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Spitzenteam-Besieger feiern in der Stadtsporthalle

Handball Spitzenteam-Besieger feiern in der Stadtsporthalle

Der Ludwigsfelder HC bezwingt in der Handball-Oberliga den Stralsunder HV und macht in seiner Entwicklung den nächsten Schritt. Der Club siegte trotz eines personellen Handicaps: Ein Akteur fiel während der Partie mit Magenkrämpfen aus.

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Alles muss raus: Der Ludwigsfelder HC bejubelt den Sieg gegen den Stralsunder HC.

Quelle: FOTO: heiko voigt

Ludwigsfelde. Als der Kraftakt geschafft war, verfuhren sie nach dem Motto „alles muss raus“, unten auf dem Parkett der Stadtsporthalle und oben auf der Tribüne: Jubel toste durch die Arena, begleitet von geballten Fäusten und Verbrüderungsszenen. Wenig später verfasste der Ludwigsfelder HC auf seiner Facebookseite eine Nachricht, die nur aus wenigen Worten bestand, die Gemütslage aber trotzdem gut ausdrückte: „Was für ein Tag! Der LHC siegt gegen den Stralsunder HV mit 24:22 (10:10).“

Nach dem Heimsieg in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree gegen den Tabellenzweiten von der Ostseeküste liegt der Ludwigsfelder HC zwar weiter auf Rang fünf, hat aber den Abstand auf die Spitzenclubs weiter verkürzt – auch Spitzenreiter LHC Cottbus musste beim HSV Insel Usedom (Vierter) eine Niederlage hinnehmen. Innerhalb weniger Wochen hat sich das Feld im oberen Tableau enorm verdichtet.

Und: Das Ludwigsfelder Ensemble hatte am Sonnabend nicht nur einen Sieg im Spitzenspiel gefeiert, sondern auch einen wichtigen Entwicklungsschritt gemacht. Vor kurzem hatte der Club aus der Autobauerstadt gegen den Tabellenführer aus der Lausitz zu Hause knapp verloren, nun gelang der Sieg gegen ein echtes Schwergewicht der Liga: „Gegen Cottbus war es schon ein Duell auf Augenhöhe“, urteilte LHC-Coach Michael Jantzen, „da hat ein Tick gefehlt und den waren wir jetzt besser. Der Wille, gegen solch eine Mannschaft zu gewinnen war größer als früher, und wir haben die Mannschaft besser bespielt, wir haben bis zum Ende nicht die Nerven verloren, wie es in solchen Duellen in der Vergangenheit der Fall war, deshalb haben wir jetzt auch mal so ein Spiel gewonnen.“

Der Hintergrund: In den zurückliegenden Jahren hatte Ludwigsfelde den Top-Mannschaften der OOS wiederholt umkämpfte, enge Duelle geliefert, war aber immer wieder in den entscheidenden Sekunden ins Hintertreffen geraten – im Spiel der Nuancen waren die Gegner oft einen Hauch besser.

Auf dem Parkett der Stadtsporthalle hatte sich am Sonnabendabend ein intensives, enges Spiel entwickelt. „Wir sind nur mit neun Feldspielern angetreten. In der ersten Viertelstunde wurde solch ein Tempohandball gespielt“, sagte Jantzen, „dass ich Sorge hatte, uns könnte am Ende die Kraft fehlen, zumal sich Stefan Schwarz auch noch während der Partie mit Magenkrämpfen abmelden musste. Aber die Jungs haben sich durchgebissen. Hut ab.“

In der zweiten Hälfte gelang es dem LHC dann, auf die Siegerstraße einzubiegen. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff führte der Club mit 23:22, bevor mit dem 24. Treffer das letzte Tor der Partie gelang.

Sieben Partien stehen in dieser Saison noch auf dem Spielplan des LHC, die nächsten drei Duelle bestreitet das Team gegen Konkurrenten im Kampf um die Spitzenplätze (siehe Infokasten). Erst einmal aber wurde am Sonnabend ausgiebig gefeiert. Auch Jantzen hatte den Moment genossen, in dem seine Vertretung zum Spitzenteam-Besieger aufstieg. „Etwas Besseres gibt es nicht, als gegen solch ein Spitzenteam zu gewinnen“, schwärmte er noch am Tag danach.

Von Lars Sittig

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