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Teltow-Fläming Medaillenglanz als Lohn harter Vorbereitung
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21:56 21.11.2018
Zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen erkämpfte Peter Weiss (4Fight) in Italien. Quelle: Frank Neßler
Luckenwalde

All die Entbehrungen der zurückliegenden Monate haben sich gelohnt. Sie werden vom Glanz der Medaillen überstrahlt. Peter Weiss, Trainer im Luckenwalder 4Fight-Sportcenter, hat als Aktiver im Alter von 42 Jahren gezeigt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Bei den diesjährigen Unified World Championships in Italien, der größten Weltmeisterschaft für Kampfsportler aus mehr als 40 Verbänden, trat er in vier Disziplinen an und stand dabei immer auf dem Treppchen. Mit zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen im Gepäck, kehrte Weiss von den Titelkämpfen zurück. Weltmeister wurde der 42-Jährige im MMA (Mixed Martial Arts) und im Muay Thai, im K1 sowie im Kickboxen wurde er jeweils Dritter.

Auf die Idee gebracht, bei Weltmeisterschaften anzutreten, wurde Weiss Anfang des Jahres. Bei einem Aufenthalt in Thailand, der Wiege des Muay Thai, ermutigte ihn Daniel Dörrer zu diesem Schritt. „Für die Ü40 bist du doch noch ganz fit“, packte ihn der zehnfache Weltmeister an der Ehre. Weiss nahm die Herausforderung an.

Vom WM-Kampfgewicht war Peter Weiss weit entfernt

Es war der Beginn eines persönlichen Martyriums. Zunächst musste er auf ein Kampfgewicht von 83 Kilogramm kommen. „Als ich auf der Waage stand, wusste ich, das wird hart“, sagte Weiss, der im Januar noch 98 Kilo wog.

Nach Monaten erbarmungslosem Trainings mit persönlichem Ernährungsberater, physiologischer Betreuung und harten Bergauf-Sprints in den Rhinower Bergen des Havellandes, wo Weiss zu Hause ist, war das Kampfgewicht kurz vor dem Championat erreicht.

In Italien angekommen, gab es für ihn eine Überraschung. Die Masters-Altersklasse war unbesetzt. „Ich musste mich also mit viel jüngeren Sportlern messen“, erklärte Weiss. „Nehmen was kommt“, war sein Motto. Es galt, sich auf vier verschiedene Kampfsportarten mit unterschiedlichen Regelwerken zu konzentrieren. Erschwerend kam hinzu dass in Italien im Turniermodus gekämpft wurde. „Anders als bei einzelnen Weltmeisterkämpfen war es nicht möglich, sich speziell auf einen bestimmten Kontrahenten vorzubereiten und seine Stärken und Schwächen im Vorfeld genau zu analysieren“, erklärte Weiss.

Er dachte erfolgreich von Kampf zu Kampf. Schließlich hielt Weiss zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen in seinen Händen. „Ich fühlte mich zwar wie vom Bus überfahren, aber es war geil“, sagte der 42-Jährige nach seinem Kampfmarathon.

Von Frank Neßler

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