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Teltow-Fläming Kleines Rad im großen Getriebe
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00:21 06.03.2018
Physiotherapeut Sven Kuhlbrodt (r.) mit Gold-Bobanschieberin Lisa-Marie Buckwitz. Quelle: Privat
Luckenwalde

Ereignisreiche drei Wochen liegen hinter Sven Kuhlbrodt. Der Luckenwalder war als Physiotherapeut Teil des erfolgreichen Teams Deutschland (14-mal Gold, zehnmal Silber und siebenmal Bronze) bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen, die am Sonntag im südkoreanischen Pyeongchang zu Ende gingen. Ein kleines Rad im großen Getriebe. Bescheiden erklärte Kuhlbrodt nach seiner Rückkehr: „Ich bin Physio und mache meinen Job. Alle Sportler sind topfit an den Start gegangen.“

Luckenwalder marschiert mit Athleten ins Olympiastadion ein

Kuhlbrodt gehörte in Pyeongchang zum Betreuerteam der deutschen Bobsportler, die mit dreimal Gold und einmal Silber am herausragenden Abschneiden des Teams Deutschland bei den XXIII. Olympischen Winterspielen beteiligt waren. „Der Zusammenhalt war super“, sagte der Luckenwalder, „drei Wochen lang dazu gehört zu haben, das war schon cool.“

Als Physiotherapeut marschierte Kuhlbrodt bei der Eröffnungs- und bei der Abschlussfeier der Spiele mit den deutschen Athleten ein. In der ersten Woche sah er sich bei gefühlten minus 27 Grad live Entscheidungen im Biathlon, im Skispringen und im Rodeln an. Dann begann für die deutschen Bobpiloten die heiße Phase der Vorbereitung auf ihre Olympiastarts. Das Arbeitspensum für Kuhlbrodt nahm ebenfalls zu. „Fünf Tage vor dem Wettkampf ist Anschieberin Annika Drazek umgeknickt“, plauderte er aus dem Nähkästchen, „sie zog sich dabei eine Verletzung des Sprunggelenks zu. Das haben wir noch gut hinbekommen.“ Zusammen mit Pilotin Stephanie Schneider verpasste Drazek die Bronzemedaille um 0,08 Sekunden.

Überraschungscoup von Jamanka als emotionalster Moment

Für den emotionalsten Moment, so Kuhlbrodt, sorgten jedoch Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz. „Ihre Goldmedaille im Zweierbob war der Überraschungscoup überhaupt, damit hatte niemand gerechnet“, erklärte der Luckenwalder. Die deutschen Bobfahrer wollten in Pyeongchang die Schmach von Sotschi tilgen. 2014 blieben sie in Russland ohne Medaille. „Sotschi war im Hinterkopf, andere Verbände wie die Biathleten oder die Rodler hatten ja bereits geliefert“, erklärte Kuhlbrodt.

Nach der ersten Goldmedaille für die deutschen Bobfahrer durch Francesco Friedrich und seinem Anschieber Thorsten Margis im Zweierbob wich der Druck. Der Überraschungscoup von Jamanka/Buckwitz steigerte die Vorfreude auf die Viererbob-Entscheidung. „Dort waren wir gut aufgestellt, wir hatten drei Kugeln im Colt“, erklärte Kuhlbrodt. Mit Gold und Silber erfüllten die großen Schlitten, gesteuert von den Piloten Francesco Friedrich und Nico Walther und auf Geschwindigkeit gebracht von den Anschiebern Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis beziehungsweise Alexander Rödiger, Eric Franke und Kevin Kuske, die Erwartungen.

Erfahrungen und Kontakte für Kuhlbrodt Gold wert

Ausgelassen feierten die Athleten im Deutschen Haus die Erfolge. Erst im Flugzeug auf der Rückreise ging es etwas ruhiger zu. „Es herrschte ein super Teamgeist unter allen Wintersportler“, sagte Kuhlbrodt. Die in Südkorea gesammelten Erfahrungen und die geknüpften Kontakte werden für ihn auf seinem weiteren beruflichen Weg ebenfalls Gold wert sein.

Von Frank Neßler

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