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Potsdam Vizemeisterschaft für Motor-Boxer
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11:32 12.01.2015
Weltergewicht Philipp Nsingi aus Cottbus. Quelle: Detelev Scheerbarth
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Potsdam

Mit einem 13:6 gegen den BC Straubing machte Motor Babelsberg am Sonnabend hauchdünn die Vizemeisterschaft perfekt. Zur gleichen Zeit gab der BSK Seelze dem neuen Titelträger Nordhäuser SV mit 12:9 das Nachsehen. Die Südharzer holten in der Tabelle 8:4 Punkte vor Motor (6:6/63:60 Unterpunkte), Seelze (6:6/63:61) und Straubing (4:8). „Es war ein tröstender Abschluss“, sagte Motor-Macher Ralph Mantau.

Ende gut, einiges gut. Der angestrebte deutsche Meistertitel ging frühzeitig flöten, doch im abschließenden Kampf der 1. Bundesliga machten die Boxer von Motor Babelsberg am 10. Januar 2015 im Autohaus Toyota mit einem 13:6 gegen den BC Straubing hauchdünn die Vizemeisterschaft perfekt.

Zum abschließenden Duell vor 350 Zuschauern war Straubing mit der zweiten Reihe und nur sechs Kämpfern angereist. Babelsbergs holländischer Halbschwerer Peter Mullenberg blieb ohne Gegner, der Bayer Flamur Mehmeti fehlte unentschuldigt. Im farbigsten Duell des Abends gewann Motor-Boxer Philipp Nsingi sein Duell gegen Klemens Ruder klar nach Punkten. Mit schnellen Händen klopfte der geschmeidige Nsingi an, dann „klingelte“ es mehrmals beim Gegner. „Sehenswert“, anerkannte auch Boxfan und Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck. Der gebürtige Cottbuser Nsingi (der Vater stammt aus Mozambique, die Mutter ist Deutsche) siedelte im vergangenen August nach Berlin um und trainiert am Olympiastützpunkt. „Ich möchte in die Top Ten des Verbandes rutschen und zu Olympia“, kündigte der gelernte Klempner an. „Ich habe noch Probleme, meine Linie zu halten“, umschreibt der 21-jährige Weltergewichtler seine Schwäche. „Philipp besitzt ein großes Potenzial“, sagt Mantau. „Aber er ist manchmal trainingsfaul und braucht eine feste Hand.“

Ohne Probleme bewältigten auch Enrico La Cruz, Adthe Gashi, Yauheni Dauhaliavets und Josef Attanjaoui ihre Auftritte. Im Schwergewichtskampf trennte sich Vitalijus Subacius von Roman Gorst remis. Für den Litauer Subacius war es wohl der letzte Kampf, nachdem er im Vorjahr den Abschied verweigert hatte. „Mitleid“ empfand Platzeck für den einstigen Publikumsliebling. Der 35-Jährige hat arg an Reaktion eingebüßt. Dennoch ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der Vertrag verlängert sich automatisch, wenn dieser von keiner Seite bis zum letzten Kampf gekündigt wird. Da das nicht erfolgt ist, könnte Subacius, der mit Mantau eng befreundet ist, im Herbst erneut vor der Tür stehen. Wie es dann in der 1. Bundesliga weitergeht, ahnen weder Mantau noch Straubings Trainer Hans Buchmeier. Der Deutsche Box-Verband (DBV) „glänzt“ mit Fehlplanungen. „Die Meisterschaft war ein Notprogramm, jetzt fallen die Boxer bis April in ein Wettkampfloch“, so Mantau. Zunächst wollte sich der DBV an der Weltliga, die am 15. Januar beginnt, mit einer Staffel beteiligen, doch plötzlich war kein Geld da.

Buchmeier hatte sich im Dezember mit dem Verband überworfen, als plötzlich drei Athleten zum Olympiastützpunkt in Heidelberg zum Sparring abgezogen worden waren. Dadurch war Straubing im Duell gegen Nordhausen chancenlos. „Solche Schikanen sind demotivierend“, so Buchmeier.

Von Detlef Braune

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