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Sport in Brandenburg ESV Kirchmöser bleibt wieder nur Zweiter in der Verbandsliga
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17:58 26.07.2018
Thomas Köhler zog seinen Konkurrenten Wolfgang Stenzel mit dem Schlitten über den Platz. Quelle: Privat
Kirchmöser

Das letzte Verbandsliga-Punktspiel der Ü70-Tennis-Oldies vom ESV Kirchmöser gegen die SG Bergmann-Borsig sollte für das ESV-Team die schwierigste sportliche Herausforderung der Saison werden. Die Berliner waren leicht favorisiert, denn alle Einzelspieler verfügen über eine bis zu drei Leistungsklassen bessere Einstufung durch den Tennis-Verband.

Besondere Spannung im Spiel Stenzel gegen Köhler

Besondere Spannung lag über dem Match der jeweiligen Nummer eins. Wolfgang Stenzel vom ESV und der Berliner Thomas Köhler hatten ihre bisherigen Spiele sehr souverän bestritten. Stenzel fand sehr schnell zu seinem Spiel, beeindruckte den Gast sichtbar und wähnte sich nach 5:2-Zwischenstand vor dem Satzgewinn. Doch Köhler wehrte sich, änderte seine Spielweise und gewann noch 7:5. Da zu diesem Zeitpunkt Bernd Büge in souveräner Art den 1. Satz gewonnen hatte, nährte sich unter den Zuschauern die Hoffnung, dass zwei Einzelsiege für den Gastgeber möglich seien.

Wolfgang Stenzel kämpfte mit Achillesproblemen

Frische Nahrung bekam dieser kleine Hoffnungsschimmer, als Stenzel seinen 2. Satz mit 6:2 gewann. Zwar verlor Büge seinen 2. Satz, aber beiden ESV-Spielern blieb die Tiebreak-Chance. Leider waren die Gäste im 3. Satz routinierter und gewannen jeweils 7:6 gegen die Gastgeber, die sich bis zur Erschöpfung wehrten. Thomas Köhler schätzte sehr fair ein: ,,Ich war am Ende im Vorteil, denn Stenzels Bewegungsabläufe litten sichtbar unter seinen Achillesbeschwerden, denn eigentlich verfügt er über die besseren spielerischen Mittel“.

Drei Jahre in Folge bleibt Kirchmöser Zweiter

Damit war die Vorentscheidung gefallen, denn Wulf Thomas schaffte es nach dem 3:6 im 2. Satz zwar noch bis zum Tiebreak, hatte jedoch seine Nerven nicht unter Kontrolle und verlor 6:7. Peter Hemm konnte beim 3:6 und 4:6 gegen seinen ausgebufften Gegner nur zeitweise mithalten. Mit vier Einzelsiegen hatten die Gäste das Endspiel entschieden. Die Doppel, ohne Stenzel, waren dadurch bedeutungslos. Trotz der vom Ergebnis klaren Angelegenheit fanden die fünf ESV-Spieler und ihr treuer Anhang in der Tatsache Trost, dass sie drei Jahre hintereinander nach Erreichen des Endspieles immer Zweiter wurden. Somit wurde jeweils der Aufstieg in die Verbandsoberliga verpasst.

Thomas Köhler zieht mit einem Schlitten Wolfgang Köhler über den Platz

Thomas Köhler (78) war zwischen 1960 und 1968 zweifacher Olympiasieger und dreifacher Weltmeister im Rodeln.

1980 wurde er Vizepräsident des DTSB und war zugleich Mitglied im Nationalen Olympischen Komitee der DDR.

Wegen der sportlichen Meriten des Gastes brachte ESV-Akteur Wulf Thomas auch einen Schlitten zum Spiel mit.

Nach ganz großem Tennissport zog der ehemalige Rodel-Olympiasieger Köhler voller Respekt Wolfgang Stenzel per Schlitten zum gemeinsamen Erfrischungsgetränk vom Tennisplatz.

Von Marcus Alert

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