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Teltow-Fläming Ein Luckenwalder startet durch
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16:07 09.02.2018
Ulrich Troch legt sich mit seiner Honda RS 125 in die Kurve. Quelle: Thomas Kunstmann
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Luckenwalde

„Es kribbelt bereits“, sagt Ulrich Troch. Der Luckenwalder will in diesem Jahr wieder einmal als Rennfahrer auf historischen Maschinen durchstarten. Bis es soweit ist, muss allerdings die Sonne etwas höher stehen. Ende April ist eine erste Test- und Einstellfahrt auf seinen beiden Rennmaschinen geplant.

Saisonhöhepunkt ist für Troch das Rennen auf dem Sachsenring im Juni. Dort wird das Herz des Rennsportfans aus Luckenwalde am lautesten schlagen. Historische Maschinen in den Klassen von 80 bis 125 ccm erreichen auf dem Sachsenring Spitzengeschwindigkeiten bis zu 230 km/h. Wie Troch auf dem traditionsreichen Kurs bei Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz abschneiden wird, das weiß er noch nicht. „Es gibt in diesem Jahr eine neue Klasseneinteilung, Vorhersagen sind deshalb schwierig“, erklärt Troch.

Troch nutzt Winter, um seinen Sport in der Öffentlichkeit zu präsentieren

Seine beiden Rennmaschinen stehen derzeit im Museum. Sie gehören zu den Exponaten der Sonderausstellung „60 Jahre ADMV“ in Ludwigsfelde (siehe auch Infokasten). Ulrich Troch nutzt die Wintermonate, um sich und den historischen Rennsport einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. „Meine beiden ausgestellten Motorräder sind bei den Besuchern der Ausstellung in Ludwigsfelde durchaus auf Interesse gestoßen“, sagt Troch. Am Sonntag wird wieder mit Andrang im Museum gerechnet. Eine Besuchergruppe aus Weixdorf und Cottbus ist angekündigt. Die Gäste werden sachkundig durch die Schau geführt. Klaus Driefert, dreimaliger Europameister und neunmaliger DDR-Meister im Motorbootrennsport, erklärt den Besuchern die Exponate der Ludwigsfelder Ausstellung. Darunter sind auch die historischen Rennmaschinen des Luckenwalders Ulrich Troch.

Ohne Westgeld und Beziehungen kein Material in der DDR

Dessen Liebe zum Motorsport entfachte zu DDR-Zeiten. Mitte der 1980er Jahre startete Troch seine Selbstschrauberkarriere. Er begann Rennmaschinen zu konstruieren und fuhr mit seinen Eigenbauten erste Rennen. „Aber ohne Westgeld oder Beziehungen waren die Grenzen der Materialbeschaffung schnell erreicht“, erinnert sich Troch. Die Faszination Motorsport hat ihn dennoch nicht wieder losgelassen. Seit mehr als 30 Jahren schraubt er an Motorrädern herum. Dabei ist nicht unbedingt die höchste Geschwindigkeit das Ziel, wie die vergangenen zwölf Monaten gezeigt haben. 2017 war für den Luckenwalder Motorsportler ein erfolgreiches Jahr. Troch sicherte sich zahlreiche gute Platzierungen bei sogenannten Gleichmäßigkeitsrennen. Dabei geht es um Rundenzeiten, die auf die Tausendstel genau sein müssen.

Am Classic-Cup 2017 nahm er mit zwei Maschinen (Honda RS 125 und Tro-Speed-Eigenbau) ohne technische Probleme an allen sechs Wertungsläufen teil. Die Rennen fanden auf dem Sachsenring, auf der Weixdorfer Spinne bei Dresden (Sachsen), auf dem Flugplatz in Cottbus-Drewitz, auf dem Weidaer-Dreieck (Bergpreis, Rundstreckenlauf) bei Riesa und dem Zschorlauer-Dreieck bei Aue (jeweils in Sachsen) statt. Dazu kommen weitere Veranstaltungen. So startete Troch beim Rennen aus Anlass des 90. Sachsenring-Geburtstages, an dem zahlreiche Größen der Motorradrennsportszene am Start waren. Der Luckenwalder fachsimpelte dabei mit den Vizeweltmeistern Ralf Waldmann und Aalt Toersen. „Coole, lockere Typen“, sagt Troch.

In scharfen Rennen um Pokale fahren

Seine Teilnahme an den Rennen 2017 dienten bereits der Vorbereitung auf die diesjährigen Projekte. Ihre Standfestigkeit haben die Motoren und die neue Technik bereits bewiesen. Nun will der Luckenwalder Motorsportler in scharfen Rennen um Pokale fahren. Zurzeit ist er dafür auf Sponsorensuche (Kontakttelefon: 01 60/99 28 69 29). Die Saisonkosten liegen im mittleren vierstelligen Bereich.

Von Frank Neßler

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