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08:00 30.01.2018
Mathias Metzdorf war in beiden Spielen gegen die Schweriner der beste Seedorfer Akteur. Quelle: Torsten Gottschalk
Seedorf

Während die Mecklenburger auf ihrer Heimbahn in der Schlossgartenallee am Sonnabendnachmittag einen 3:0-Heimerfolg mit 5387:5330 Holz und 48:30-Einzelwertungspunkten feierten, revanchierten sich die Seedorfer am Sonntag und ließen ein zwischenzeitlich etwas wackelndes, letztlich aber klares 3:0 (5464:5283 / 51:27) auf der Anlage am Löcknitzstrand folgen.

In der Tabelle verloren die Prignitzer zwar etwas unglücklich einen Platz, bleiben als Fünfter mit 25:17 Punkten aber in Sichtweite zu den Medaillenrängen. Aufsteiger Schwerin belegt weiter Rang acht und vergrößerte den Abstand zu den Abstiegsplätzen.

„Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Schweriner in Bestbesetzung hätten uns heute sicher das Leben noch schwerer gemacht“, gestand Seedorfs Mannschaftsleiter Frank Wilke nach dem wenig überzeugenden Heimerfolg. „Vier Mann haben hervorragend gespielt, zwei hingegen arg gewackelt und so das Spiel unnötig spannend gemacht. Schwerin hat uns erheblich unter Druck gesetzt.“

In der Tat lieferten die ohne ihren Spitzenspieler Michael Heerkloß angereisten Mecklenburger den Gastgebern einen beherzten Kampf. Während der mit 933 Holz erneut Tagesbestleistung schiebende Seedorfer Mathias Metzdorf sein Duell gegen Matthias Bernotat (888) klar für sich entschied, musste sich Hans Fulczynski (887) Einheits 65-jährigem Routinier Reinhard Dallmann (895) etwas überraschend geschlagen geben.

Und auch im Mittelblock hatten die Seedorfer Probleme. Frank Wilke (923) hielt Karsten Wachholz (900) zwar auf Distanz, dafür erwischte Rainer Pagels aber einen gebrauchten Tag und wurde gegen Sebastian Rönning ausgewechselt. Trotzdem reichten die 885 Holz der beiden, um Schwerins Mathias Gierke (866) auf Distanz zu halten. Zum Glück für die Prignitzer überzeugte die Schlussachse mit Max Jannasch (914) und Norbert Witzel (923), die die Gästespieler Holger Trojahn (879) und Ralph Hegewald (860) im Griff hatte und den Sieg des Heimteams letztlich souverän nach Hause brachte.

Von einer verpassten Chance sprach Frank Wilke nach dem Auftritt tags zuvor in Schwerin. „Da hätten wir den Punkt einfach nur mitnehmen müssen“, ärgerte sich der 51-Jährige. Denn nach zwei Durchgängen und den Ergebnissen von Metzdorf (907), Fulczynski (888), Wilke (900) und Rönning (876) lagen die Seedorfer lediglich 14 Holz hinter den Gastgebern und schnupperten am Zusatzpunkt. Doch die Seedorfer Schlussachse mit Jannasch (880) und Pagels (879) kam nicht richtig in Tritt und schaffte es nicht, die Vorgabe von Steffen Mathia (883) zu knacken. „Max und Rainer konnten dem Druck leider nicht stand halten. Die Schweriner haben gegenüber den Vorspieltagen aber eine gute Leistung gezeigt“, gab sich Frank Wilke als fairer Verlierer.

Die nächsten Punktspielaufgaben haben die Männer vom Löcknitzstrand am zweiten Februar-Wochenende in Hannover und Stade zu lösen.

Von Torsten Gottschalk

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