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Sportbuzzer MAZ-Redakteur versucht sich im Golfen
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09:46 24.04.2018
Für jede Situation gibt es den passenden Schläger: Golf-Trainer Alen Mischkulnig (r.) hat 14 davon in seiner Tasche. Quelle: Enrico Kugler
Stolpe

Zumindest der erste Schlag sitzt. In einer – für mich – ansehnlichen Flugkurve landet der kleine weiße Golfball bei 70, vielleicht waren es sogar 80 Metern. Von hinten ruft Falko Hanisch, eines der größten Golftalente Deutschlands: „Gar nicht so schlecht für den ersten Schlag.“ Das geht natürlich runter wie Öl bei einem Einsteiger. Das Selbstbewusstsein wächst und endet im Übermut, der Fehlschlag ist da schon programmiert. Dementsprechend landet der zweite Versuch bei 50 Metern und viel zu weit links, ähnlich sieht es bei den Schlägen drei bis fünf aus – schnell bin ich wieder auf dem Boden der Golftatsachen gelandet.

14 Schläger dürfen in die Tasche

Dass schon der erste Schlag ein kleines Erfolgserlebnis bringt, dafür sorgt Alen Mischkulnig, der mich beim Schnuppertraining auf dem Golfplatz Stolper Heide (Oberhavel) begleitet. Geduldig erzählt der 38-Jährige die Grundlagen – und ist gleich beim Du. „Auf dem Golfplatz duzt man sich, selbst auf den exklusivsten“, sagt der Trainer. Für den Schnupperkurs ist legere Kleidung in Ordnung, nur die Blue Jeans ist nicht gerne gesehen.

Nach einer kurzen Tour durch Clubhaus, Shop und Gastro geht es runter zur Driving Range, wo die Golfer ihre langen Schläge üben. Erste Lektion: Nicht nach vorne gehen, sonst kann man im schlechtesten Fall auch schon mal einen Ball abkriegen. Es folgt die Schlägerkunde, 14 dürfen maximal in die Tasche. Vom Driver für die ganz langen Schläge – der Rekord von Golflegende Tiger Woods liegt bei 455 Metern – bis hin zum Putter, der für die kürzesten Distanzen auf dem Grün ausgelegt ist.

Der „Sweet Spot“ macht ein gutes Gefühl

Mischkulnig schnappt sich ein Eisen und erklärt den Griff. Für mich als Rechtshänder ist die linke Hand oben am Griff, die rechte umschließt weiter unten Teile der linken. Das wirkt erst einmal sehr ungewohnt, beim Minigolf hab ich das wohl intuitiv falsch gemacht. Nach Anleitung mache ich einige Trockenschwünge, dann folgt das Erfolgserlebnis beim ersten Schlag. „In der ersten Schnupperstunde sollen die Leute Spaß haben, am besten über ein Erfolgserlebnis. Wenn man den Ball am ,Sweet Spot’, also genau mit der Mitte der Schlägerfläche trifft, dann fühlt sich der Ball butterweich an, dieses Gefühl ist unbeschreiblich“, sagt Mischkulnig – das kann ich bestätigen, was dann im Übermut endet. Damit stehe ich aber zumindest nicht alleine da. „Das passiert vor allem bei Männern. Weit schlagen ist gut, aber man muss den Ball auch erst einmal treffen“, sagt der Trainer, der mit zehn Jahren angefangen hat Golf zu spielen.

Vor acht Jahren kündigte er seinen Anwaltsjob in London und machte die Ausbildung zum Golftrainer. „Man geht zur Arbeit und man trifft nur Leute, die wirklich da sein wollen. Die sind eigentlich immer gut drauf – außer sie kommen gerade von einer schlechten Runde“, erzählt der Familienvater mit einem Lächeln. Seit 2013 arbeitet er auf der Anlage in Stolper Heide mit seinen zwei 18-Loch-Kursen und rund 1600 Mitgliedern.

Durchschwingen ist das A und O

Von der Driving Range geht es rüber zum Übungsgrün, wo das Putten trainiert wird. Das Gras ist raspelkurz gemäht, damit der Ball ohne großen Widerstand und präzise geschlagen werden kann. Wichtigste Erkenntnis für den bis dato Hobby-Minigolfer: Durchschwingen. „Man schwingt praktisch durch den Ball durch“, erklärt der Trainer. Soll heißen: Statt den Schläger abzubremsen, wenn er den Ball getroffen hat, muss man den Schläger wie das Pendel einer alten Wanduhr weiterschwingen. Faustregel: So weit wie man ausholt, so weit muss man auch schwingen.

Daran muss ich mich erst einmal gewöhnen, automatisch bremse ich den Schwung nach dem Treffer. Doch nach einigen Versuchen ist die Bewegung drin – und ich kann sie anwenden. Auf dem Übungsgrün gibt es aber noch eine weitere Schwierigkeit: die eingebauten Wellen im Boden. Die muss ich, mit Hilfe des Trainers, genau analysieren. Die Schläge geraten meist deutlich zu kurz, weil die Unebenheiten den Ball bremsen.

Muskelkater in den Unterarmen

Nach dieser Leistung kann mir der Trainer siegessicher einen kleinen Putting-Wettkampf anbieten, er gewinnt natürlich klar. So endet das zweistündige Probetraining, von dem ich auch am nächsten Tag noch etwas habe: Muskelkater in den Unterarmen. „Einsteiger greifen den Schläger meist zu fest“, erzählt der Coach. Locker werden heißt es da wohl für mich.

Von Stephan Henke

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