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Sport in Brandenburg Präsidium tritt nicht mehr an
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13:02 22.02.2018
LSV-Präsidentin Sylvia Madeja tritt nicht mehr an. Quelle: Foto: LSV
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Potsdam

Seit über einem Jahr steht die Führung des Landesschwimmverbandes Brandenburg um Präsidentin Sylvia Madeja in der Kritik (MAZ berichtete). Nun wirft sie selbst hin und mit ihr fast das gesamte bisherige Präsidium. Nur Detlef Willberg, Fachwart Wasserball, stehe wieder zur Verfügung, teilt Sylvia Madeja, die am Dienstag nicht erreichbar war, auf der Homepage des Verbandes mit und lädt für den 10. März zum Verbandstag mit Neuwahlen ein. Auch die bisherigen Vizepräsidenten Norbert Warnatzsch (Leistungssport), Andreas Ehrl (Verbandsentwicklung) und Jana Linde (Finanzen) treten nicht mehr an. Ehrl bestätigt: „Ja, ich trete nicht mehr an. Da ist in den letzten Monaten zuviel schief gelaufen. Innerhalb des Präsidiums wurde mehr gegen- als miteinander gearbeitet.“

Das Präsidium des Landesschwimmverbands hatte sich vor einem Jahr mit knapper Mehrheit dagegen ausgesprochen, dass Jörg Hoffmann Bundesstützpunkttrainer wird und daher zunächst das Ansinnen des Deutschen Schwimmverbandes abgelehnt, in Potsdam einen Bundesstützpunkt zu installieren. Nun ist Potsdam auch dank der Initiative des damaligen Sportministers Günter Baaske (SPD) doch Bundesstützpunkt und Hoffmann Bundesstützpunkttrainer geworden.

Basis hat kein Vertrauen mehr

Zuletzt haben aufgrund der Querelen mit Junioren-Weltmeister Johannes Hintze, Josha Salchow und Wassili Kuhn drei der größten Talente Potsdam verlassen und sind zum Bundesstützpunkt Heidelberg gewechselt. Nach jahrelanger Förderung durch Brandenburg wohlgemerkt. Insider sprechen von einem hohen finanziellen Schaden, vom Imageverlust ganz zu schweigen.

Nicht nur Nikola Petrov, Abteilungsleiter Schwimmen beim PSV Cottbus, sagt: „Frau Madeja ist überfordert. Sie hat den gesamten Verband in Misskredit gebracht. So konnte es ja nicht weitergehen. Der Druck von allen Seiten war sehr groß. Ich bin froh, dass sie nicht mehr antritt.“ Petrov führt weiter aus: „Wir waren bisher bestrebt, die besten Talente aus Cottbus nach Potsdam zu geben. Es kann doch aber nicht sein, dass diese von dort wieder verschwinden, noch dazu auf Betreiben der Lehrertrainer an der Sportschule. Da ist kein Vertrauen mehr da.“

OSP-Chef Kappell: Das System in Potsdam hat versagt

Michael Prenz, Vorsitzender des mit gut 700 Mitgliedern größten Schwimmvereins Brandenburgs, dem 1. Potsdamer SV, hatte schon im März des Vorjahres eine Abwahl von Sylvia Madeja gefordert. „Nun ist sie ihrer Abwahl am 10. März nur zuvorgekommen, in dem sie nicht mehr antritt“, sagt Prenz. Er ist gespannt, ob er aus Heidelberg wenigstens die Ablösesumme zwischen 500 und 1000 Euro für Hintze, Salchow und Kuhn erhält.

Auch Harry Kappell, Bereichsleiter Potsdam für den Olympiastützpunkt Brandenburg, meint: „Die drei Schwimmer sind ein großer Verlust. Da hat unser System in Potsdam versagt. Wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht“, räumt er selbstkritisch an. „Die Sportler haben für sich entschieden, dass sie in Potsdam trainingsmethodisch für sich nicht den richtigen Weg sehen. Hier die Schuldfrage zu stellen, ist schwer.“

Prenz macht deutlich: „Wir reden beim Präsidium des Landesschwimmverbandes von einem Ehrenamt. Es wird schwer sein, jetzt in der Kürze der Zeit geeignete Leute zu finden, die auch willens sind, sich für den Schwimmsport im Land einzusetzen. Es wird eine intensive Diskussion geben.“ Petrov sieht in den Neuwahlen vor allem eine Chance für einen Neuanfang.

Von Peter Stein

Der 23-Jährige spielt bereits seit 2012 für den Basketball-Zweitligisten aus Stahnsdorf und ist in der laufenden Saison erstmals Kapitän.

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