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Prignitz Bundesligakegler retten einen Auswärtspunkt
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12:51 21.11.2017
Mathias Metzdorf und Max Jannasch (v. l.) waren gegen Ilsenburg die besten Seedorfer. Quelle: Torsten Gottschalk
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Seedorf

Mit zwei Niederlagen kehrten die Bohlekegler des SV Löcknitzstrand Seedorf 1919 am zurückliegenden Wochenende von ihren Auswärtsspielen in der 1. Bundesliga zurück. Die Begegnung beim KSC Ilsenburg verloren die Prignitzer mit 1:2 (5238:5288 Punkte/Einzelwertung: 33:45), holten sich aber den angepeilten Zusatzpunkt, den die Gastmannschaft bei 32 oder mehr erspielten Einzelwertungspunkten erhält. Im Brandenburg-Duell beim SV 90 Fehrbellin unterlagen die Seedorfer dem Spitzenreiter am Sonntag klar mit 0:3 (5196:5339/25:53). In der Tabelle rangieren die Prignitzer mit 13:11 Punkten derzeit auf Platz fünf.

Den Punktgewinn bei Aufsteiger Ilsenburg verdanken die Seedorfer vor allem Max Jannasch. Der 25-Jährige spielte mit 894 Holz die absolute Tagesbestleistung. Und auch Mathias Metzdorf (888) erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen. Doch die guten Ergebnisse des Duos waren nicht genug, um den als Tabellenletzten in die Begegnung gegangenen Harzern auch noch die zwei Spielpunkte streitig zu machen. Dafür reichten die von Norbert Witzel (872), Sebastian Rönning (871), Hans Fulczynski (857) und Frank Wilke (856) zu Fall gebrachten Hölzer nicht aus.

Keine reelle Chance auf eine Überraschung besaßen die Seedorfer beim Tabellenführer und märkischen Rivalen in Fehrbellin. Die 90er lagen von Beginn an vorn und bauten ihren Vorsprung bis zum Schluss auf 143 Holz aus. Vor allem Dietmar Stoof und Dirk Sperling, die vor einigen Jahren noch das Seedorfer Trikot trugen, überzeugten in den Reihen der Gastgeber. Der in Perleberg aufgewachsene und dort auch zum Kegelsport findende Sperling (900) gewann im ersten Durchgang den Vergleich mit Metzdorf (875), der noch in der vergangenen Saison für die Rhinstädter spielte, klar. Auch Daniel Neumann (893) ließ Seedorfs Witzel (871) hinter sich. Stoof schob im Mittelblock mit 916 Holz sogar die Tagesbestleistung und distanzierte Jannasch (874) deutlich. Das zweite Duell entschied Fulczynski (873) gegen Nico Witter (862) für sich. Im Schlussdurchgang zeigten die Fehrbelliner Alexander Wolski (887) und Sebastian Krause (881) den Gästespielern Frank Wilke (853) und den für Rönning ins Seedorfer Team gerutschten Marcus Derlig (850) aber noch einmal ganz klar die Grenzen auf.

„Der Punkt in Ilsenburg war verdient, der Sieg aber nicht drin. Wir haben dank der guten Leistungen von Max und Mathias unser Minimalziel erreicht. Gegen Fehrbellin war wenig zu holen, die Gastgeber haben konstant gespielt und auch verdient gewonnen“, resümierte SVL-Mannschaftsleiter Frank Wilke, der nach eigener Aussage ein gebrauchtes Wochenende erwischt hatte. „Ich war nicht in der Lage, aus welchem Grund auch immer, meine Leistung abzurufen.“

Die letzte Punktspielrunde in diesem Kalenderjahr haben die Seedorfer am ersten Dezemberwochenende auswärts zu bestreiten. Am Sonnabend, 2. Dezember, muss der SVL in Stralsund und am Sonntag in Stavenhagen ran.

Von Torsten Gottschalk

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