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SC Potsdam Närrisches Treiben am hohen Netz
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22:43 27.02.2019
Potsdams Marta Drpa (r.) scheitert am Dresdner Block. Quelle: Foto: Gartenschläger
Potsdam

Der Karneval ist noch nicht vorbei, sondern die närrische Zeit geht nun in ihre Hochphase. Am Vorabend von Weiberfastnacht trieben es auch die Volleyballerinnen des SC Potsdam ziemlich bunt. Fast nichts wollte am Mittwochabend gelingen und so setzte es vor 1015 Zuschauern in der MBS-Arena eine 1:3 (12:25, 27:25, 10:25, 18:25)-Niederlage gegen den Dresdner SC. Der Platztausch fiel aus. Die Sächsinnen verteidigten Rang drei, Potsdam behält Platz vier – Normalität in der Bundesliga.

„Das war eigentlich ein 3:0 für uns“, meinte Dresdens Trainer Alexander Waibl, der kurzfristig auf die Ex-Potsdamerin Nikola Radosova verzichten musste, die sich beim Aufwärmtraining eine Oberschenkelverletzung zuzog. Waibl spielte damit auf den kuriosen zweiten Satz an. Nachdem Potsdam Durchgang eins vollkommen verschlief und zunächst überhaupt nicht ins Spiel fand. Schnell bauten die Gäste ihren Vorsprung über 8:4 und 16:6 aus. Im zweiten Abschnitt zunächst dasselbe Bild vom Tohuwabohu auf Seiten der Potsdamerinnen. Sie lagen bereits 9:14 zurück, als beim 10:14 Natalie Wilczek zum Aufschlag ging. Die erst 18-jährige Mittelblockerin brachte den Favoriten ins Flattern. „Auf einmal riss unser Spielfaden völlig“, stellte Waibl ernüchtert fest. Erst ein Aufschlagfehler beendete Wilczeks Serie beim 18:15. Und tatsächlich wurde dieser Satz in der Verlängerung mit etwas Glück 27:25 gewonnen.

Die Wende bleibt aus

Doch die erhoffte Wende trat nicht ein. Im Gegenteil. Die Potsdamerinnen fanden einfach keine Linie, zeigten große Schwächen in der Ballannahme. Trainer Guillermo Naranjo Hernandez konnte einem leidtun. Er wechselte munter durch, doch es half nichts. „In der Annahme und im Zuspiel hat es bei uns überhaupt nicht gepasst. Aber solch rabenschwarze Tage gibt es manchmal“, stellte Sportdirektor Toni Rieger konsterniert fest.

Auch Topscorerin Marta Drpa stand neben der Spur. So brachte der Coach die erst 17-jährige Emilia Weske auf der diagonalen Angriffsposition. Dass an diesem Abend ausgerechnet die beiden Jüngsten auf dem Feld die beste Leistung zeigten, passte irgendwie zum närrischen Treiben, das gewohnte Teamhierarchien auf den Kopf stellte.

Erkenntnisse am Karnevalsabend

„Wir haben keinen guten Tag erwischt“, sagte Emilia Weske. „Es ist natürlich eine schwierige Situation, wenn ich aufs Feld komme, wenn es nicht läuft. Aber dann darf man nicht auf den Spielstand schauen, sondern muss von Punkt zu Punkt kämpfen.“ Ihre Erkenntnis an diesem Karnevalsabend: „Es hat mir gezeigt, wie wichtig ich für das Team sein kann, wenn Marta Schwäche zeigt. Egal, wie groß der Rückstand ist, man muss immer weiter sein Bestes geben und performen. Der Glaube und das Vertrauen in die Mannschaft müssen bis zum Ende da sein.“

Als Trost bleibt: Das nächste Spiel findet erst am 9. März statt, also drei Tage nach Aschermittwoch, wo bekanntlich im Fasching alles vorbei ist. Dann geht es zum nächsten Hochkaräter, zum aktuellen Pokalsieger und Tabellenzweiten nach Schwerin.

Von Peter Stein

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