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Heimsieg gegen den LHC Cottbus statt Couch

Handball, Oberliga Heimsieg gegen den LHC Cottbus statt Couch

Florian Storm wollte seine Laufbahn eigentlich schon beenden – er entschied sich anders und spielt mit dem Ludwigsfelder HC eine starke Saison in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree. Am Sonnabendabend bezwang das Team in der heimischen Stadtsporthalle den Lausitzer HC Cottbus und feierte einen historischen Erfolg gegen den Dauerrivalen.

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Florian Storm erzielte zwei Treffer für den Ludwigsfelder HC beim Erfolg in der Stadtsporthalle gegen den LHC Cottbus.

Quelle: foto: Julius Frick

Ludwigsfelde. Als der Krimi mit einem guten Ausgang beendet worden war, feierte Florian Storm im Kreise seiner Kollegen ausgelassen auf dem Parkett der Stadtsporthalle den Erfolg: Unmittelbar zuvor hatte der Ludwigsfelder HC den Lausitzer HC Cottbus in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree (OOS) zu Hause mit 30:29 (14:15) bezwungen.

Ein fast schon historischer Erfolg: In den Annalen findet sich kein Heimsieg des LHC gegen Cottbus seit der Einführung der OOS im Jahre 2010. „Das wurde auch mal Zeit“, freute sich Routinier Storm, „durch zu schnelle und ungenaue Würfe sowie unglückliche Zeitstrafen haben wir das Spiel allerdings selbst nochmal spannend gemacht. Zum Glück hat der Gegner im letzten Angriff die Chance zum Ausgleich nicht genutzt und die zwei Punkte bleiben in der Stadtsporthölle.“

Oft hatte es in den vergangenen Jahren umkämpfte, enge Duelle gegeben in der Arena über Kaufland – ein Sieg gelangen Storm, der seit 2009 beim LHC spielt, und seinem Team jedoch nicht. Dass der 29-Jährige auch in dieser Spielzeit für den LHC aufläuft und gegen Cottbus zwei Treffer erzielte, ist nur dank einer Art Rücktritt vom Rücktritt möglich: Nach der vergangenen Saison sollte eigentlich Schluss sein, der 1,90 Meter große Rückraumspieler wollte mehr Zeit mit Töchterchen Leni und Frau Sophia, die in der zweiten Mannschaft der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst spielt, verbringen. „Mich hat dann aber doch noch einmal der Ehrgeiz gepackt“, sagt Storm, „zumal es auch spannend war, unter der neuen Trainerin Nicole Klante zu üben, die noch einmal einen neuen Blickwinkel auf viele Dinge mitgebracht hat. Ich habe mich mit meiner Frau beraten und sie hat grünes Licht gegeben.“

Florian Storm, der bei seinem Heimatverein, der HSG, mit dem Handball begonnen hatte, war vor knapp neun Jahren zum LHC übergesiedelt. „Der Verein, die Fans und die Mitspieler sind super“, sagt er, „deshalb habe ich auch nie darüber nachgedacht, zu wechseln.“

Nach dem Sieg gegen den Dauer-Rivalen Cottbus, der in seinen Glanzzeiten sogar in der zweiten Bundesliga spielte, liegt der LHC auf Rang fünf, kann aber mit einem Sieg im Nachholspiel auf Rang drei vorrücken.

Auch am Sonnabendabend entwickelte sich gegen Cottbus wieder eine enge, hochdramatische Partie. „In der ersten Halbzeit spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe“, analysiert Storm, „zu Beginn der zweiten Hälfte blieb das Spiel weiterhin ausgeglichen. Durch eine Steigerung unserer Abwehrarbeit – die Ursache war schnelles Verschieben – sind wir Mitte des zweiten Durchgangs zu leichten Ballgewinnen gekommen, die wir zu einer Fünf-Tore-Führung nutzen und am Ende gewinnen konnten.“

Am 17. Februar tritt der LHC beim Tabellennachbarn Altlandsberg an – perspektivisch steht in den kommenden Monaten die Weichenstellung für die kommende Saison auf der To-do-Liste. „Ich habe noch nicht mit dem Verein wegen der Kaderplanung gesprochen“, sagt Florian Storm, der als Werkzeugmechaniker in einem Luftfahrt-Unternehmen arbeitet, „aber die Tendenz geht dahin, dass ich gerne noch ein Jahr beim LHC spielen würde, wenn ich gesund bleibe.“

Von Lars Sittig

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