Benzel berichtete. Bauarbeiter sorgten im Hotel für einen Höllenlärm. „Da ist die Mannschaft kaum zur Ruhe gekommen“, ärgerte sich Benzel über die misslichen Umstände. „Umso bemerkenswerter war es, dass wir mit Spielbeginn hellwach waren und Aachen von Anfang an unter Druck gesetzt haben. Die Aufschläge waren stark.“ Im Service gelangen – auch dank Natalie Wilczek – rekordverdächtige 16 Punkte. „Das gibt mir viel Selbstvertrauen“, bestätigte sie.

Zur Vorbereitung auf das Dresden-Match bestreitet der SC Potsdam am Donnerstag ein Testspiel in Pila/Polen.

Von Peter Stein

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