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Prignitz Prignitzer Ringer kämpfen um Ostseepokal
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16:32 23.10.2017
Lea Walter vom Eisenbahnersportverein Wittenberge in Rostock kurz vor einem Schultersieg. Quelle: Artur Scherf
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Wittenberge

140 Athleten aus 20 Vereinen des gesamten Bundesgebietes sowie zwei Teams aus Polen waren der Einladung zum internationale Ostseepokal im Freien Ringen gefolgt, der zum neunten Mal im Gedenken an Trainer Reinhold „Otto“ Steingräber stattfand. Mit dabei auch neun Sportler vom ESV Wittenberge.„Unsere ESV-Mattenfüchse waren auch hier wieder mit drei Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen sowie je einem fünften und siebten Platz erfolgreich“, freute sich ESV-Abteilungsleiter Artur Scherf über das gute Abschneiden der Youngster. Gold sicherte sich Lea-Sophie Walter bei den Schülerinnen bis 23 kg mit einem Schultersieg im Finale über Pia Lebuser (RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder). Finalerfolge feierten auch Alyssa Schwabe (bis 29 kg) über Kaja Jakutsch (ZKS Koszalin/Polen) und Michelle Brendike (bis 31 kg) Sina Dömlang (SV Warnemünde) mit Schultersiegen.

In den Finalkämpfen hatten dagegen Luis Finke (E-Jugend bis 31 kg) gegen Adam Basiak (Koszalin/Polen) durch technische Punktniederlage und Nima Zamani (D-Jugend bis 54 kg) gegen Bastian Conrad (SV Luftfahrt Berlin) mit einer Schulterniederlage das Nachsehen. Bronze gewann Svenja Konnick (Schülerin bis 42 kg). Rang drei erkämpftes ich auch Fabrice Krüger in der C-Jugend bis 34 kg. Nach Siegen über seinen Vereinskollegen Kevin Brendike und Peer Niklas Köhler (TuS Hellersdorf) durch technische Überlegenheit stand Fabrice im Halbfinale. Dort musste er zwei Stunden später gegen Juri Ceban (SV Luftfahrt Berlin) auf die Matte. Die lange Pause machte sich negativ bemerkbar und er unterlag nach Punkten. Im kleinen Finale um Platz drei war er gegen den polnischen Jugendringer Maciey Wozniak (ZKS Koszalin) wie ausgewechselt und bestimmte von Beginn an den Kampf. Noch vor der Pause gelang ihm ein Schultersieg. Kevin Brendike belegte in dieser Gewichtsklasse den siebten Platz. Maurice Krüger (C-Jugend) steuerte noch einen fünften Platz zu diesem guten Ergebnis bei. Damit belegten die Wittenberger Ringer in der Endabrechnung Platz acht.

Übrigens: Die Wettkämpfe begannen mit einstündiger Verspätung, da es einen Totalausfall der Computertechnik gab. Selbst ausgebildete IT-Techniker, die sich unter den Trainern befanden, waren nicht in der Lage, diesen Umstand zu beheben. So musste wie früher per Hand geschrieben, gepaart, Ergebnisse eingetragen und ausgewertet werden. Zu den händeringend gesuchten Kampfrichtern, die dieses „Listeschreiben“ per Hand noch beherrschen, gehörten auch die Wittenberger Kampfrichter Alicia und Christoph Speck.„Sie haben so etwas bei ihrer Kampfrichter-Ausbildung noch gelernt. Deshalb gebührt unseren beiden Kampfrichtern ein Dank, dass diese Veranstaltung doch stattfinden konnte. Sie haben zur erfolgreichen Durchführung einen entsprechenden Anteil geleistet“, so Scherf.

Von Eckard Peglow

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