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Teltow-Fläming Sieges-Serie reißt im Spitzenspiel
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10:54 13.02.2017
Die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst bleibt trotz der Niederlage gegen Verfolger Werder an der Spitze der Brandenburgliga. Quelle: foto: Lars Sittig
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Ahrensdorf

Während im Hintergrund der Auswärtssieg gefeiert wurde, hatte sich das Team der HSG im Kreis versammelt und hielt gemeinsam einen Moment inne – eine ungewohnte Situation für das Ensemble aus Ahrensdorf und Schenkenhorst: Zehn Monate lang hatte das Team alle Spiele in der Brandenburgliga der Damen gewonnen, erst der HV Grün-Weiß Werder konnte die Serie am Sonnabend mit einem 24:22 (9:13)-Sieg beenden.

Nach der Niederlage im Spitzenspiel fand HSG-Trainer Kai Kischel aufbauende Worte für seine Spielerinnen: „Ich habe der Mannschaft gesagt“, berichtete er, „dass ich mit der Leistung zufrieden bin und es lobenswert war, wie die Mannschaft bis zum Schluss gekämpft hat. Am Ende haben wir gegen einen Gegner verloren, der an dem Tag einfach ein Quäntchen besser war.“

Ahrensdorf/Schenkenhorst bleibt nach dem ersten Punktverlust der Saison an der Tabellenspitze, das Titelrennen erhält allerdings neue Brisanz: Der Vorsprung auf Verfolger Werder ist auf einen Zähler zusammengeschmolzen, bei Punktgleichheit am Saisonende würde der direkte Vergleich aber für Werder sprechen – das Hinrundenduell hatte die Handball-Spiel-Gemeinschaft im Herbst mit 25:17 gewonnen.

Das war am Sonnabend in der gut gefüllten Sporthalle in Ahrensdorf – auch ein stattlicher Werder-Fanblock unterstützte sein Team – trotz einer Halbzeit-Führung nicht gelungen. „Wir haben unser Potenzial nicht abgerufen“, sagt Kischel, „in der zweiten Halbzeit haben wir den Spielfaden verloren und auch in der Abwehr nicht mehr so stark gedeckt wir in der ersten Hälfte.“

Mitte der zweiten Halbzeit hatte Werder nach dem Vier-Tore-Halbzeitrückstand ausgeglichen (16:16, 44.). In einer Phase, in der dem Heimteam wenig Treffer gelangen, stellte Werder die Weichen auf Sieg. Mehrfach parierte Werders Torfrau Würfe der Ahrensdorferinnen, auch zwei Siebenmeter fanden in der Schlussphase nicht den Weg ins Tor des HV Grün-Weiß.

Der Blick auf das große Ganze bei der HSG fällt trotzdem positiv aus: Das Team kann nach einer überragenden Saison weiterhin aus eigener Kraft Rang eins erkämpfen. In den kommenden Wochen wird sich entscheiden, wer sich die Meisterschaft und das Aufstiegsrecht in die Oberliga Ostsee-Spree sichert.

„Wenn sich die Möglichkeit zum Aufstieg ergeben würde“, sagt Kischel, „wären wir nicht abgeneigt. Im Moment ist aber die Spielerdecke dünn, deshalb überlegen wir, ob wie es wagen sollten. Wir müssten noch ein bis zwei Spielerinnen für den Aufbau dazubekommen. Aber die Mannschaft hätte Lust und wir trauen uns das zu.“ Im vergangenen Jahr hatte sich die HSG als Zweitplatzierter noch gegen den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse entschieden. „Wir wurden damals gefragt, haben aber abgelehnt“, erinnert sich Kischel. Auch der Sieger der Spielzeit 2015/16, die HSG Fredersdorf/Petershagen, war in der Brandenburgliga geblieben.

Helfen würde Ahrensdorf im Titelrennen eine neuerliche Siegesserie. Die letzte Partie vor der Niederlage gegen Werder hatte Ahrensdorf/Schenkenhorst zuvor am 9. April 2016 beim VfB Doberlug-Kirchhain verloren (25:26). Am kommenden Sonnabend gibt es die Chance zur Revanche: Die HSG tritt beim Kontrahenten aus dem Südwesten des Landes Brandenburg an.

Von Lars Sittig

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