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VfL Potsdam Gäste aus Rostock hauen in Potsdam mächtig auf die Pauke
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12:53 25.03.2019
Yannik Münchberger (r.) war mit acht Toren Alleinunterhalter im Potsdamer Angriff.   Quelle: Julius Frick
Potsdam

Eigentlich schien alles gerichtet für einen genussvollen Handball-Nachmittag in der MBS-Arena. „Wir waren extrem gut trotz der Niederlage zuletzt beim Tabellenzweiten in Hildesheim“, sagte Yannik Münchberger, Kapitän von Handball-Drittligist VfL Potsdam. Nun sollte am Sonntag dem Tabellenführer HC Empor Rostock Paroli geboten werden. Doch bei der 17:27 (9:13)-Niederlage blieben unter den Potsdamer Anhängern der 1024 Zuschauer lange Gesichter zurück.

Dafür haute die kleine Schar der Fans von der Küste mächtig auf die Pauke. Sie betätigten gleich acht große Pauken und eine Trommel auf der Tribüne.

Zunächst sah es aber nicht nach einem Fischzug der Rostocker aus. 6:2 führte der Gastgeber nach zehn Minuten. Immer wieder bediente sich der VfL der stärksten Waffe in dieser Saison: den Anspielen an die Kreisläufer Rolando Urios und Christian Schwarz. Der HC Empor nahm eine Auszeit, wechselte und verbaute den Potsdamern die Anspiele auf die „giftigen“ Kreisspieler. Plötzlich stockten die Aktionen des VfL, Antreiber Münchberger hätte einen Hiferuf ausstoßen können, denn er blieb auf sich allein gestellt. Die Ausfälle wogen zu schwer. Dominik Steinbuch hatte sich in Hildesheim gleich drei Knochenmarksödeme im linken Knie zugezogen. Auch Matti Spengler (Leiste) und Marek Kovacech (Probleme mit der Mittelhand) fehlten. Weder Levi Schwark noch Robin Huntz sprangen im Rückraum in die Bresche. Die geschwächten Potsdamer waren überfordert.

Leichte Fehler im Angriff

So nahm das Unheil seinen Lauf. Die technisch und athletisch starken Gäste mussten nicht mal Überdurchschnittliches zelebrieren, um an der Tortafel davonzuziehen. Potsdams Angreifer warfen die Bälle immer wieder zum Gegner, scheiterten mit schwachen Würfen oder technischen Fehlern. „Wir mussten gefühlt 18 Gegenstöße des Gegners hinnehmen“, registrierte VfL-Torhüter Fabian Pellegrini. Dabei erreichten er und seine Vorderleute in der Abwehr noch Normalform. Acht Minuten benötigten die Havelstädter nach der Pause für den ersten Treffer. Nur Münchberger raffte sich auf, nahm sich jeden Wurf und rieb sich dabei auf. „Ich bin mit dem Anspruch aufgetreten, das Spiel noch rumzureißen“, meinte der Regisseur und Alleinunterhalter.

Nachdenklicher VfL-Trainer Deutsch

Beim 9:17 nach 36 Minuten waren alle Messen gesungen. Die Potsdamer verkürzten noch mal auf 16:22, doch dann zogen die Gelbhemden wieder an und enteilten auf zehn Treffer. Ein Grund zum Nachdenken für VfL-Trainer Daniel Deutsch. „Ich hatte mir das Spiel gegen den Spitzenreiter auch anders vorgestellt. Aber keiner hat zur Leistung gefunden. Dabei hätten wir das gute Verteidigen besser nutzen können, blieben aber zu ausrechenbar und drucklos.“

Die Gäste waren alles andere als eine Übermannschaft. Das bestätigte VfL-Kreisläufer Schwarz, der gebürtige Rostocker. „Die Truppe ist talentiert, aber noch nicht zweitligareif. Dazu gab es zu viele Fehler. Den zahlreichen jungen Leuten fehlt noch die Erfahrung.“

Von Detlef Braune

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