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VfL Potsdam Der Wurm kriecht in das Spiel der Handballer des VfL Potsdam
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10:23 27.02.2018
Potsdams Yannik Münchberger (am Ball) erzielte gestern vier Tore. Quelle: Julius Frick
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Potsdam

Der Wurm war am Sonntagnachmittag in das Spiel der Handballer des VfL Potsdam gekrochen. Dieses unsichtbare „Tier“, das einem Team das Leben schwermacht und die Truppe verunsichert. Innerhalb einer Woche musste der Drittligist einen krassen Leistungsabfall hinnehmen. Der VfL vergeigte vor 670 Zuschauern in der MBS-Arena die Partie gegen den Abstiegskandidaten MTV Braunschweig mit 26:28 (13:16). Der Gegner hatte zuvor acht Partien samt und sonders verloren.

Ärger bei VfL-Trainer Daniel Deutsch

Nur zwei Tore standen für die Havelstädter nach zehn Minuten zu Buche, obwohl dem VfL vier Siebenmeter zugesprochen waren. Einmal vergab Yannik Münchberger, dann warf Christian Schwarz den Ball neben das Tor. Der Wurm machte sich bereits bemerkbar. Mit einem tollen Tempo war am Vorsonntag der Tabellenzweite TSV Altenholz mit 28:25 aus der Halle geworfen worden, diesmal blieb vieles unfertig und fahrig. „Man hat schon an der Körpersprache gesehen, dass es die Mannschaft mit links machen wollte“, ärgerte sich VfL-Trainer Daniel Deutsch über die Einstellung. Bei den Gästen konnte Philipp Moritz Krause machen, was er wollte. Der Regisseur und Shooter warf 16 Tore.

Prellbock Ariel Panzer

In der zweiten Halbzeit versuchte VfL-Torwart Angelo Grunz mit mehreren Paraden und emotionalen Gesten seine Mitspieler anzufeuern. Der VfL verkürzte vom 18:22 (49.) auf 24:25 (56.) . Doch Deutsch ahnte es: „Wir haben viel zu spät angefangen, den Schalter umzulegen.“ Kreisläufer Christian Schwarz ärgerte sich über die vepassten Möglichkeiten in der Schlussphase. „Wir haben die Chancen nicht genutzt und Ariel Panzer noch mal berühmt geworfen“, meinte er. In der Tat: 115-Kilogramm-Schwergewicht Panzer war immer wieder Prellbock für die Würfe der Potsdamer. Der 44-jährige Argentinier spielte von 2008 bis 2010 für den VfL, hat nicht viel an seiner Reaktionsschnelligkeit eingebüßt und stand den Würfen der Potsdamer mit seiner Körperfülle immer wieder im Weg. Der einstige Publikumsliebling an der Havel bremste gestern in der Schlussphase zweimal Münchberger aus und vermasselte den Potsdamern die Tour.

Tempo fehlt

VfL-Spielmacher Münchberger verglich die beiden jüngsten Auftritte des VfL. „Wir passen uns immer dem Gegner an. Gegen das Spitzenteam Altenholz lief es wie am Schnürchen. Gegenüber Braunschweig haben wir deutlich eine bessere Qualität an Spielern. Doch wir haben dies nicht abgerufen und das Tempo rausgenommen.“ Den Wurm kriegte der VfL nicht zu packen.

Von Detlef Braune

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