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Prignitz Bundesligakegler setzen sich nicht unter Druck
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09:27 15.09.2017
Mit Neuzugang Mathias Metzdorf (links) starten Max Jannasch (rechts) und der SVL Seedorf in die neue Erstligasaison. Quelle: Torsten Gottschalk
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Seedorf

Am Sonnabend (13 Uhr) kommt zunächst der KSK Rivalen Hannover in die Prignitz. Der VfL Stade ist dann am Sonntag (10 Uhr) der zweite Gast am Löcknitzstrand. Obwohl die Aufgaben gegen die beiden etablierten Erstliga-Klubs alles andere als Selbstläufer werden, gehen die Seedorfer optimistisch in die Auftaktpartien. „Der Rekordmeister aus Hannover hat eine sehr gute Mannschaft und ist immer ein ernst zunehmender Gegner. Wir wollendas Spiel aber mit Euphorie, Ehrgeiz und Mut angehen. Ziel ist ein 3:0“, sagt SVL-Kapitän Frank Wilke.

Er begründet, warum er glaubt, dass die SVLer dieses Vorhaben in dieTat umsetzen können. „Die Jungs sind gut drauf und haben in der Vorbereitung gute Trainingsergebnisse erzielt. Wir setzen uns aber nicht unter Druck, wollen Spaß haben und gut spielen. Ich habe ein richtig gutes Gefühl.“ Die Partie gegen Stade, das in der Vorsaison lange gegen den Abstieg kämpfte, sieht Wilke als Pflichtaufgabe. „Alles andere als ein deutlicher Sieg wäre eine Riesenenttäuschung für uns.“ Die vergangene Spielserie in Deutschlands höchster Spielklasse beendeten die Prignitzer Vorzeigekegler als Aufsteiger auf einem respektablen fünften Tabellenplatz. „Wir wollen am Ende nicht schlechter dastehen wie in der Vorsaison“, antwortet F rank Wilke auf die Frage nach dem selbstgestellten Saisonziel. „Wir haben ein junges, entwicklungsfähiges Team. Klar kann und wird es auch Rückschläge geben. Aber in der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial.“

Das Gerüst der ersten Seedorfer Herrenmannschaft stellen – neben Kapitän Frank Wilke – wie in der Vorsaison Hans Fulczynski, Rainer Pagels, Sebastian Rönning und Max Jannasch. Mit Norbert Witzel kehrt zudem der Erfahrenste nach längerer, krankheitsbedingter Pause ins Team zurück. Und dass der 56-Jährige nichts an Spielstärke eingebüßt hat, bewies er erst Anfang Juli mit dem Sieg beim 2. Internationalen Einladungsturnier der Seedorfer. Dort hinterließ auch Mathias Metzdorf einen starken Eindruck. Der 29-Jährige wechselte in der Sommerpause vom SV 90 Fehrbellin nach Seedorf. „Mathias ist, trotz seines noch jungen Alters, ein erfahrener Spieler, der schon in der ersten und zweiten Bundesliga gespielt hat. Er hat eine große Auswärtserfahrung, die wir uns zu Nutze machen wollen“, sagt Frank Wilke über den Neuzugang.

Dahinter steht Tino Brinkmann als Ersatz parat. „Um die Reservespieler mache ich mir überhaupt keine Sorgen. In unserer zweiten Männermannschaft steckt soviel Potenzial, um den Kader bei Bedarf zu ergänzen“, ist Frank Wilke froh über den soliden Unterbau beim SVL. Top-Favoriten auf den Titel sind nach Meinung des 50-jährigen Mannschaftsleiters wieder Serienmeister SG ETV/Phönix Kiel und der Brandenburg-Rivale SV 90 Fehrbellin, bei dem die Seedorfer aber erst am 8. Spieltag (19. November) zu Gast sind. „Platz eins und zwei sind eigentlich vergeben. Dahinter hegen einige Mannschaften Medaillenchancen“, meint Wilke, ohne sein Team explizit dorteinordnen zu wollen. „Das wird die Saison zeigen“, meint der Kapitän vielsagend.

Die Prignitzer Kegler freuen sich aber auch auf zwei weitere Derbys in dieser Saison. Denn mit dem KC Einheit 95 Schwerin hat der ewige Rivale aus DDR-Sonderliga-Zeiten nach dem Aufstiegsverzicht des KSV Halstenbek wieder den Sprung in die höchste Spielklasse geschafft.„Das werden sicher spannende Ostalgie-Duelle“, glaubt Wilke, der aber auch den anderen Teams der Liga eine Kampfansage macht. „Wir wollen die Favoriten nicht nur auf unserer Heimbahn, die wieder zur Festung werden soll, ärgern, sondern auch bei den Top-Teams der Liga Präsenz zeigen und Druck erzeugen.“ Dass sich die Seedorfer überhaupt in der höchsten Spielklasse halten können, ist nicht nur ein Verdienst der Spieler. Engagierte Sponsoren aus der Region halten dem SVL finanziell schon seit Jahren die Treue.Ihnen gilt der besondere Dank der „Gallier“ vom Löcknitzstrand

Von Torsten Gottschalk

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