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Sport in Brandenburg Japaner Muroya siegt auf dem Lausitzring
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00:19 20.09.2017
Der Japaner Yoshihide Muroya siegte vor Matt Hall und WM-Spitzenreiter Martin Sonka. Quelle: air race
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Klettwitz

WM-Spitzreiter Martin Sonka versuchte beim waghalsigen Flug durch die 25 Meter hohen Pylonen alles. Doch der Tscheche kam im Finale der besten vier Piloten beim Red Bull Air Race am Sonntag auf dem Lausitzring nicht mehr an die Bestzeit des Japaners Yoshihide Muroya heran. Da halfen Sonka auch die vielen lautstarken Fans aus seiner tschechischen Heimat nicht, die extra in die Lausitz gereist waren, um ihren Liebling anzufeuern. 30 000 Zuschauer erlebten wieder ein Motorsportspektakel der Extraklasse durch die Akrobaten der Lüfte.

Zum dritten Mal nach 2010 und 2016 machte das Red Bull Air Race Station im Süden Brandenburgs. Beim vorletzten WM-Lauf sicherte sich der Japaner Muroya in 50,451 Sekunden den Siegerpokal und die 15 Siegerpunkte. Dahinter folgte der Australier Matt Hall in 50,846 Sekunden, der wieder einmal zeigte, dass er auf dem Motodrom-Kurs bestens zurechtkommt. Im Vorjahr hatte Hall auf dem Lausitzring gesiegt. Dritter wurde Sonka in 50,964 Sekunden. Das Final Four hatte auch der überraschend starke Spanier Juan Velarde erreicht, der gleich in der ersten Runde den deutschen Lokalmatadoren Matthias Dolderer im K.o.-Duell distanzierte.

Der Spanier legte in 50,650 Sekunden eine fantastische Zeit vor. Dolderer musste alles geben, führte auch bei der ersten Zwischenzeit mit der

Matthias Dolderer rasiert ein Pylon und kassiert drei Strafsekunden. Das reicht nur zu Platz zwölf. Quelle: air race

Winzigkeit von 0,001 Sekunden, musste dann aber auf dem Weg zu Gate sieben leicht korrigieren, touchierte einen Pylon und kassierte drei Strafsekunden. „Natürlich ist die Enttäuschung riesig. Vor so einer Megakulisse, so vielen Fans zu fliegen und dann in der ersten Runde mit einem Pylon-Hit auszuscheiden, ist ärgerlich“, so Dolderer, der mit Platz zwölf vorliebnehmen musste. „Es war unser eigener Fehler. Wir haben eine Linie zu gestern verändert, das hätten wir besser nicht machen sollen.“

Yoshi Muroya zeigte indes beim Finalrennen Nerven aus Stahl und meinte nach seinem dritten Saisonsieg überglücklich: „Ich habe es nun selbst in der Hand. Ich kann noch Weltmeister werden.“ Damit spielte er auf das Finalrennen Mitte Oktober in Indianapolis/USA an. Vorerst behauptete Sonka dank weiterer neun Punkte die WM-Führung mit 63 Zählern vor Muroya (59), der von Position vier auf zwei kletterte, und dem Kanadier Pete McLeod (56).

Von Peter Stein

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