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Teltow-Fläming Viele Talkgäste und ein großer Star
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10:50 14.09.2017
Überraschender Stargast: Füchse-Profi Jakov Gojun schaute bei der Handballwoche vorbei. Quelle: foto: privat
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Rangsdorf

Die Prominentendichte war ohnehin schon groß gewesen in der Erwin-Benke-Sporthalle, dann aber stand plötzlich ein Superstar in der Arena, der alle und alles noch einmal überragte: Jakov Gojun, der 2,03 Meter große, international schwer dekorierte Rückraumspieler der Füchse Berlin war überraschend zu Besuch gekommen. Der Grund für die Stippvisite: Der Sohn des kroatischen EM-Silbermedaillen-Gewinners von 2010 spielte mit der männlichen D-Jugend des Berliner SV 92 bei der internationalen Rangsdorfer Handballwoche mit. „Er stand gern für Erinnerungsfotos zur Verfügung“, berichtet Holger Huntz vom Organisationsteam der Wettkampfserie, „und übernahm spontan die Medaillenübergabe bei der Siegerehrung, was natürlich zu leuchtenden Kinderaugen führte.“

Eine neue, schöne Anekdote, die bei der Wettkampfserie des SV Lok produziert wurde, die bei ihrer 20. Auflage in diesem Jahr ein Jubiläum feierte. Die beeindruckenden Daten der vergangenen Tage: 50 Mannschaften waren angetreten (davon vier aus Polen). Mehr als 700 Kinder und Jugendliche waren zu Gast in Rangsdorf, mehr als 130 Partien wurden bei den neun Turnieren absolviert. Ausgetragen wurden am zweiten Turnierwochenende vier Jugend-Wettbewerbe (Ergebnisse siehe Infokasten), dazu gab es ein buntes Rahmenprogramm.

Unter anderem waren bei einer Talkshow Robin Huntz und Yannik Münchberger zu Gast, die beide beim SV Lok mit dem Handballspielen begannen und inzwischen zu den prägenden Figuren beim Drittligisten 1. VfL Potsdam gehören. Moderiert wurde die Frage-Antwort-Runde, die unter dem Motto „Ein Team für die Region“ stand, von Anett Sattler, die ebenfalls ihre Wurzeln bei der Handballfraktion des SV Lok Rangsdorf hat und als Journalistin lange Zeit durch die Arenen der Republik tourte. Inzwischen ist die 33-Jährige als Managerin von Teamsport Deutschland im Berliner Büro des Deutschen Olympischen Sport-Bundes tätig.

Ohnehin hat sich die Handballwoche in den vergangenen beiden Jahrzehnten als Talentschuppen etabliert – und als beliebter Ort, um zu den Wurzeln zurückzukehren. Nationalmannschaftstar Tobias Reichmann beispielsweise spielte als Nachwuchs-Akteur ebenso bei der Wettkampfreihe wie Christoph Steinert, der inzwischen beim Bundesligisten HC Erlangen unter Vertrag steht. Die nächste Generation steht schon in den Startlöchern: Die Nachwuchsteams des SV Lok erkämpften mehrere Siege und vordere Platzierungen.

Am vergangenen Wochenende lag ein ganz besonderer Glanz über der Turnierserie, Huntz aber kann sich auch gut an manch eine schwierige Phase erinnern. „Es ist jedes Jahr ein Kraftakt, es gibt eine Menge zu stemmen“, sagt er, „um alles zu bewältigen, brauchen wir eine Stärkung des Ehrenamtes, weiter die Unterstützung unserer Gemeinde und der regionalen Politik sowie aus der Wirtschaft.“

Von Lars Sittig

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