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Trebbiner bekommen Nervosität nicht in Griff

Handball, SC Trebbin Trebbiner bekommen Nervosität nicht in Griff

Trebbiner SC-Handballer verlieren beim MTV Wünsdorf 29:30. Auch die Tabellenführung in der Verbandsliga Süd ist erstmal futsch. In zwei Wochen könnte jedoch alles wieder anders aussehen.

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Die SC-Abwehr knüpfte in Wünsdorf nicht an die gute Leistung aus dem Spiel gegen Luckenwalde an.

Quelle: Frank Neßler

Trebbin. Nach einem hochdramatischen Spiel in der Dabendorfer Sporthalle haben die Verbandsligahandballer des SC Trebbin ihre Tabellenführung abgeben müssen. Die SC-Sieben unterlag dem MTV Wünsdorf, dessen Spieler in der Schlussphase ihre Nerven besser im Griff hatten, mit 29:30. „Das ist schon enttäuschend“, sagte Geburtstagskind Dustin Emmermacher nach der Partie, „das hatten wir uns anders vorgestellt.“

Heimstarke Wünsdorfer Wölfe

Dass die Wünsdorfer Wölfe trotz ihrer gesperrten eigentlichen Paul-Schumann-Halle auch im Ausweichquartier eine heimstarke Mannschaft sind, bewiesen sie gleich von Beginn an. Vor gut 180 Zuschauern zog der MTV schnell auf 4:1 davon. Die SC-Abwehr konnte in der gesamten ersten Hälfte nicht an die gute Leistung gegen Luckenwalde anknüpfen. Es taten sich immer wieder Lücken zwischen Mittelblock und Halbverteidigern auf. Zwar kamen dafür die Angreifer aus der Clauertstadt gut in die Partie, aber eine Führung erspielten sich die Gäste in Halbzeit eins nicht.

Nach einer Viertelstunde gelang Torsten Wagner der 8:8-Ausgleich. Ein ums andere Mal nutzten die Wünsdorfer Routiniers Jan-Eike Albrecht und Dirk Becker (je sechs Tore) nach geduldigem Angriffsspiel die Lücken in der Trebbiner Deckung. Mit einer 16:15-Führung für die Heimsieben ging es in die Kabinen. „Uns hat die Bereitschaft gefehlt, auch mal einen Meter mehr zu gehen in der Abwehrarbeit“, stellte Benjamin Stollin nach Spielende fest, „wir haben einfach zu viele Gegentore bekommen.“

In der zweiten Halbzeit kommen Gäste besser in Schwung

Der gefühlt erste gehaltene Ball durch einen Gästetorhüter gelang Konstantin Straßburg kurz nach Wiederanpfiff, endlich zeigte die Trebbiner Abwehr wieder das Gesicht von vor zwei Wochen. Straßburg kam richtig in Fahrt und sollte in den folgenden Minuten drei Siebenmeter und etliche freie Würfe der Wölfe vereiteln, während Toptorschütze Silvio Kahle (8/5 Tore) mit einem verwandelten Siebenmeter die erste SC-Führung herstellte. Die Wünsdorfer Angreifer hatten in dieser Phase deutliche Probleme mit der gegnerischen Deckung, was sich aus mehrmaligem angezeigtem Zeitspiel ablesen ließ.

Trotzdem nutzten die Gäste zahlreiche Chancen zur ersten Drei-Tore-Führung nicht. Öfters scheiterten sie nach gewonnenen Bällen im Tempogegenstoß am gut aufgelegten MTV-Schlussmann Nils Barsch. Mit Kampfgeist hielten die SC-Männer, die von gut 30 mitgereisten Fans unterstützt wurden, ihren kleinen Vorsprung bis zur 52.Minute (23:25). Dann nahm die Abwehrleistung der Trebbiner jedoch wieder das Niveau der ersten Hälfte an, außerdem agierten die Clauertstädter zunehmend nervös. Ganz im Gegensatz zu den Wölfen, die ihre Chance witterten und wieder mit 26:25 in Führung gingen.

Knifflige Situation kurz vor Schluss

Was die SC-Sieben in den letzten Minuten auch versuchen sollte, ob doppelte Manndeckung oder vermehrte Anspiele an den Kreis, es sollte nicht funktionieren. Beim Stand von 30:28 und einer weiteren Parade des Wölfe-Keepers sechzig Sekunden vor dem Ende schien das Spiel entschieden, aber die Gäste erzielten tatsächlich noch einen Treffer und gewannen den Ball sieben Sekunden vor Spielende. Eine knifflige Situation mit Foul im Tempogegenstoß der Trebbiner bewerteten die Unparteiischen aus Fredersdorf nicht zugunsten der SC-Sieben, so dass es statt Roter Karte und Siebenmeter noch einen Freiwurf gab. Dieser landete in den Händen des Wünsdorfer Torhüters und ging im Jubel der MTV-Anhänger unter.

„Wir haben es selbst aus der Hand gegeben“, so Kahle mit Blick auf die letzte Szene und die Nervosität seiner Mannschaft, „und wer weiß, ob ich den Siebenmeter überhaupt hätte werfen wollen.“

Aufgrund der ersten Saisonniederlage und des gleichzeitigen Sieges der Grün-Weißen aus Finsterwalde in Schlaubetal tauschen der SC und Finsterwalde die Plätze – in zwei Wochen (Sonntag, 19.November, 14 Uhr) kommt es im Sportkomplex zum Spitzenspiel um die Tabellenführung gegen jene Mannschaft vom BSV.

Von Fabian Stollin

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