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Handball/HV Luckenwalde Trebbin statt Rostock

Die Luckenwalder Handballfrauen wagen einen Neustart in der Kreisliga. Nach zähem Ringen in der Sommerpause gelang es, pünktlich zum Saisonstart wieder ein Team auf die Beine zu stellen.

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Ralf Granzow und Carolin Freißler am Sonntag in der Luckenwalder Jahnhalle.

Quelle: Horst Kupfer

Luckenwalde. Lange stand es auf der Kippe, ob die Frauen der Handballvereinigung Luckenwalde (HVL) überhaupt am Spielbetrieb in der Saison 2017/18 teilnehmen werden. Fieberhaft wurde in der Sommerpause in der Führungsetage des Vereins gearbeitet, um eine spielfähige Mannschaft für die neue Meisterschaftsrunde auf die Beine zu stellen.

Die HVL-Sieben verzichtete nach dem Abstieg aus der Brandenburgliga auf das Startrecht in der Verbandsliga. „Das geschah auf Wunsch der Spielerinnen“, erklärte HVL-Geschäftsführer Oliver Much, „sie wollten ganz von vorn anfangen, am Experiment wachsen und Spaß am Frauenhandball haben.“

Engagierter Auftritt trotz Auftaktniederlage

Trotz der 14:26 (6:14)-Niederlage im ersten Heimspiel am Sonntagnachmittag in der Jahnhalle gegen die zweite Vertretung der HSG RSV Teltow-Ruhlsdorf bescheinigte Much der neuen HVL-Sieben in dieser Begegnung „ein engagiertes Auftreten“. Der HVL-Geschäftsführer präsentierte im September vor dem Meisterschaftsauftakt in der Kreisliga mit Carolin Freißler eine neue Trainerin. „Ich habe ihr mein Wort gegeben, dass sie nur im so lange im Amt ist, bis wir einen Trainer gefunden haben. Danach bleibt sie als Betreuerin bei der Mannschaft“, sagte Much.

Die 32-jährige Freißler, einst eine wurfgewaltige Spielerin, wurde durch Verletzungen in ihrer Sportlerlaufbahn immer wieder zurück geworfen. „Ich hatte mir die Schulter ausgekugelt und arge Knieprobleme, so dass ich nicht mehr aktiv spielen konnte“, sagte die Sachbearbeiterin bei der Bundesagentur für Arbeit in Berlin. „In unserer Mannschaft steht der Spaßfaktor im Vordergrund. Der Anreiz ist der Spielbetrieb. Wir wollten auch den Frauenhandball in Luckenwalde nicht ganz untergehen lassen. Am Sonntag gegen Teltow hatten wir Ute Förster und Cortina Müller reaktiviert. Dass sie sich in den Dienst der Mannschaft gestellt haben, verdient Respekt.“

Ute Förster glänzte mit sehenswerten Toren und Cortina Müller rackerte unermüdlich am Kreis. „Im Moment haben wir noch eine Urlauberin und zwei Kranke. Verletzungsbedingte Ausfälle können wir uns nicht leisten“, merkte Freißler an.

Oberliga-Ausflug teuer bezahlt

Von der Brandenburgligasieben aus der Vorsaison standen lediglich Jasmin Bergemann und Torhüterin Caroline Tusche im aktuellen HVL-Aufgebot. Auf einen Punktgewinn oder gar auf einen Sieg in einem Meisterschaftsspiel warten die Luckenwalder Handballfrauen weiterhin vergeblich. Den letzten Erfolg feierten sie am 3.Oktober 2015 in der Fläminghalle in der Oberliga Ostsee-Spree mit 21:20 gegen Pro Sport 24 aus Berlin. Die Zugehörigkeit zur vierten Spielklasse in der Saison 2015/16 war der Höhepunkt im Luckenwalder Frauenhandball. Der Höhenflug musste jedoch teuer bezahlt werden. Es kam im Laufe der Saison zu Unstimmigkeiten im Team. Nach dem Oberligaabstieg verließen fast zwei komplette Mannschaften aus unterschiedlichen Gründen den Verein.

Der Rest hängte 2016/17 noch ein Jahr Brandenburgliga ran und wurde durchgereicht. Schon vor dem Saisonende war bekannt, dass sich das Trainertrio Ralf Granzow, Heiko Kutschera und Torsten Günnel zurückziehen wird. Bei Chefcoach Granzow war nach 20 Jahren Trainertätigkeit bei Elektronik, Lok und der HVL der Akku leer. Er zählte jedenfalls von Mal zu Mal die Spiele bis zu seinem Gang in die „Trainerrente“. Einige Spielerinnen hörten auf oder kamen bei anderen Vereinen unter. Das hatte teilweise damit zu tun, dass sie sich arbeitsmäßig umorientieren mussten. Granzow und Günnel saßen am Sonntag in der Jahnhalle im Kampfgericht.

Von Horst Kupfer

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