Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Titel, Tränen und 365 tolle Tage zwischen Ahrensdorf und Zellendorf
Sportbuzzer Lokalsport Teltow-Fläming Titel, Tränen und 365 tolle Tage zwischen Ahrensdorf und Zellendorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:07 30.12.2018
Aufstiegsjubel im Sommer 2018 bei der Reserve des FC Viktoria Jüterbog. Das Team spielt in der 1. Kreisklasse des Fußballkreises Dahme/Fläming, ist aktuell Herbstmeister und ist auf dem besten Weg, den Durchmarsch zu schaffen.. Quelle: Privat
Ludwigsfelde

Siege, Niederlagen, Überraschungen – das Sportjahr 2018 hat die Sportfamilie des Kreises Teltow-Fläming bewegt. Die MAZ fragte nach, was in den Erinnerungen an die vergangenen zwölf Monate haften geblieben ist:

Daniela Hoffmann, Vorsitzende des Gymnastik- und Aerobic-Vereins Mahlow: Unsere Einladung zum Neujahrsempfang in Luckenwalde im Januar bei der Landrätin war eine sehr schöne Angelegenheit. Zu den Höhepunkten des GAV gehörte die Ausrichtung der Offenen Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften in Dahlewitz im April diesen Jahres und ganz klar die Anschaffung unseres Wettkampfbodens. Vereinsübergreifend hat mich die Arbeit mit dem Vereinsstammtisch gefreut, an dem Vertreter aus den Vereinen unserer Gemeinde über die Regelung der neuen Hallenzeiten beraten haben. Es war eine langwierige und sehr zeitaufwendige Angelegenheit – der Abstimmungsprozess hat aber hat dazu geführt, dass man sich untereinander besser austauscht und mehr miteinander als gegeneinander arbeitet und auch mal sieht, was andere Vereine so machen. Insgesamt war es ein sehr ereignisreiches und intensives Sportjahr mit vielen Veränderungen. Es ist alles in Bewegung – im wahrsten Sinne des Wortes.

Timo Klischan, Geschäftsführer des Kreissportbundes Teltow-Fläming: Der Aufstieg des Judo-Vereins aus Ludwigsfelde in die 2. Bundesliga und die Teilnahme von sehr vielen Athleten der DLRG Luckenwalde an den Weltmeisterschaften in Australien mit dem Titel von Kevin Lehr zählen für mich zu den Höhepunkten. Neben diesen beiden Events würde ich noch sagen, dass der Neujahrsempfang des Landkreises für den Sport ein Highlight 2018 war und auch der Besuch von Britta Ernst (Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg) im April beim SV Siethen, um sich über die Situation des Sports im Landkreis einen Überblick zu verschaffen.

Holger Huntz, Mitglied der Handball-Abteilung des SV Lok Rangsdorf: Begeistert haben mich die Silbermedaille unserer Eishockey Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Seoul und der EM-Sieg im Hochsprung von Mateusz Przybylko, den ich hautnah miterlebt habe. Bewegt haben mich das Vorrundenaus unserer Fußballer bei der Weltmeisterschaft und die emotionalen öffentlichen Auftritte von Kristina Vogel sowie ihre Stärke, mit ihrem Schicksal nach ihrem Unfall umzugehen. Als Handballfan hat mich das frühe Ausscheiden unserer Männer-Nationalmannschaft bei der EM betroffen gemacht. Regional verfolge ich viele Handballspiele, unter anderem unseres SV Lok Rangsdorf in der 5. Liga und des VfL Potsdam, bei dem mein Sohn spielt, in der 3. Liga – auch dort gab es viele schöne Momente. Emotionaler Höhepunkt war in diesem Jahr der HVB-Pokalsieg der Steinadler des VfL Potsdam. Das war schon toll, was die „alten Männer“ um Stephan Mellack und Victor Pohlack hier gezeigt haben.

