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Prignitz Seedorfer Kegler steigen in die 1. Bundesliga auf
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18:53 14.03.2016
Die erste Männermannschaft des SVL Seedorf freut sich auf die Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse. Quelle: Torsten Gottschalk
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Seedorf

Als souveräner Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd-Ost und mit acht Punkten Vorsprung auf Verfolger SpG VKC/FE 27 Spandau (39:21) gehen die Seedorfer nun in die letzten beiden Spiele der Saison. „Das waren zwei nicht ganz so glanzvolle Siege. Man hat gemerkt, dass die Spannung angesichts des großen Vorsprungs in der Tabelle bei uns etwas raus war“, gab Frank Wilke nach den Heimerfolgen zu. Der prächtigen Stimmung in der voll besetzten Seedorfer Kegelhalle tat dies aber keinen Abbruch. Zu groß war die Vorfreude der Fans und Mannschaft auf Spiele gegen Seriensieger Kiel, Rekordmeister Hannover oder die Brandenburgduelle mit den Fehrbellinern in der kommenden Punktspielserie. Mittendrin im Getümmel der Aufstiegsparty am Sonntag war auch der Prignitzer Landrat Torsten Uhe. „Man kann vor diesem Keglerdorf nur den Hut ziehen. Respekt für die Verantwortlichen für das, was sie hier aufgebaut haben“, lobte der mit einem SVL-Fanschal ausgestattete Uhe die Gastgeber. „Der SVL Seedorf ist ein Botschafter der Prignitz.“

Beim von Anfang an ungefährdeten 5422:5240- und 53:25-Erfolg gegen die als Tabellenvierter angereisten Männer von der SG Union Oberschöneweide II am Sonnabend stand mit Norbert Witzel der Senior im Seedorfer Team im Mittelpunkt. Nachdem Hans Fulczynski und Max Jannasch (beide 891 Holz) im Startblock zunächst ungewohnt zurückhaltend gespielt hatten, lag der im Mittelblock spielende 55-Jährige lange auf Kurs Bahnrekord (930 Holz), den Frank Wilke erst kürzlich aufgestellt hatte. Nach 117 der 120 Wurf hatte er die Bestmarke seines Mannschaftsleiters bereits eingestellt. Trotz lautstarker Unterstützung spielte Witzel dann aber „nur“ noch drei Sieben. „Die Kegel haben gewackelt, wollten aber einfach nicht umfallen“, haderte der Berliner, der seit 1999 für die Seedorfer spielt, mit dem Schicksal. Sebastian Rönning kam an Witzels Seite auf 905 Holz. Im Schlussdurchgang machten Frank Wilke (917) und Eckhard Johnke (888) die Revanche des SVL für die 1:2-Hinspielpleite bei der SG Union endgültig perfekt. Bei den Gästen spielte sich Stefan Peplau mit 895 Holz als Tagesvierter unter die besten sechs der Tageswertung.

Ein „Schaulaufen“ war dann auch das 5454:5312 (52:26) am Sonntag vor zahlreichen Zuschauern gegen die SG Sparta/KSG Berlin. Max Jannasch (901), der Tageshöchstholz schiebende Hans Fulczynski (924), Norbert Witzel (919) und Sebastian Rönning hatten den SVL nach zwei Durchgängen mit 138 Holz in Front geschoben. So waren die Auftritte von Frank Wilke (918) und Rainer Pagels (898) im Schlussblock nur noch für die Galerie. Doch trotz des klaren Sieges zollte Frank Wilke den Hauptstädtern, die in Detlef Schulze (905) ihren Besten hatten, seinen Respekt. „Sparta hat eine überraschend gute Vorstellung abgeliefert und sich hier überhaupt nicht wie ein Tabellenzehnter präsentiert.“

Von Torsten Gottschalk

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