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Sportbuzzer Mit vereinten Kräften zur WM
Sportbuzzer Mit vereinten Kräften zur WM
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18:38 04.01.2019
Die koreanische Mannschaft hatte beim öffentlichen Training in Berlin offensichtlich viel Spaß. Quelle: foto: Annegret Hilse/imago
Berlin

Anfeuerungsrufe schallen durch die Sporthalle, während die koreanische Nationalmannschaft taktische Abläufe übt – die Übungseinheit wird genau von einem Pulk TV-Kameras eingefangen. Foto-Apparate klicken. Das Interesse ist enorm gestern beim öffentlichen Training des Ensembles im Berliner Horst-Korber-Sportzentrum unmittelbar neben dem Olympiastadion – vor allem, weil erstmals eine gemeinsame Vertretung von der koreanischen Halbinsel bei einer Handball-Weltmeisterschaft antreten wird.

Derzeit holt sich das Team seinen Schliff für das Eröffnungsspiel am 10. Januar in der Mercedes-Benz-Arena gegen Deutschland. Zur Feinjustierung stehen auch Testpartien beim 1. VfL Potsdam (Sonnabend, 19.30 Uhr, MBS-Arena am Luftschiffhafen) und beim Oranienburger HC (Montag, 7. Januar, 19 Uhr, MBS-Arena) auf dem Programm. „Für uns bieten diese Partien die Möglichkeit, uns weiter einzuspielen“, sagte der südkoreanische Trainer Cho Young-Shin.

Bei den Gastspielen gegen die brandenburgischen Drittligisten dürfte auch klarer werden, wie das sportliche Mischungsverhältnis des Teams aussieht. Vier Akteure aus der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) stehen im Kader, das Trainerduo setzt sich aus jeweils einem Vertreter der Verbände aus dem Nordteil (Sin Myong-Chol steht als Assistent zur Seite) und der Republik Südkorea zusammen, die bei der Asienmeisterschaft in diesem Jahr Dritter wurde. Cho Young-Shin: „Ich kann versprechen, dass in jeder Partie mindestens ein Nordkoreaner zum Einsatz kommt. Wir hatten zwar nur zwei Wochen Zeit, aber die hat ausgereicht, die Stärken und Schwächen der Spieler zu sehen.“

Unabhängig von der sportlichen Mission geht das Team mit enormer Strahl- und Symbolkraft an den Start – in Zeiten, in denen Konfliktherde auf dem Erdball für Besorgnis sorgen und die Weltgemeinschaft auch Annäherungs-Tendenzen zwischen Nord- und Südkorea mit Erleichterung registrieren dürfte. Zusätzlich tourt die Auswahl mit ihrem internationalen Flair auch als eine Art Botschafter des Weltchampionats, das in Deutschland und Dänemark ausgetragen wird (Endspiel am 27. Januar), durch die Mark Brandenburg.

Der VfL kündigte das Testspiel launig als „inoffiziellen WM-Auftakt“ an. Die Partie ist eingebettet in das „Final Four“ um den HVB-Landespokal der Frauen und Männer. Die vier Halbfinal-Spiele finden am Samstag statt und am Sonntag folgen die Finalspiele. Die Eintrittskarten für das Final Four behalten ihre Gültigkeit auch für das Korea-Spiel.

Bereits am Montag danach ist die ostasiatische Equipe beim OHC zu Gast. „Weltmeisterschaftsflair in Oranienburg“, vermeldete der Club auf seiner Homepage. Drei Tage später treffen die Koreaner auf das deutsche Team. „Nicht ausgeschlossen, dass auch Späher aus dem Umfeld der deutschen Nationalmannschaft in der Halle sein werden“, vermutet man beim OHC.

Von Lars Sittig

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