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VfL Potsdam Fünf gewinnt
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19:00 10.01.2018
Der 1. VfL Potsdam empfängt in der heimischen MBS-Arena Potsdam am Sonntag den Oranienburger HC. Quelle: Julius Frick
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Potsdam/Oranienburg

Ein Nachbarschaftsduell in doppelter Hinsicht: Der 1. VfL Potsdam und der Oranienburger HC liegen vor dem Lokalderby am Sonntag (Start: 16 Uhr, MBS-Arena) auch in der Tabelle als Siebenter (OHC) und Achter VfL ganz nah beieinander. Die MAZ schaut vor der Partie auf fünf Faktoren vor und hinter den Kulissen, die spielentscheidend sein könnten

Das Duell der Kapitäne: Die Rollen der Führungsspieler Nummer eins in beiden Teams könnte bei der Begegnung am Sonntag kaum unterschiedlicher sein: Yannik Münchberger (VfL) ist nach einer langen Verletzungspause in bestechender Form. „Er ist nach seinem Kreuzbandriss sehr stark zurückgekommen. Ich glaube die Verletzung hat ihn physisch und psychisch nach vorne gebracht“, sagt VfL-Trainer Daniel Deutsch.

Robin Manderscheid, seit langem eine der Säulen des Clubs aus Oberhavel, dagegen fällt immer noch aus, aber: „Er ist trotz seiner Verletzung enorm wichtig für uns. Robin ist ein charakterstarker Typ. Wir schließen uns auch dann kurz, wenn er nicht spielt“, sagt Trainer Christian Pahl. In dieser Saison absolvierte er allerdings noch keine Spielminute.

Die Medizinmänner/Frauen der beiden Kontrahenten, die die Akteure in die nötige Form kneten und pflegen: Beim VfL ist Ex-Spieler und Physiotherapeut Stephan Mellack für die Betreuung zuständig. Er ist außerdem auch Trainingsspieler, wenn es Bedarf gibt. Der aktuelle Befund bei den Adlern: „Im Moment ist es zum Glück recht entspannt, alle Spieler sind mehr oder weniger fit. Was natürlich auch ein verdienst von ihm ist“, sagt Trainer Deutsch.

In Oranienburg kümmert sich Aileen Kruschinsky um das Wohlergehen der Spieler. Sie hatte jetzt – unmittelbar nach der Pause – nicht so viel zu tun. Lediglich die Langzeitverletzten sind bei ihr ständig in Behandlung. Prinzipiell sei die medizinische und physiotherapeutische Behandlung sehr wichtig. Besonders dann, wenn Verletzungen schnell zu diagnostizieren sind, so Christian Pahl.

Die Zuschauer: Gerade bei emotional besonders aufgeladenen Duellen wie Derbys spielen die Fans eine besondere Rolle. In Oranienburg herrscht ständig eine überragende Stimmung. „Wir haben den Vorteil, dass unsere Halle absolut richtig dimensioniert ist, so das sie immer voll ist“, so Coach Pahl. In der MBS-Arena wird mit einer stattlichen Fanfraktion des OHC gerechnet.

Die schmucke Arena ist wegen ihrer Größe für den VfL-Anhang nicht so einfach in eine „Heimhölle“ zu verwandeln. Das Gute: Genau deshalb ist noch eine Menge Potential nach oben: „Natürlich sind kleinere Hallen schneller voll, aber ich würde nicht tauschen wollen. Ich hoffe, dass du Zuschauer den Aufwärtstrend unserer jungen Mannschaft honorieren und wir zusammen ein bisschen was Losmachen können in den nächsten Spielen.

Die Torhüterduos: Beim VfL stehen Angelo Grunz und Fabian Pellegrini zwischen im Tor. Trainer Deutsch: „Wer spielt entscheide natürlich ich, aber da es grade beim Torwartspiel viel auf das Gefühl drauf ankommt, dürfen und sollen die Jungs mir schon Feedback geben.“ So sieht es auch beim OHC aus. Der Trainer entscheidet, wer spielt: Simon Herold oder Ivan Szabo. Beide bekommen weitestgehend gleiche Spielanteile. Dass die Torhüter eine entscheidende Rolle spielten, liegt für beide Trainer auf der Hand. „Verlierst du das Torhüterduell, verlierst du eigentlich auch das Spiel“, sagt Pahl.

Das Schiedsrichtergespann: Auch für die Referees steht eine besondere Herausforderung auf dem Programm. Die Partie auf dem Spielfeld leiten werden Manuel Borchardt und Lukas Grude vom MTV Altlandsberg. Das Duo pfeift Begegnungen bis zur 2. Bundesliga Männer und 1. Bundesliga Frauen. „Auch für uns ist das Spiel ein Highlight“, sagt Borchardt, „wir freuen uns, dass wir als Brandenburger das Derby pfeifen dürfen.“

Von Stefan Blumberg und Lars Sittig

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