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Teltow-Fläming Personalproblem in Trebbin blendend kaschiert
Sportbuzzer Lokalsport Teltow-Fläming Personalproblem in Trebbin blendend kaschiert
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21:51 26.02.2017
Torsten Wagner (r.) nimmt Maß. Am Sonnabend war der Trebbiner sieben Mal erfolgreich. Quelle: Heike Granzow
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Trebbin

Den Trebbiner Verbandsligahandballern gelang am Samstagabend im heimischen Sportkomplex wie bereits im Hinspiel ein Unentschieden gegen den Nordstaffel-Primus SV Berolina Lychen. „Das war eine saustarke Leistung der Mannschaft, gerade bei den Personalproblemen“, schätzt SC-Kreisläufer Silvio Kahle das 28:28 ein. Bei den Trebbinern fehlten einige Leistungsträger erkrankt. Trotz des Punktverlustes stehen die Gäste aus dem Norden bei sechs Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Wusterwitz, jedoch unmittelbar vor der Verbandsligameisterschaft.

Gastgeber überraschen in den ersten Minuten

Mit Sven Keck im Rückraum und Benjamin Stollin auf Linksaußen versuchten die Clauertstädter vom Anpfiff der Partie an, ihre Personalsorgen zu kaschieren. Zu Spielbeginn klappte das auch hervorragend. Nach einer 3:2-Führung verloren die Berolina-Angreifer im Angriff den Faden. Sie ließen den Hausherren die Möglichkeit, über Tempogegenstöße mit 7:4 in Führung zu gehen (15. Minute). In der Folge vergaben die SC-Angreifer mehrfach die Chance auf eine Erhöhung des Vorsprungs, weswegen die Gäste nicht nur wieder aufschließen, sondern nach einem 5:0-Lauf das Heft gar wieder an sich reißen konnten (8:10/20.).

Die Trebbiner taten sich zunehmend schwerer gegen die kompakte Gästedeckung und blieben selbst einige Male zu passiv gegen Lychens Toptorschützen Michael Zander (7 Tore). Folgerichtig gingen die Gäste mit einer 16:13-Führung in die Pause, die sie gleich nach Wiederanpfiff auf 18:13 ausbauen konnten. Es schien, als hätten die Hausherren unnötigerweise eine etwas längere Halbzeitpause eingelegt. „Dass wir dann nicht aufgegeben haben, hat uns noch einmal gepusht“, freute sich SC-Spielertrainer Sven Keck, „es war dann einfach nur der Hammer, vor diesem Publikum zu spielen.“ Schließlich hatten auch die Gäste trotz der weiten Anreise einige ausgerüstete Fans mitgebracht, die gemeinsam mit den 200 weiteren Zuschauern eine tolle Stimmung fabrizierten.

Trebbiner kämpfen sich wieder heran

Nach dem Fünf-Tore-Rückstand, der bis zur 40. Minute anhielt, kämpften sich die Trebbiner Stück für Stück wieder heran. Nach einer Dreiviertelstunde hatte Benjamin Stollin den Anschluss erzielt, ehe der eingewechselte Aushilfs-Rechtsaußen Thomas Polke zum umjubelten 24:24-Ausgleich traf (50.). „Da war unsere Abwehr endlich besser, wodurch unser Torhüter besser ins Spiel gekommen ist“, stellte Ersatz-Linksaußen Stollin fest. Für den verletzten Jan Hilbert hatte wieder Matthias Frank das SC-Tor übernommen.

Die dritte Zeitstrafe und folgende Hinausstellung gegen Lychens Zander schien zunächst dem Tabellenführer mehr zu nützen als den Clauertstädter. Sie legten auf 26:24 vor. In der Schlussphase kehrte jedoch das zuvor abhandengekommene Glück zurück zu den Trebbinern. Mit einer Wahnsinns-Energieleistung schafften die sicheren Siebenmeterschützen Sven Keck und Silvio Kahle zweimal den Ausgleich. Lychen blieb nur noch ein direkter Freiwurf nach abgelaufener Spielzeit, der den Weg ins Tor aber nicht mehr finden sollte. Zwar jubelten anschließend nur die Trebbiner, aber später dürften auch die Lychener ob der bestandenen Auswärtsprobe und des beruhigenden Tabellen-Vorsprungs erleichtert gewesen sein.

„Schade, da war wieder mehr drin“, gab Spielmacher Arne Pfaender zu Protokoll, während Keck den SC-Männern einen „guten Handball trotz der personellen Schwierigkeiten“ bescheinigte. Die Trebbiner bleiben nach diesem gerechten Unentschieden auf Tabellenplatz vier und müssen am kommenden Samstag (18 Uhr) beim Vorletzten Blau-Weiß Perleberg antreten.

Von Fabian Stollin

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