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VfL Potsdam Potsdam erwartet Schwerin am Donnerstag
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18:03 20.03.2018
Philipp Jochimsen – hier noch im Trikot des DHK Flensborg – wechselt zum Ligarivalen 1. VfL Potsdam. Quelle: foto: Sven Geißler
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Potsdam

Alexander Haase hatte auch die Darbietung im direkten Duell beeindruckt, als Philipp Jochimsen im Trikot des DHK Flensborg zu einer Torgala gegen den VfL ansetzte. „Er hat nicht nur mit seinen zehn Toren, die er in dieser Saison gegen uns erzielen konnte, gezeigt, welches Potenzial er besitzt“, sagt der sportliche Leiter des Handball-Drittligisten 1. VfL Potsdam. Ab der nächsten Saison nun kommt es zum Seiten- und Perspektivwechsel des 21-jährigen Linkshänders: Er wird bis 2020 das Trikot der Adler tragen – das gab der Verein vor dem Heimspiel gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin bekannt (Donnerstag, 20.30 Uhr, MBS-Arena). Außerdem wird mit Dominik Steinbuch ein weiterer Linkshänder ein weiteres Jahr den rechten Rückraum des VfL beackern.

„Ich freue mich sehr, sportlich beim 1. VfL den nächsten Schritt machen zu können“, sagt Jochimsen, hinter dem eine Art interdisziplinäre Laufbahn liegt: Der gebürtige Berliner nahm nach einer Fußballkarriere erst in der B-Jugend des TSV Hürup den Ball in die Hand. Nach seinem ersten Männerjahr in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein hatte der 1,80-m-Mann 2016 die Schule mit dem Abitur abgeschlossen. Dem Auslandsjahr in Australien und Thailand folgte ein Engagement beim „Dansk Håndboldklub“, für den der Rechtsaußen in dieser Saison bereits 89 Tore erzielen konnte.

Linkshänder auf der rechten Außenbahn

In Potsdam wird Jochimsen neben dem Handball ein Sportmanagement-Studium aufnehmen. „Der VfL ermöglicht es mir, Leistungshandball und Studium zu verbinden.“ Für VfL-Trainer Daniel Deutsch ist die Verpflichtung ein wichtiges Puzzlestück bei den Personalplanungen für die kommende Spielzeit: „Es ist wichtig, auf jeder Position doppelt besetzt zu sein. Philipp hat in der Saison und bei seinem Probetraining bei uns einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich freue mich, dass er sich für uns entschieden hat. Zusammen mit Moritz Ende wird er ein schlagkräftiges Duo auf der rechten Außenbahn abgeben.“

Erst einmal aber steht für die Adler das Duell mit dem Tabellendritten Schwerin – ein Stierkampf sozusagen – auf dem Programm. Zu ungewohnter Stunde. „Wir haben schon einmal am Dienstagabend gespielt“, sagt VfL-Geschäftsführer Christian Barth, „aber ein Pflichtspiel in der dritten Liga am Donnerstagabend ist ungewöhnlich.“ Grund für die Verlegung war der ursprünglich geplante Boxkampf am Sonnabend – die „Rivoli-Fight-Night“ ist aber gestern abgesagt worden.

Schwerin gehört zu den Spitzenteams der 3. Liga

Die Stiere, die 2012 durch eine Fusion des insolventen SV Post und des Mecklenburger HC entstanden, sind in der laufenden Spielzeit eine Art ständige Vertretung in der oberen Tabellenhälfte: Die Region, die auch der VfL perspektivisch anstrebt. „Schwerin hat in letzter Zeit sehr gut gespielt und die starke Form mit einem Sieg beim designierten Aufsteiger Hamburg am letzten Spieltag eindrucksvoll bestätigt“, sagt Deutsch, der mit seinem Team auf dem achten Rang liegt, „für uns geht es darum, nach den durchwachsenen letzten Heimspielen zu zeigen, dass wir kämpferisch da sind und ein besseres Bild als Mannschaft abzugeben.“

Von Lars Sittig

Er gehört zu den tragenden Säulen des Handball-Drittligisten 1. VfL Potsdam: Kapitän Yannik Münchberger. Für den Toptorschützen der Adler ist die Saison nun aber wegen einer Verletzung jetzt vorzeitig beendet. Der Rückraumspieler des Tabellensiebenten aus der Landeshauptstadt wurde bereits operiert.

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