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VfL Potsdam Niederlage drei Sekunden vor Schluss besiegelt
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19:17 10.02.2019
Trainer Daniel Deutsch (1.VfL Potsdam) Quelle: Julius Frick
Burgdorf

Bitteres Déjà-vu für die Handballer des 1. VfL Potsdam. Unfreiwillig spielten sie die dramatische Schlussphase des Spiels um Platz drei bei der Weltmeisterschaft nach, als Deutschland in allerletzter Sekunde 25:26 gegen Frankreich verlor. Statt selbst das 23:22 zu erzielen, kassierten die Potsdamer am Sonnabend in der 3. Handball-Liga Nord drei Sekunden vor dem Ende das 22:23 gegen den TSV Burgdorf II.

Nie so richtig ins Spiel gefunden

„So in etwa lief es ab“, konnte sich auch VfL-Trainer Daniel Deutsch bei der Anspielung auf das WM-Drama ein gequältes Lächeln nicht verkneifen. „Das war schon sehr bitter. Wir hatten wirklich die Chance zum 23:22. Aber dann war Zeitspiel angezeigt und unser etwas überhasteter Torwurf wurde gehalten. Im Gegenzug hat Burgdorf dann den Torhüter zu Gunsten eines siebten Feldspielers herausgenommen und Rechtsaußen Jannes Krone hat das entscheidende Tor gemacht. Der bekommt nächste Saison einen Vertrag beim Bundesligisten“, erzählte Deutsch, der in der Spielanalyse kritisch blieb.

„Wir haben nie so richtig ins Spiel gefunden, in der ersten Halbzeit den Faden verloren“, meinte der Coach des Tabellensiebten. „Wir haben auch zu viele Bälle verworfen“, meinte er mit Blick auf die lediglich 7:10-Tore bei Halbzeit. Nach der Pause wechselte er die Torhüter, Angelo Grunz kam für Jan Jochens. Letzterer habe einige freie Würfe der Gastgeber entschärft. Vom 10:14 kam der VfL bis auf 13:14 heran und hätte auch ausgleichen können, aber Yannik Münchberger verwarf den Siebenmeter.

Ausgleich beim 17:17

Beim 17:17 (50.) glichen die Potsdamer schließlich aus. „Wir haben uns gut zurückgekämpft. Aber richtig gut gespielt haben wir die ganze Zeit nicht“, blieb Deutsch zwiespältig in seinem Fazit. „Letztlich ist es eine bittere Niederlage. Ein Unentschieden hätten wir verdient gehabt. Aber mit dem Verdienen ist das im Sport immer so eine Sache“, sinnierte Deutsch. Nicht nur er fühlte sich unangenehm an das WM-Spiel um Bronze erinnert.

Von Peter Stein

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