Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Die Galionsfigur bleibt weiter an Bord
Sportbuzzer Lokalsport Teltow-Fläming Die Galionsfigur bleibt weiter an Bord
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:39 25.02.2017
Anzeige
Ludwigsfelde

Auf einen Kontrahenten freut er sich ganz besonders, morgen, wenn auf dem Parkett der Stadtsporthalle das Duell gegen den VfL Tegel angepfiffen wird. „Es ist schön, Frank Schücke wiederzutreffen, ich habe ja früher mit ihm zusammen gespielt“, sagt René Rose, „und natürlich wollen wir Revanche nehmen für unsere Niederlage beim Spiel in Tegel.“ Mit Schücke, inzwischen Trainer beim „Verein für Leibesübungen 1891“, dem Rivalen morgen in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree, war Rose vor einigen Jahren zusammen beim Ludwigsfelder HC aufgelaufen und hatte das Team gemeinsam mehrere Monate als Spielertrainer gecoacht.

LHC-Kapitän Rose, der vor Kurzem seinen 35. Geburtstag feierte, hat viele Mitspieler kommen und gehen sehen in seinen rund zwei Jahrzehnten im Trikot des Handball-Oberligisten – und das wird vorerst auch so bleiben: Der Routinier hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. „Ich werde auch in der kommenden Saison weitermachen“, sagt er, „ich fühle mich körperlich und von der Leistungsfähigkeit dazu in der Lage und solange das so bleibt, werde ich auch weiter beim LHC spielen.“

Am morgigen Sonnabend empfängt der Club in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree den VfL Tegel. „Die sind sehr gefährlich, das Team hat nicht umsonst am vergangenen Wochenende gegen Altlandsberg gewonnen“, warnt LHC-Trainer Jantzen. Auch der Coach ist froh, dass sein Kapitän an Bord bleibt: „Für Ludwigsfelde ist das enorm wichtig, er ist ein Vorbild, gerade für viele junge Spieler. Das war ein Signal. Er ist der wichtigste Baustein überhaupt. Er ist einer der fittesten im Team und läuft immer noch vorneweg. Das ist angesichts der vielen Jahre, die er Handball spielt, wirklich bemerkenswert.“

Das Geheimnis der langanhaltenden Fitness? „Immer, wenn es nötig ist, etwas zusätzlich zu den drei Trainingseinheiten mit dem Team absolvieren und früh mit Sporttreiben anfangen. Ich bin schon seit der ersten Klasse geschwommen und habe Tennis gespielt.“ Mit 13 Jahren begann der Rückraumspieler dann seine Handball-Laufbahn in der Jugendabteilung des LHC, in der A-Jugend und seinem ersten Männerjahr spielte der studierte Luftfahrtingenieur für die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst – danach streifte er wieder das Trikot des Ludwigsfelder HC über und nicht mehr ab.

Aus Überzeugung, nicht aus Mangel an Gelegenheit. Einen Wechsel zur Sportschule lehnte er beispielsweise ab. „Es gab die Möglichkeit, nach Cottbus oder Magdeburg zu gehen, aber das war mir zu weit von meinen Wohnort Ludwigsfelde entfernt. Hätte es damals eine Sportschule in Potsdam gegeben, hätte ich mich vielleicht anders entschieden,“

Eine besonders schillernde Offerte aus der zweiten Liga, die durch die lokale Handballszene geisterte, entpuppte sich allerdings als Gerücht: „Ich hatte damals eine Freundin in Leipzig“, sagt er schmunzelnd, „und jemand hat mich mit meiner Sporttasche in diese Richtung fahren sehen. Der hat gedacht, ich führe zu einem Probetraining nach Dessau.“

Anfragen aus der Oberliga gab es öfter“, berichtet er, aber irgendwann wissen die Vereine, dass sie nicht mehr anrufen müssen, weil sie wissen, ich fühle mich beim LHC sehr wohl.“

Und der LHC mit Rose: Was die Rolle als Leitwolf betrifft, wird der Rechtshänder mit zunehmendem Alter immer besser, wie ein alter Wein – in diesem Fall dann wohl ein Rosé-Wein. Er ist der Klister, der das Team auch in schwierigen Situationen zusammenhält, für viele eine Galionsfigur und schon lange das Gesicht des Vereins: Auf einem großen Werbeplakat in der Stadtsporthalle prangt Roses Konterfei. Im Steckbrief auf der Homepage findet sich in der Rubik „beim LHC seit: ...gefühlten 100 Jahren“.

Auch in der Zukunft wird Rose seinem Heimatclub wohl erhalten bleiben – auf dem Spielfeld und später im großen Mechanismus, der einen Verein am Laufen hält. „Wenn ich nicht mehr in der Oberliga spielen kann“, sagt er, „dann werde ich vielleicht noch eine Klasse tiefer bei einem Verein in der Region spielen, aber ich möchte mich trotzdem weiter beim LHC einbringen, in welcher Funktion auch immer.“

In dieser Spielzeit würde er gerne den vierten Platz, auf den sich die Ludwigsfelder Vertretung derzeit vorgekämpft hat, bis zum Saisonende verteidigen. Erst einmal aber steht am morgigen Sonnabend das Duell mit dem „VfL Tegel 1891“ und einem alten Bekannten auf dem Programm. Der Aufsteiger aus der Berlinliga liegt derzeit auf dem elften Platz und rang in eigener Halle bereits mehrere deutlich besser platzierte Gegner nieder: Am vergangenen Wochenende bezwang das kampfstarke Team den Tabellendritten MTV 1860 Altlandsberg (24:21), auch der LHC unterlag im Dezember (26:28).

„Einige Ergebnisse sind überraschend, aber das ist eine kleine, enge Halle mit einem Publikum, das ordentlich Stimmung macht“, sagt Jantzen, „und der VfL kann Handball spielen, da kann es auch für Spitzenmannschaften ganz schwierig werden.“ Jantzen und seine Trainerkollegen beim Gegner aus Nordwest-Berlin kennen sich ebenfalls bestens – der Ludwigsfelder Coach trainierte Schücke beim TSV Rudow, gemeinsam hatten sie auch ein Jahr bei den Füchsen Berlin gespielt. renerose@web.de

Gefeiert mit der Mannschaft hat René Rose seinen Ehrentag schon – „wir haben eine nachträgliche Weihnachtsfeier beim Italiener und meinen Geburtstag verbunden“ – es ist trotzdem gut möglich, dass es in der Stadtsporthalle noch viele Gratulationen geben wird.

Von Lars Sittig

Beim 24. Dabendorfer Herbstlauf treten 232 Starter an. Der Gewinner auf der 15-Kilometer-Distanz wird im Ziel erst im allerletzten Moment wahrgenommen.

16.09.2015
Teltow-Fläming Starke Konkurrenz in Löwenberg - Gelungener Test junger LLG-Läuferinnen

Test bestanden. Drei junge Läuferinnen der LLG Luckenwalde nahmen erfolgreich an den 22. Internationalen Löwenspielen im Löwenberger Land teil. Dort stellten sie sich starker Konkurrenz über 800 Meter.

16.09.2015
Teltow-Fläming Fußballer der Luckenwalder Ebert-Schule qualifizieren sich für das Regionalfinale in Potsdam - Gelungener Einstand für neuen Sportlehrer

Erfolg für junge Fußballer der Luckenwalder Ebert-Schule. Sie qualifizierten sich als Kreissieger im Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ für das Regionalfinale. Ein gelungener Einstand für den neuen Sportlehrer.

13.09.2015
Anzeige