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Sportbuzzer Mittelfußbruch bei Fünfkämpfer Zillekens
Sportbuzzer Mittelfußbruch bei Fünfkämpfer Zillekens
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21:00 04.04.2016
Der Potsdamer Fünfkämpfer Christian Zillekens (M.) mit seinen Teamkollegen Marvin Dogue und Anna Matthes. Quelle: Stephan Henke
Potsdam

Der Tag nach der Rückkehr aus Rom war schmerzhaft. Nach einem achtstündigen Untersuchungsmarathon stand die bittere Diagnose für Christian Zillekens fest: Mittelfußbruch im rechten Fuß. „Es ist im Schlussspurt passiert. Ich bin ganz normal gelaufen und plötzlich hat mein Knochen knack gemacht und er war gebrochen“, erzählt der 20-Jährige. Trotz der Verletzung rettete der Moderne Fünfkämpfer aus Potsdam noch Rang fünf beim Weltcup – es war die beste Platzierung eines Deutschen seit vier Jahren.

Doch die Freude über die Leistungsexplosion des Jugend-A-Weltmeisters von 2013 wird durch die Verletzung deutlich getrübt. „Das ist schon ein Rückschlag. Ich hoffe, dass ich zum Weltcup-Finale oder der WM wieder fit bin“, sagt Zillekens. Die Wettkämpfe finden allerdings bereits in vier beziehungsweise sechs Wochen statt. In den nächsten Tagen stehen weitere Untersuchungen an und es wird entschieden, ob bei einer Operation eine Platte eingesetzt wird, „dann würde es eventuell gehen“, hofft der Potsdamer.

Herausragende Ergebnisse in dieser Saison

Für den lief die Saison bislang wie aus einem Guss. Beim Weltcup in Rio schaffte er Rang sechs, mit dem fünften Platz in Rom bestätigte der Youngster seine herausragende Form noch einmal. „,Zille’ ist jemand, der sich sehr fokussieren kann. Wenn er sportlich ein Ziel hat, ist er extrem konzentriert. Er macht sehr gut mit und lässt sich auch sehr gut beraten“, sagt seine Heimtrainerin Claudia Adermann.

So hat er insbesondere im Fechten, der wichtigsten Disziplin im Modernen Fünfkampf, einen großen Sprung nach vorne gemacht. „Er musste die Fechtgruppe in der Elite erst kennenlernen. Jetzt sieht er und weiß, mit welchen Aktionen er punkten kann. Er ist der beständigste Athlet in diesem Jahr, so gute Leistungen hat bei den Männern schon lange keiner mehr gebracht“, sagt Adermann über ihren Schützling.

Schwimmen trainiert er ohne die Beine

Der ist durch seine starke Saison aktuell Kandidat Nummer eins für das Olympia-Ticket bei den deutschen Männern. „Im Moment habe ich durch die Weltcups schon eine ganz gute Grundlage gelegt. Da hab ich auch viele Punkte gesammelt. Die Chance besteht, dass es jetzt schon für Olympia reichen könnte, aber man kann sich nicht sicher sein“, sagt Zillekens.

Trotz der Verletzung kann er das Schießen weiterhin trainieren. Beim Schwimmen muss er ohne die Beine arbeiten, beim Fechten nur im Stand trainieren, „Laufen und Reiten geht aber nicht“, sagt Zillekens. Doch für seinen Olympiatraum will er auch die Schmerzen beim Training in Kauf nehmen.

Von Stephan Henke

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