Jörn Levermann, Präsident des 1. Luckenwalder SC: Meine Jahresbilanz ist zweigeteilt. Als Leistungssportler bleiben mir natürlich zunächst die Olympischen Winterspiele in Erinnerung. Dabei sind die Leistungen aller dort gestarteten Athleten und Athletinnen, inclusive der paralympischen Sportler, nicht hoch genug zu würdigen. Sehr gefreut habe ich mich über Lisa Buckwitz. Vom DOSB wurde sie ins zweite Glied zurückgesetzt, und dann gewinnt sie im Bob sensationell Gold. Gefallen fand ich auch an den Europameisterschaften in Berlin und Glasgow mit all den Sportarten, die sonst nicht im Focus stehen. Und nicht zu vergessen ist natürlich der Vize-Europameistertitel für unseren Luckenwalder Ringer Martin Obst.

Das frühe Ausscheiden der deutschen Fußballer als Titelverteidiger bei der Weltmeisterschaft in Russland war für mich ein Resultat eines verkorksten Managements, Festhalten an Bewährtem, kein Mut für Neues, für modernere Wege. Schade. Hier schlage ich den Bogen zu meinem Verein – dem 1. Luckenwalder SC. Es gelingt uns als Vorstand noch nicht, eine Reihe von Mitgliedern auf die veränderten Bedingungen einzuschwören. Umdenken und andere Wege gehen, eigene Gedanken umsetzen und selbstständig Verantwortung tragen, sind für mich diesbezüglich die Schlagworte der Zukunft. Eingefahrene Gleise weiter zu befahren und Unflexibilität halten nur auf.

Stephan Hebel, Freizeitsportler aus Luckenwalde: Mich hat in den letzten zwölf Monaten einiges bewegt. Es ist gar nicht so einfach eine Auswahl zu treffen. Für mich als Radsportler war es in erster Linie der totale Absturz von Jan Ullrich. Aber ganz klar auch das schlechte abschneiden der DFB-Elf bei der Weltmeisterschaft, die aus deutscher Sicht sehr blamabel verlief. Als Luckenwalder muss man natürlich auch den Abstieg des FSV 63 Luckenwalde aus der Fußball-Regionalliga nennen. Da war aus meiner Sicht sicher mehr drin. Sehr schade war der Tod von Graciano Rocchigiani und von Markus Beyer. Kurz vorher habe ich Beyer noch in Potsdam bei einer Boxgala gesehen. Zu den sportlichen Highlights des Jahres zählen für mich, trotz der Blamage der deutschen Elf, die Fußball-WM. Es war eine schöne Weltmeisterschaft mit einem würdigen Sieger Frankreich.

Zu meinem persönlichen Highlight zählt immer die Tour de France. Unbedingt nennen möchte ich aber auch den grandiosen 5:0-Punktspielsieg des FSV 63 Luckenwalde in der Fußball-Oberliga gegen den damaligen Spitzenreiter Chemie Leipzig, worüber ich immer noch grinsen muss.

Sebastian Kittel, Jugendwart des Judo-Vereins Ludwigsfelde: Auf regionaler Ebene war für mich natürlich der Gewinn der Mannschafts-Landesmeisterschaft, der mit dem Aufstieg in die zweite Judo-Bundesliga verbunden ist, das Highlight des Jahres 2018. Im Gedächtnis blieben aber auch die Olympischen Spiele und das sensationelle Abschneiden der deutschen Eishockeymannschaft. Bewegt haben mich aber auch die Fußball-Weltmeisterschaft mit dem blamablen Ausscheiden der deutschen Elf und die Leichtathletik-EM mit der sensationellen Stimmung im Berliner Olympiastadion und dem EM-Titelgewinn des Hochspringers Mateusz Przybylko.

Von Lars Sittig und Frank Neßler

Titelverteidigerin Marita Wahl geht am letzten Tag des Jahres erneut auf die Traditionsstrecke von Zossen nach Ludwigsfelde – 2018 erstmals zusammen mit ihrer Tochter Teresa.

31.12.2018

Lebenswerk von Reinhard Mehlhorn mit der Ehrennadel des Deutschen Ringerbundes in Gold gewürdigt.

27.12.2018

Die Regionalliga-Ringer des 1. Luckenwalder SC gewinnen Derby gegen Germania Potsdam unerwartet deutlich mit 25:12. Der Aufsteiger beendet die Saison als Tabellendritter – LSC-Oberligariege verliert Platzierungskampf.

23.12.2018