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Prignitz Frank Döring will frischen Wind im Vorstand
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12:46 17.03.2018
Frank Döring ist Vorsitzender und Stadionsprecher des SSV Einheit Perleberg. Quelle: Stefan Peglow
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Perleberg

Wenn die Mitgliederversammlung des Spiel- und Sportvereins Einheit Perleberg am 24. März einen neuen Vorstand wählt, stellt sich der bislang amtierende Vorsitzende Frank Döring nicht mehr zur Wahl.

Herr Döring, sie haben den Vorstand bereits vor fünf Wochen ihre Entscheidung mitgeteilt und begründet. Warum ziehen sie sich aus der Leitung eines der größten Prignitzer Sportvereine zurück?

Frank Döring: Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen bin ich jetzt schon seit zehn Jahren Vorsitzender. Als ich antrat, habe ich gesagt, dass ich dieses Amt für maximal zehn Jahre übernehme. Zum anderen bin ich als Vorsitzender des Perleberger Stadtparlaments zeitlich eingebunden. Diese Doppelfunktion stellt eine gewisse Belastung dar. Für meine Entscheidung ausschlaggebend war aber meine Auffassung, dass es nach zehn Jahren einfach an der Zeit ist, die Funktion des Vorsitzenden neu zu besetzen.

Warum halten Sie es für notwendig, einen neuen Vorsitzenden zu wählen?

Ich hoffe ganz einfach auf frischen Wind, neue Ideen, die eine andere Person zwangsläufig mitbringt. Ich denke das wird den Verein weiter voranbringen.

Sie ziehen sich in einer für den Verein recht bewegten Zeit zurück. Mit den sportlichen Erfolgen der Fußballer und Leichtathleten in den vergangenen Jahren wuchs auch der Zuspruch für die immer größer werdende Gemeinschaft der Sportler in Perleberg. Vor welchen Herausforderungen stellt dies ihren Nachfolger?

Neben den mit der Vereinsführung verbundenen bürokratischen Dingen muss mein Nachfolger die gesamte Entwicklung des Vereins im Blick behalten. Die bauliche Erweiterung des Vereinsgebäudes haben wir bereits auf den Weg gebracht. Damit können wir den heutigen Anforderungen, vor allem an den Spiel- und Trainingsbetrieb der Fußballer, wieder gerecht werden. Um sportlich erfolgreich zu bleiben, wird es aber nicht nur wichtig sein das Umfeld neu zu gestalten, sondern auch die vielen ehrenamtlichen Übungsleiter für die zahlreichen Kinder und Jugendlichen bei der Stange zu halten und neue zu gewinnen. Sehr wichtig ist außerdem das Thema Sponsoring. Da muss künftig noch mehr passieren, um den Verein zukunftsfähig zu halten.

Welche Rolle werden Sie zukünftig noch im Verein spielen?

Ich werde natürlich Mitglied bleiben, immer ein Auge und Ohr beim Verein haben und ihm mit meiner Erfahrung zur Verfügung stehen. Aber sonst möchte ich nur noch Stadionsprecher sein.

Gibt es Dinge, an die Sie sich besonders gern erinnern aus ihrer Zeit als Vereinschef?

Natürlich, ich war sehr gern Vorsitzender des Vereins. Wir haben ganz tolle Übungsleiter im Kinder- und Jugendsport, können stolz sein auf ständig steigende Mitgliederzahlen. Es war eine gute, schöne Zeit, der Verein wie eine große Familie. Gern erinnere ich mich an meine erste Amtshandlung als Vorsitzender. Das war die feierliche Übergabe des erneuerten Jahnsportplatzes – ein angenehmer Start für mich. Es folgten der Aufstieg der Fußball-Männermannschaft in die Landesliga, die Jahnsportfeste der Leichtathleten und natürlich 2014 das Freundschaftsspiel gegen die Fußballprofis von Hertha BSC. Dieses Event zu stemmen, war eine Mammutaufgabe für den gesamten Verein und seine vielen ehrenamtliche Helfer – aber es hat sich gelohnt. Gern denke ich auch an das Spiel der Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg in unserem Stadion, bei dem ich als Sprecher meine alten Fußball-Idole noch einmal hautnah erleben durfte.

Gibt es auch negative Erinnerungen?

In zehn Jahren haben wir mit unterschiedlichen Vorständen unterschiedlich erfolgreich gearbeitet. Zeitweise waren wir nur zu viert. Das Unerfreulichste war, als wir 2012 Post vom Finanzamt bekamen und alle geschockt wurden. Nach einem buchhalterischen Fehler mussten wir 20 000 Euro nachzahlen. Damals war unklar, ob es mit dem Verein überhaupt weitergehen kann. Aber wir haben bewiesen, dass der Verein zusammensteht, wie es der Name sagt, als Einheit. Dass das so bleibt wünsche ich unseren Mitgliedern, den vielen Ehrenamtlern und besonders natürlich meinem Nachfolger.

Von Stefan Peglow

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