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Glanzvoller Schlusspunkt für den Skat-Club Grand Hand

Skat Glanzvoller Schlusspunkt für den Skat-Club Grand Hand

Eric Dielau hat mit dem Gewinn des Titels bei der Junioren-Europameisterschaft in Polen für den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte des Zossener Skatclubs Grand Hand gesorgt. Die erste Mannschaft des Vereins aus dem Landkreis Teltow-Fläming hatte außerdem vor Kurzem die Premierensaison in der zweiten Skat-Bundesliga beendet.

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Der Zossener Eric Dielau (M.) erkämpfte bei der Junioren-Europameisterschaft den Titel.

Quelle: foto: Lars Sittig

Zossen. Die große Feier musste noch etwas warten, nachdem der historische Triumph gelungen war – auf Eric Dielau warteten noch Verpflichtungen. „Ich war am Tag danach noch als Schiedsrichter beim Herren-Finale eingeteilt“, sagt der Zossener, der in Wisla (Polen) bei den 20. Offenen Europameisterschaften im Skat den Junioren-Wettbewerb gewonnen hatte, „deshalb haben wir dann erst bei der großen Abschlussgala den Titel ausgiebig gefeiert.“

Zu zelebrieren gab es dann auf der Players-Party nicht weniger als den größten Triumph in der ohnehin erfolgsbeladenen Historie des Zossener Skat-Clubs „Grand Hand“. Der 20 Jahre alte Dielau hatte den höchsten internationalen Titel bisher gewonnen und damit einer historisch wertvollen Saison einen glanzvollen Schlusspunkt beschert. Kurz zuvor hatte er außerdem mit der ersten Mannschaft seines Heimatvereins den Klassenerhalt in der zweiten Bundesliga Staffel Ost (des Deutschen Skat-Verbandes) erkämpft. In der Premierensaison hatte der Aufsteiger Rang vier erkämpft, nur drei Teams waren besser (Grand-ouvert Zwickau I, Karo Bube Wismar I, Neuköllner Jungs Berlin).

In den kommenden Jahren will sich der Verein dauerhaft in der zweithöchsten deutschen Spielklasse etablieren.„Wir wollen in der kommenden Saison wieder den Klassenerhalt schaffen“, sagt Ralf Stroh, der Vereinschef, der den Club 1998 mitgegründet hat. Auch Dielau hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: „Im kommenden Jahr bei den Weltmeisterschaften in Berlin will ich den Titel gewinnen.“

In Südpolen hatte Dielau nach 720 Spielen gesiegt und damit seine eigene Bestmarke verbessert: Vor zwei Jahren, bei der 19. offenen EM in Koblenz, hatte er den zweiten Platz in der Junioren-Konkurrenz erkämpft. Begonnen hatte alles 2005 in der Skat-Arbeitsgemeinschaft an der Wünsdorfer Grundschule unter Strohs Regie. In den Jahren danach wurde Dielau gezielt gefördert. Erfolge stellten sich schnell ein: Das Nachwuchstalent erkämpfte viele Landesmeistertitel und Medaillen bei Schüler- und Jugendmeisterschaften auf Deutschlandebene. „Auch Schulwechsel und Lehrausbildung hielten Eric nicht davon ab, seine Mitgliedschaft im Zossener Skatclub beizubehalten und weiter Skat zu üben und zu spielen“, lobt Stroh, „seit mehreren Jahren spielt er schon in der ersten Mannschaft des Skatclubs.“

Dielau gehörte auch zu dem Ensemble aus dem Landkreis Teltow-Fläming, das nach zwei hintereinanderfolgenden Aufstiegen den Durchmarsch von der Oberliga bis in die zweite Bundesliga schaffte und den Höhenflug mit dem Klassenerhalt nun weiter fortsetzte. Der Zossener trat parallel in der vergangenen Saison außerdem in der ersten Bundesliga des Verbandes Ispa, International Skat Players Association, für Euroskat.com Berlin an, das in der Gruppe Ost der deutschen Eliteliga den Meistertitel erkämpfte.

Zum Titelkampf in Wisla war Dielau mit viel Rückenwind gereist und hatte sich außerdem gut präpariert. „Darauf haben wir besonders in diesem Jahr viele Stunden, Tage und Wochen hingearbeitet“, sagt Stroh, der selber bei der EM gestartet war, „dieser Aufwand hat sich gelohnt.“

Der Schützling des Präsidenten hatte es bei den Titelkämpfen geschafft, den amtierenden polnischen Europameister mit fast 900 Punkten Vorsprung zu besiegen und erreichte mit seinen 16 040 Punkten den 78. Platz von 619 Teilnehmern in der Gesamtwertung. Grund genug, sich rechtzeitig auf den nächsten internationalen Titelkampf vorzubereiten: Im kommenden August wird in Berlin die 21. offene Skat-Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Chance für den SC Grand Hand, nur wenige Kilometer von der Heimat entfernt die nächsten Vereinsrekorde zu erzielen.

Von Lars Sittig

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